Aller Anfang: Immer Drama um die Hausaufgaben!
Shownotes
Hausaufgaben gehören für die meisten Familien mit Schulkindern zum Alltag. Während manche Kinder die Übungen zuhause schnell und problemlos erledigen, gibt es in vielen Familien immer wieder Stress und Streit um die leidigen Schulaufgaben. Nora und Oliver diskutieren deshalb den Sinn und Unsinn von Hausaufgaben, die besten Tipps für wirklich nachhaltiges Lernen, und beziehungsstarke Strategien zum Umgang mit Hausaufgaben-Verweigerung.
Unser Postfach für Lob und Kritik, Anregungen und Themenwünsche: podcast@nora-imlau.de
Caroline von St. Ange, Alles ist schwer, bevor es leicht ist, Rowohlt Nora Imlau, Was Familie leichter macht, Beltz
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Transkript anzeigen
00:00:09: Aller Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant.
00:00:14: Und womit fangen wir heute an?
00:00:16: Heute lieber Nora würde ich gern mit dir über Hausaufgaben sprechen.
00:00:19: Oh na dann legen wir los!
00:00:21: Diese Folge wird unterstützt von Calemba.
00:00:24: Hier findet ihr Schnitzeljagdpakete die fertig vorbereitet sind und mehr erfahrt ihr am Ende dieser Folge.
00:00:30: Hallo Nora
00:00:31: Hallo Oliver
00:00:33: Wenn du an Hausaufgauben denkst Kriegst Du dann so ein Handschweiß oder kriegst du dann so einen?
00:00:38: Ach ja, das stecke ich jetzt alles in meinen Ranzen und der Nachmittag kann kommen Gefühl.
00:00:43: Ich glaube dass es für viele Leute ist so was wie Zahnarzt.
00:00:47: Also ich kenne viele Menschen die wachen auf von Träumen, dass sie denken Sie haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht?
00:00:53: Ja, also für mich sind Hausaufgammen Von der Assoziation her auch mittlerweile eher so Kategorie Wurzelbehandlung.
00:01:01: seit ich Walter bin Als ich ein Kind war, fand ich Hausaufgaben nicht so schlimm.
00:01:07: Ich hab jetzt nicht ganz traumatische Erinnerungen an Hausaufgammen machen oder Hausaufgeben vergessen haben oder sowas.
00:01:16: Vielleicht habe ich das auch verdrängt aber ich meine nicht dass das so ein Riesenthema für mich war Und deswegen ging ich auch davon aus, dass Hausaufgaben nicht so ein Ding sein würden.
00:01:27: Wenn ich mal Kinder in der Schule habe ... Ich hab gedacht, Hausaufгaben sind eine nervige Pflicht aber halt auch nicht wirklich schlimm.
00:01:34: Und ich hatte schon innere Bilder von wegen ... Ich will meine Kinder bei HausaufGaben gut begleiten und nicht alleine lassen im Zweifelsfall.
00:01:41: Da setzte ich mich neben die und helf denen.
00:01:44: Aber ich hab gedacht mit so ein bisschen sanftem Druck und netter Begleitung kriegt man das gut hin, dann ist es auch geschafft.
00:01:50: Dann kann der Nachmittag kommen und dass Hausaufgaben wirklich zu einem richtig belastenden Thema werden können, die einem den Tag oder die Woche manchmal den Monat gefühlt ruinieren können weil da so viel Stress im System landet.
00:02:06: Das habe ich erst als Mutter erfahren und gelernt.
00:02:08: Und das ist schon was, was mich echt immer noch ... Oft auch umtreibt und wo ich bis heute, wo ich jetzt schon so lange Kinder durch verschiedenste Schulen begleite noch nicht eine perfekte Lösung gefunden habe.
00:02:19: Wie wird damit umgehen können?
00:02:20: Wir müssen immer wieder aufs Neue ein bisschen improvisieren wie wir mit Hausaufgaben Stress umgehen als Familie.
00:02:26: Und wie geht es dir mit Haus Aufgaben?
00:02:28: Als ich selber Kind war waren Haus Aufgagen eher so ein Thema älterlicher Kontrolle also sozusagen meine Eltern haben mich da einfach machen lassen und sondern das war so teils des Nachmittags dann irgendwann hier Hausaufgaben.
00:02:41: hast du Haus Aufgaben gemacht?
00:02:42: was hast du auch für morgen, also ich wurde da.
00:02:47: Ich hatte schon super
00:02:48: geführt.
00:02:49: Ja oder sagen wir mal ich hatte dann gute Strategien wie damit umgehen.
00:02:54: Also ich bin zum Beispiel Meister darin jemand kommt zur Tür rein und ich tue so als würde ich Haus Aufgabe machen kann.
00:03:01: nicht glaube ich bis heute.
00:03:06: Und bevor ich Kinder im Hausaufgaben fähigen, Alte hatte.
00:03:12: Also weißt du da bist ja schon Vater und weißt irgendwann kommt so die Schule her?
00:03:16: Da hat er mir eine bekannte so ein Bild quasi mitgegeben.
00:03:19: Dies war auch selbstständig und sie sagte immer also wir haben so einen großen Ess-Tisch... ...und wenn die Kinder von der Schule kommen setze ich mich an den Tisch auf den Laptop und arbeite da weiter und die Kinder sitzen dann mache ihre Hausaufgarben und dann ist quasi so die Vibration Alle müssen, wir arbeiten hier alle.
00:03:38: Wieso ein bisschen so einen Co-Working Space mit den Kindern irgendwie?
00:03:42: Das Bild fand ich super.
00:03:43: Das machen wir auch.
00:03:47: Ja genau.
00:03:51: So bin ich gestartet in dieses Bild von Hausaufgaben und dann klar!
00:03:58: Alle Höhen, alle Tiefen.
00:04:00: Ich glaube die ziemlich großen Teil der Bandbreite von einem Kind kann wirklich selber vorangehen und weiß sich irgendwie zu strukturieren.
00:04:07: Und du musst so ein bisschen Brutterzucker drüber machen, und dieses... Du bist vollkommener Assistent des Schulsystems der Lehrkraft weil sonst wird es überhaupt nicht funktionieren.
00:04:21: Ja
00:04:22: und da pendle ich also auch sozusagen bis heute hin und her.
00:04:27: ja und weißt du was ich dich heute in dieser Folge schon auch fragen will ist hast du dich je mit Lernstrategien beschäftigt?
00:04:34: Weil Da merke ich immer noch so einen Wissensbedarf bei mir selber oder eine Unsicherheit, weil ich nur wenig darüber weiß wie Menschen insbesondere Kinder lernen.
00:04:45: Ich weiß das es dafür viele Onlinekurse gibt und dass sie zum Teil sehr gut sein sollen ist die zum Teil aber auch sehr treuer sind.
00:04:49: uns ein bisschen Ängsten von Eltern spielen ist so mein Eindruck Aber ich habe mich jetzt nie so mit so einer richtig guten Ja was macht denn da überhaupt Sinn.
00:04:58: Strategie beschäftigt?
00:05:00: ja ja also tatsächlich Gibt es ja super viel Forschung dazu, wie Kinder lernen?
00:05:06: Wie Kinder gut lernen.
00:05:07: Es gibt auch sehr viele Forschungs-Systeme Hausaufgaben in dem Bereich und der aktuelle Forschungsstand zum Thema Hausaufgammen um das ganz kurz so als Einleitung zu verwenden bevor ich eine Frage beantworte lässt sich praktisch so zusammenfassen dass Hausaufgeben in ihrem Nutzen Nicht besonders hoch-eizuschätzend sind.
00:05:27: Wenn man sich an guckt, lernt psychologisch was hilft Kindern beim Schulerfolg?
00:05:31: Was macht Kinder fit?
00:05:33: Da schneiden Hausaufgaben ziemlich schlecht ab.
00:05:35: Insbesondere Hausaufgarben im Grundschulalter.
00:05:38: gibt es Erhebungen dass Kinder die in der Grundschule gar keine Hausaufgerbe machen müssen und den gleichen Stoff in der Schule lernen wie Kinder die Hausaufgamme machen müssen am Ende eigentlich gleich viel können Dass die Hausafgaben da keinen Benefit bringen.
00:05:50: Haus Aufgaben haben dann einen Benefit vor allem Ab der Mittelstufe, bei größeren Kindern, die dann Prüfungsrelevante Inhalte eigenständig noch mal regelmäßig wiederholen.
00:06:02: Da kann man einen Unterschied sehen zwischen Jugendlichen, die sinnvoll Hausaufgaben machen und sich nicht von Chatchi Petit diktieren lassen ... Und Jugendliche, die das nicht machen!
00:06:13: Was beim Thema Hausaufgammen auch der Forschungsstand aktuell ist, Hausaufgas helfen vor allem denen, die eh schon gut sind.
00:06:21: gute Schülerinnen und Schüler, denen der Unterrichtsstoff leicht fällt.
00:06:25: Setzen sich mittags hin und wiederholen und festigen den noch mal mit den Hausaufgaben und sind dann besonders gut vorbereitet auf die nächste Klasse damit.
00:06:32: Und können sich Dinge tatsächlich auch oft besser merken, wenn sie sie nochmal kurz und entspannt wiederholt haben.
00:06:37: Kinder, denen das Schulstoff eher schwerfällt sitzen oft nachmittags vor Hausaufnahmen, die sich überwältigend ... anstrengend und viel anfühlen wo stillen sich da irgendwie durch machen dabei selber auch oft eine menge fehler die sie sich dann merken was kein unmittelbares korrektiv gibt und dadurch schleichten sich teilweise dann auch wirklich ungute lernmuster ein.
00:07:02: Und insofern kann man sagen Hausaufgaben im Grundschulalter könnte man auch guten Gewissens, also lernen psychologisch ganz weglassen.
00:07:10: oder wenn man sie gibt sollten Sie kurz und sehr prägnant sein.
00:07:14: Und am nächsten Tag auch direkt wirklich noch mal sehr sorgfältig korrigiert und durchgesprochen werden damit die Kinder nicht was... Was sie sich so falsch erschlossen oder erarbeitet haben in ihrem Gehirn als richtig ablegen.
00:07:27: Und Hausaufgammen das ist ein ganz zentraler Punkt sind ein großer Grund dafür, dass es in Deutschland so eine krasse Bildungsungerechtigkeit gibt.
00:07:38: Also das Gebildungserfolg ist so stark vom Elternhaus abhängig ist weil man eben anders als im schulischen Setting wohne Lehrkraft alle Kinder oder Jugendlichen so ein bisschen gleichermaßen im Blick behalten kann In der Hausaufgabensituation quasi diese sozialen Unterschiede in Rheinkultur dann irgendwann sieht.
00:07:56: Da ist das eine Kind, dessen Eltern sprechen vielleicht die Sprache nicht und verstehen die Hausaufgaben deswegen nicht und können nicht unterstützen.
00:08:02: oder das Kind hat gar keinen eigenen Arbeitsplatz sitzt in der trubeligen Küche da läuft nebenbei das Radio und es wuseln Geschwister rum und es versucht sich zu konzentrieren.
00:08:10: Und ein anderes kind kriegt praktisch jeden Nachmittag von akademisch gebildeten Eltern so nach privaten Nachhilfe ja und kriegt alles nochmal total sorgfältig erklärt mit kreativen Lernmethoden nahe gebracht und hat dann natürlich einen ganz anderen Zugang zu manchen Themen.
00:08:26: Und es gibt in manchen Familien tatsächlich die Routine, dass im Prinzip alles was am Morgen an der Schule dran kam dem Kind nachmittags noch mal zur Einsbegleitung durch ein Elternteil nochmal erklärt und ausführlich beigebracht wird.
00:08:44: Da verlagert sich wirklich auch die Verantwortung für ... Bildung und Bildungsvermittlung immer mehr ins Elternhaus.
00:08:50: Und je mehr das passiert, desto mehr entsteht Bildungs ungerechtigkeit weil das natürlich unendlich viele Eltern in der Form weder zeitlich noch von den anderen Ressourcen her leisten können.
00:09:03: Das hängt eng zusammen mit dem was du erfragt hast mit den Lernstrategien und Lernressourcen.
00:09:08: es gibt dazu Bücher, es gibt dazu Kurse.
00:09:11: Es gibt ein tolles Buch von Caroline von Sankt-Angel, das heißt alles ist schwer bevor es leicht ist und sie selbst lernt und erklärt sozusagen Lernstrategien für insbesondere auch jüngere Kinder.
00:09:22: und die basieren alle sehr auf Kreativität, ne?
00:09:25: Auf dieses macht die Vokabelernzeit zur Schnitzeljagd versteckt die Vakabel in dem ganzen Haus, malt an eine große Fensterscheibe eine Deutschlandkarte und markiert die Bundesländer und die Hauptstädte.
00:09:37: und also da sind ganz viele so wirklich tolle und ansprechende und kreative Ideen drin, wo man denkt ... so passiert Lernen.
00:09:47: Also das ist sozusagen ganz viele Sinneansprüche, dass es spannend ist unterhaltsam, kreativ.
00:09:53: Und gleichzeitig muss man natürlich ehrlicherweise auch sagen, das is auch aufwendig!
00:09:57: Also eine ist zu sagen ich setze mich neben mein Kind während des Vokabelernt aber zu sagen Ich hab Nachmittagsressourcen für Schnitzeljagden Fensterbilder selbst gebastete Rechenwürfel.
00:10:09: Also da kann man schon auch wirklich einen Teilzeitjob draus machen, seit Kind dann so durch die Schule zu begleiten.
00:10:16: Lernpsychologisch ergeben diese ganzen Strategien total Sinn weil eben erwiesen ist ja es gibt ein bisschen unterschiedliche Lerntypen also nicht jeder lernt genau auf die gleiche Weise gut wobei dieses Verbreitete Klischee im Sinne von, es geht den auditiven Typ und den visuellen Typ.
00:10:36: Weil wir alle Mischtypen sind aber ist schon so dass alle Kinder und alle Jugendlichen auch alle erwachsen.
00:10:43: Am besten lernen wenn Inhalte ihnen interessant vielseitig und in Beziehung beigebracht werden.
00:10:53: oft sind eben mehrere kurze Einheiten bei denen was wiederholt wird sinnvoller als so.
00:10:57: dieses power lernen also dieser dieser gute alte Karteikasten wo man irgendwelche vokabeln reinpackt und wenn man die kann kommen sie einfach nach hinten dann wieder einfach nach hitten und wenn wir sie drei oder vier mal wiederholen hat man sich quasi im kopf und die anderen kommen nach vorne man muss die wiederholend das ergibt tatsächlich lernt psychologisch schon Sinn.
00:11:15: aber auch sowas muss natürlich.
00:11:18: Gerade bei jüngeren Kindern, mit sehr viel Geduld und Selbstdisziplin begleitet werden.
00:11:23: Und du stehst halt im Wald ... Wenn dein Kind dann da steht und sagt, mach ich nicht!
00:11:28: Mir doch egal.
00:11:29: Lern deine Vokabeln noch selber?
00:11:33: Ja, bevor wir auf den Teil kommen, hatten wir jetzt ja schon so viele andere Aspekte.
00:11:40: also wenn man jetzt auf die Eltern guckt.
00:11:43: Also wenn ich jetzt auf mich als Vater gucke dann schwankt es sehr zwischen den Polen, die du vorhin genannt hast.
00:11:48: Also wieso erwartet dieses Schulsystem?
00:11:54: Dass ich dafür Zeit und Ressourcen und Energie und Kreativität habe das zu tun?
00:12:00: Und du sagst ja ganz oben hängst so sogar noch die Bildungsgerechtigkeit.
00:12:04: Und auf der anderen Seite steht das Individuelle Das heißt ist aber mein Kind und Ich möchte dass es den Stoff schafft, dass es positive Schulerlebnisse hat.
00:12:14: Wahrscheinlich ich Dreiundzwanzig Glaubenssätze hab zum Thema, was so ein Kind halt können muss.
00:12:21: Und das klässt ja total.
00:12:23: So'n bisschen ist es ja so wie in großen Städten Eltern beim Sprengel bescheißen damit ihr Kind auf eine andere Schule geht.
00:12:30: Also
00:12:31: da ist auch so dass man sagt bildungsgerechtigsmäßig ist es völlig für n Arsch und individuell betrachtet kann nicht verstehen, dass Eltern das tun.
00:12:40: Ich sag nicht, dass ich das gut finde aber ich kann verstehen dass Eltern das tun und ich sag auch nicht, dass ich das nicht tun würde wenn ich in vielleicht so einer Situation wäre.
00:12:48: Und
00:12:48: wo genau finde
00:12:49: ich dieses Thema?
00:12:51: Ich will jetzt da nicht hin...wenn wir mal Schule diskutieren wollen, können wir das auch mal machen aber genauso finde ich es dieses Hausaufgaben-Thema.
00:12:58: Ich kann ja jetzt schlecht sagen mein Kind wegen der Bildungsgerechtigkeit machen wir jetzt leider nicht mehr Mathe als du.
00:13:04: Ich weiß genau, was du meinst.
00:13:05: Das ist ein großes Thema, dass es gerade in der Schulzeit unsere Kinder immer wieder begegnet.
00:13:11: Ob das da um Sprengel geht oder um privat bezahlte Nachhilfe geht und ob es um Privatschulen geht ... Ich kaufe meinen Kind aus bestimmten systemischen Missständen raus während andere Familien das nicht können oder nicht so priorisieren.
00:13:26: Und das schafft natürlich auch eine krasse Ungerechtigkeit!
00:13:30: Und bei den Hausaufgaben gibt's das natürlich genauso.
00:13:32: Ich würde auch niemandem raten, aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit unterstützt euer Kind so wenig wie das am wenigsten unterstützte Kind in der Klasse.
00:13:42: Das würde ja auch niemand was nützen.
00:13:48: und gleichzeitig müssen wir schon darüber sprechen, dass wenn wir als Eltern eben ... Unsere Kinder da in jeder Hinsicht durch Coaching Bücher kaufen, Online Kurse belegen irgendwelche.
00:13:59: Es gibt ja auch ganz wie so Lern-Apps die sehr empfohlen werden wo ganz viel Werbung für gemacht wird wenn wir sowas kaufen.
00:14:08: aber einfach auch wenn wir unsere eigene Zeit und Kraft und Energie investieren unserem Kind zu helfen ein Referat vorzubereiten Vokabeln zu lernen Mathe nochmal zu erklären Sind wir ein Teil dieses ungerechten Systems?
00:14:21: Das macht uns nicht zu moralisch schlechten Menschen.
00:14:23: Wir sind natürlich unserem eigenen Kind verpflichtet auch, zu sagen ich will dass es für dich möglichst gut wird in der Schule aber es ist tatsächlich so das es eigentlich eben ein großes systemisches Problem ist, dass wir dann auf individueller Ebene lösen müssen und wo's dann gar keine gute Antwort geben kann.
00:14:42: weil also Wir verschärfen eine Ungerechtigkeit, aber wir können auch nicht unser Kind von Bus werfen aus bildungspolitischer Überzeugung sozusagen.
00:14:54: Ich finde es gibt ja noch so ein Aspekt.
00:14:57: also neben der Bildungs- ungerechtigkeit gibt das halt die Teilzeitfalle oder wie sollen wir's nennen?
00:15:01: Also gibt es halt die gerade im Westen der Republik noch sehr vorhandene Prägung dass tendenziell sie mit den Kindern zu Hause ist nachmittags und das auffangen kann.
00:15:12: Es ist glaube ich etwas was sich vielleicht auch stärker spüre als Ja, de facto privilegierter Mensch.
00:15:18: Dass ich immer öfter das Gefühl bekomme zu sagen, sag mal was ladet ihr denn hier eigentlich noch alles?
00:15:27: Und da kann ich mich natürlich empören weil ich dann sage ha wie ist das denn für andere die?
00:15:32: Na bildungsungerechtigkeit.
00:15:34: Ich kann aber auch nur auf mich gucken und kann sagen ich könnte eigentlich auch nach so vier Jahren Grundschul auch mal ein kleines Diplom kriegen.
00:15:43: Aufrischung, Beibringungen, Fehler aus Märze und so weiter.
00:15:47: Wir kriegen da relativ direkte Ansagen.
00:15:49: das
00:15:50: Zuhause zu tun ist von uns.
00:15:52: Du sprichst auch mit dieser Ostwestschere durchaus ein wichtiges Thema an.
00:15:55: wir haben ja in Leipzig gewohnt eine ganze Zeit.
00:15:58: Und da merkt man noch sehr stark diese kulturelle Prägung Tatsächlich noch aus der DDR-Zeit, wo es einfach selbstverständlich war.
00:16:07: Dass sozusagen Grundschule nicht um zwölf enden kann und dann steht Mutter zu Hause und hat gekocht und ist bereit die Hausaufgaben zu begleiten sondern Mutti war in der Fabrik oder sonstwo arbeiten aber ganztags.
00:16:18: also das war der gesellschaftliche Standard.
00:16:20: einfach Und ähm... Das hat sich bis heute dahingehend gehalten, dass zum Beispiel in Leipzig jedes Kind mit einem Schulplatz automatisch auch einen Hortplatz bekommt.
00:16:31: Also du musst dich dann nicht extra um die Mittagsbetreuung bewerben und hoffen das du einen Platz bekommst und dann geht die bis vierzehn Uhr ohne Mittagessen so sondern du kriegst sozusagen... Das ist einfach Teil der Infrastruktur.
00:16:43: Ein Ganztagsplatz, der geht üblicherweise bis ungefähr sechs Uhr dreißig.
00:16:48: Da ist ein Mittagessen dabei und da ist Hausaufgabenbetreuung dabei.
00:16:52: Jetzt wird es auch eine Menge Eltern geben die sagen ja aber die is echt nicht so dolle.
00:16:56: wir müssen immer abends noch mal die Hausaufgammen nachgucken.
00:16:59: Die Kinder schreiben da irgendwas hin und sagen fertig dann wird gesagt okay dann kannst du spielen gehen.
00:17:04: also da gibt's qualitative Unterschiede und gleichzeitig hatten wir als Eltern tatsächlich ... In dieser Zeit, als unsere Kinder in Leipzig in der Grundschule in den Hort gingen.
00:17:18: Weil einfach nicht alles bei uns auf dem Schreibtisch gelandet ist sozusagen.
00:17:23: Sondern wenn dann eben ne?
00:17:25: Zwanzig Dritt-Klässler da dann sitzen und ... Hausaufgaben machen, entsteht auch so eine gewisse Dynamik zwischen den Kindern.
00:17:33: Dann zu sagen okay dann mache ich jetzt auch mit und man sieht ein bisschen die anderen Arbeiten jetzt auch.
00:17:38: Und es muss nicht jedes Elternteil individuell sein Kind da durchcoaching sondern ist halt ein bisschen so ein Gruppending.
00:17:47: eine ganz gute Hot-Erzieherin oder in der Hinsicht hat, die dann auch noch mal ein bisschen den Auge drauf haben und vielleicht einen Moment erklären.
00:17:56: Ist es im Idealfall so, dass du dein Kind irgendwann abholst?
00:18:01: Und nochmal kurz einen Blick drüber wirfst und sagst, ja, passt!
00:18:04: Dann hast du halt keinen Hausaufgaben Stress.
00:18:06: Das hab ich als riesen Kulturschock empfunden ... Als wir von Sachsen nach Baden-Württemberg gezogen sind.
00:18:14: Ähm das auf einmal... Mittagessenkochen, Hausaufgaben betreuen usw.
00:18:22: Unser Ding war und zwar nicht nur von der Erwartung dass ich dann als Mutter weniger arbeite und da immer Zeit habe das alles zu begleiten und zu erklären sondern auch so von der empfundene Zuständigkeit des einem eben auch Schulen einen Ball zu spielen im Sinne Ohne das Elternhaus geht es halt auch nicht.
00:18:42: Bildung ist unsere gemeinsame Verantwortung und da liegt ein unbeträchtlicher Teil bei Ihnen.
00:18:49: Das war was Neues für mich, ich fand's keine
00:18:52: Verbesserungen.".
00:18:55: Ich hatte dann mal ein tolles Streitgespräch im Bekanntenkreis ... Und dann stritt sich dann ehepaar mit... Also es war wirklich nur der erlebhafte Diskussion genau diese Themen!
00:19:07: Dann sagte er so In der Verfassung steht kein Recht aufs Abitur.
00:19:13: Das war schon so ein kleiner Faustschlag, ja?
00:19:18: Und was er aber eigentlich halt nur sagen wollte war Ja Leute, aber das... Was ihr da von der Schule erwartet sind ja eure Erwartungen.
00:19:29: Also das fand ich eine krasse zumindest ne sehr interessante Gegenposition.
00:19:32: mal zu dieser Frage Wessen Verantwortung ist hier eigentlich was?
00:19:36: Weil ich jetzt ja diese Position, glaube ich, ähnlich zu deiner habe oder sie auch vorher noch gesagt habe mich nervt es dass ich diese individuelle Verantwortung habe.
00:19:46: Ich bin dafür nicht ausgebildet.
00:19:47: Ich hab vielleicht mal an dem Tag schlechte Nerven oder das andere Kind ist krank oder Was weiß denn?
00:19:51: ich muss mir halt bin halt besorgt oder ich rechne halt immer noch.
00:19:56: Du weißt schon, wenn man die eine Zahl von der anderen abzieht und dann da diesen Strich zieht.
00:20:00: Ich rechne halt immer noch von oben nach unten und die rechnen von unten nach oben oder ich weiß schon nicht mehr du weißt was ich mein.
00:20:05: ja also bringst es ihnen auch noch falsch bei und verkackst du ja auch noch so ein bisschen mit den schulischen weg.
00:20:13: Ja
00:20:14: also das ist diese gegenposition zu sagen zu naja aber wieso ist jetzt die antwortung der schule interessant?
00:20:25: Das Ding ist an diesem Satz, der klingt natürlich erst mal sehr provokant und ist so ein Satz wie ein Felsvlog.
00:20:30: So bam!
00:20:31: Wo man erst mal stutzt ... Und gleichzeitig würde ich absolut zustimmen.
00:20:35: Es gibt keinen Verbricht fürs Recht auf eine Abitur.
00:20:37: aber das große Problem um es trotzdem noch zu benennen in Sachen Bildungsungerechtigkeit ist nicht warum machen nicht alle Abituren sondern warum machen Akademiker Kinder zu Achtzig Prozent-Abitur?
00:20:49: Und Kinder mit ... mit Eltern, die keinen Hochschulabschluss haben im Vergleich nur zu ich weiß nicht genau in Zahlen.
00:20:58: Und warum haben Kinder mit Migrationsgeschichte?
00:21:01: Mit gleichem Begabungsprofil so viel schlechtere Chancen darauf einen guten Universitätsabschluß zu machen als ... Kinder, deren Familien seit Generationen in Deutschland leben.
00:21:16: Bildungsungerechtigkeit kommt nicht daher, dass alle die gleichen Abschlüsse machen oder das gleiche akademische Ziel erreichen, sondern dass Kinder mit gleicher Begabung trotzdem sehr unterschiedlich gefördert werden und dass da auch ganz viel Potenziale
00:21:29: nicht
00:21:30: ausgeschöpft werden, weil so unglaublich viel Verantwortung auf dem Elternhaus lastet ... die einfach teilweise Elternhäuser gar nicht erfüllen können, auch nicht wenn sie es versuchen.
00:21:43: Genau und trotzdem ist ... Sehen
00:21:45: wir uns hoffentlich hier klar geworden?
00:21:48: Das war jetzt eine Position und mir ging's nur um das Thema ... Aber
00:21:50: ich finde es wichtig, dass trotzdem noch mal so zu trennen weil das wird dann oft von manchen Lehrkräften vermittelt im Sinne von ja was soll wieder noch alles machen?
00:21:58: für die Erziehung sind die Eltern zuständig?
00:22:00: Ja natürlich!
00:22:01: Und trotzdem ist Bildungsgerechtigkeit in dem Sinne, dass jedes Kind die gleichen Bildungschancen haben sollte, eine gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.
00:22:10: Und eben keine individuelle Aufgabe.
00:22:12: Es gibt kaum ein Land in Europa das so schlecht abschneidet in Sachen Bildungsgerechtigkeit wie Deutschland.
00:22:20: Also kaum ein land hat so ne starke Korrelation zwischen Elternhaus- und Schulabschlüssen.
00:22:25: Das heißt es ist jetzt kein Naturgesetz im Sinne von in Schulen kann man halt auch nicht alles retten sondern man kann schon ne ganze Menge machen mit nem ... Bildungssystem, dass das als Ziel auch hat mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen.
00:22:40: Genau!
00:22:40: Mir ging es ja nur um diesen Punkt wie vermittelt wird und was die üben und wie sie üben.
00:22:48: Das ist das möglich.
00:22:49: doch sein muss, dass wir nicht so viel zu Hause übernehmen müssen vor allem in so einer Verantwortung.
00:22:53: Ich hätte überhaupt nichts dagegen wo Kabeln abzufragen.
00:22:56: weißt du?
00:22:57: Ja Oder das einmal eins mal zu üben oder sowas.
00:23:00: Genau, wenn du irgendwie so oder du merkst dein Kind hat auf irgendwas Bock dann sagst du natürlich... Da steige ich drauf mit allen.
00:23:07: also wir sind jetzt zur Hälfte ungefähr eine Flohmarkt-Familie und nichts lernt ein Kind so leicht wie auf einem Floh Markt hier auf einen Euro Fünfzig Cent rauszugeben.
00:23:16: und dann ist es also weißt du die Kasse zum Schluss durch drei oder vier zu teilen.
00:23:20: So spielerische Geschichten ja natürlich immer.
00:23:23: warum wird da so viel mit dran?
00:23:27: müssen.
00:23:27: Das verstehe
00:23:28: ich nicht ganz.
00:23:29: Ja, also was ich viel überlege auch weil ich eben Kinder habe ... Ich hab Kinder denen fallen Hausaufgaben ganz leicht und die rutschen da so durch und bei denen ist das ein Kampf von quasi Tag eins an und wir haben da ganz ganz viel Stress damit.
00:23:45: Und dann denke ich immer wieder so an mich selbst als Kind und frage mich warum Hausaufnahmen machen für nicht so ein Drama war irgendwie.
00:23:54: Und das kann natürlich mit ganz vielen unterschiedlichen Dingen zusammenhängen und ich will jetzt hier auch nicht in eine tiefe psychologische Analyse der siebenjährigen Nora einsteigen, aber was ich woran ich mich schon erinnern kann ist also meine Eltern sind ja selber Lehrkräfte mein Vater Lehrer meine Mutter Lehrerin Und bei uns zu Hause hatte Schule schon auch immer einen hohen Stellenwert.
00:24:17: Das war nicht irgendwas, sondern was ganz, ganz Wichtiges ist das, was meine Eltern beruflich gemacht haben.
00:24:23: Die haben Schule gelebt und geatmet und irgendwie ist dann für mich als Kind dadurch so ein Eindruck entstanden, Schule ist in gewisser Weise eben auch nicht verhandelbar und nichts gegen, dass man großaufbegehren oder rebellieren kann.
00:24:38: Sondern es ist praktisch ein Teil ... fast so bisschen der familiären DNA, dass man Schule wirklich sehr ernst nimmt und sehr, sehr respektiert.
00:24:46: Und ich erinnere mich, dass ich ein Grundschulkind war, das ... sehr stark gebraucht hat, dass jemand bei den Hausaufgaben bei mir ist?
00:24:56: Also, ich erinner mich an wirklich Hausaufgang mit meiner Mutter oder meinen Vater sozusagen neben mir saßen und wirklich quasi Aufgabe für Aufgabe Guckt mal, jetzt ist da noch eine B-Aufgabe.
00:25:08: Und quasi immer auch ein bisschen geschaut haben, dass ich wirklich alles mache und auch assistiert habe aber eben auch so assistiert hab, dass sich möglichst viel selber lernen soll also nicht irgendwie Ergebnisse diktieren sondern eigentlich Fragen gestellt.
00:25:20: das war schon so ein Projekt auch so und ich erinnere mich aber auch an einzelne Situationen wo ich irgendwie ... Wo ich als Mutter Ehrlicherweise sagen würde, dann machen wir es heute halt keine Hausaufgaben.
00:25:35: Wo das aber sozusagen nicht zur Diskussion stand.
00:25:38: also ich weiß gar nicht mehr den genauen Kontext Aber ich hatte als Erstklässlerin Es war damals so total modern So eine mit plastik beschichtete Tafel und darauf Also wo so diese Grundschullinien drauf waren Und da mussten wir wenn wir neues Wort gelernt hatten immer eine Tafelfoll.
00:25:57: Ne, wenn wir einen neuen Buchstaben gelernt hatten.
00:25:59: Immer eine Tafel voll mit Wörtern mit diesem Anfangsbuchstaben schreiben und dann musste man das am nächsten Tag in der Schule zeigen.
00:26:05: Und dann wurde das wieder so abgewascht und hat man am nächsten tag wieder neue Wörter draufgeschrieben.
00:26:10: Ich erinnere mich an ein Abend ... ich kann dir nicht mehr die genaue Genese sagen aber ich muss in der ersten oder zweiten Klasse gewesen sein.
00:26:17: Da fiel mir relativ spät abends also nach dem Abendessen ein Oh nein!
00:26:24: Wörtertafel vergessen.
00:26:26: Ich muss noch Wörtern mit weh
00:26:28: schreiben.".
00:26:29: Und ich war schon super müde, es war eigentlich so wirklich schon quasi Schlafenszeit für mich und trotzdem war klar, ich kann nicht am nächsten Tag ohne diese Wörther in die Schule gehen.
00:26:40: also sagt meine Eltern kommen wir schaffen das zusammen Und ich saß dann da am Tisch und mein Vater rechts von mir, meine Mutter links von mir.
00:26:47: Sie diktiert mir das irgendwelche Wörter mit weh, weil ich schon so müde war, dass ich keine Wörte mehr ausdenken konnte aber trotzdem musste ich die noch schreiben.
00:26:55: Ich erinnere mich dran wie mein Vater immer sagte jetzt machst du im Schluss noch Waschmaschine!
00:26:58: Das ist so lang?
00:26:59: Da hast du eine ganze
00:27:00: Seite
00:27:00: voll.
00:27:01: Also wirklich auch total süß.
00:27:04: Und ich erinnert mich daran, dass sich weinend da saß und diese Worte geschrieben hab... Weinen vor Müdigkeit, Erschöpfung für Überforderungen.
00:27:13: Meine Eltern haben mir ja geholfen und unterstützt und gesagt komm gleich hast du es geschafft?
00:27:18: usw.,
00:27:18: aber quasi die Option auch die gedankliche Option zu sagen lasst es halt weißt du?
00:27:24: Die gab's irgendwie nicht also weder für sie noch für mich.
00:27:27: das war klar.
00:27:28: das muss jetzt noch passieren.
00:27:30: ich muss da jetzt noch Waschmaschine hinschreiben auch wenn wir die Tränen übers Gesicht laufen so und das finde ich im nachhinein einfach psychologisch interessant, dass ich denke was ist da passiert?
00:27:41: und ich weiß nicht ob das jetzt nur so auf meiner individuellen Ebene ist oder ob das auch ein bisschen eine gesellschaftliche Ebene.
00:27:46: Dass mein Eindruck ist als ich in die Grundschule ging war für viele Kinder und für viele Eltern Hausaufgaben machen Nichts wirklich verhandelbar Auch wenn es einem gerade nicht gut geht.
00:27:58: So Und heute erlebe ich schon bei mir selber und bei vielen anderen Eltern die ich kenne auch sehr viel mehr So dieses Mitgefühl, diese Nachsicht auch ein bisschen dieses zu sagen.
00:28:11: Ach das arme Kind!
00:28:12: Das hatte jetzt echt schon einen harten Tag und es ist schon spät Und eigentlich sind doch Hausaufgaben eh wissenschaftlich sinnlos.
00:28:19: Ich schreibe dem Kind eine Entschuldigung oder ich schreiber mit der linken Hand diese Wörtertafel selber voll Oder ich helf meinem kind da raus.
00:28:26: so.
00:28:27: und manchmal frage ich mich und das ist eine wirklich ehrliche Frage ob manche der Ich sag mal so ein bisschen Hausaufgabenprobleme, die wir in unserer Familie haben.
00:28:37: schon auch da herrühren, dass ich beim Thema Hausaufgaben nie so eine klare Kante hatte quasi von Tag eins an zu sagen.
00:28:44: Das ist so sicher wie das Arm in der Kirche diese Hausaufgammen werden gemacht egal wie es dir geht, egal ob du weinst, das passiert.
00:28:50: Sondern ich war immer superweich und hab schon gesagt Hausaufgramm sind wichtig und habe auch immer wieder versucht mit irgendwelchen halbseitenden Erpressungen im Sinne von ohne Fernsehen keine Medienzeit und so ne?
00:29:01: Dass du zu befördern und gleichzeitig Immer und immer wieder auch gesagt, ich schreib dir jetzt eine Entschuldigung.
00:29:09: Ich dicke dir die Ergebnisse, ich mach's für dich, du siehst so fertig aus!
00:29:13: Und immer auch dieses Gefühl gehabt ... Ich kann doch nicht ein weinendes, erschöpftes Kind da noch irgendwelche Sachen schreiben lassen?
00:29:26: Vergesst du, worauf ich hinauswähle so'n bisschen?
00:29:28: Also...
00:29:30: Ja, also, ich weiß ... Ich weiß, woher oft ich rauswählst.
00:29:35: Ich möchte nur auf den Unterschied hinweisen zu zum Beispiel, was ich jetzt eingeworfen habe.
00:29:39: Zähne putzen oder sowas.
00:29:42: Zäne putzten davon bist du ja selber überzeugt?
00:29:46: Ja!
00:29:48: Und bei den Hausaufgaben die kommen ja von außen...
00:29:50: Ja und ich bin nicht davon überzeugt.
00:29:56: Das heißt... Da hast Du Dich ja selber als ambivalent gezeigt eigentlich schon aus Deiner Erfahrung deiner Kindheit.
00:30:02: entscheidend sehr und jetzt wird es ein bisschen weicher.
00:30:07: Aber der Unterschied ist trotzdem, es kommt von außen.
00:30:10: Das heißt das weinende Kind weint ja hoffentlich nicht weil die böse Nora sonst Netflix für drei Wochen streicht sondern es weint weil es... Sondern es weindt weil es keine Chance hat Weil es ja morgen vor Frau Müller oder Herrn Meier steht und sagen muss ich hab's nicht Und Ich erlebe Kinder oft so dass sie Autorität nicht hinterfragen, dass sie sich vor der Lehrerin ja nicht die Blöße geben möchten.
00:30:43: Und deswegen auch die Sinnhaftigkeit des Tuns nicht in Frage stellen oder auch... Das war eine Riesenaufgabe!
00:30:49: Die Mathe-Aufgabe eins hatte neunzehn Unteraufgaben.
00:30:52: Meiste Kette geht dann plötzlich bis L oder so.
00:30:55: Das Kind hat schon eine Stunde geackert und ist noch nicht fertig das es das überhaupt nicht in Relation setzen kann.
00:31:00: zu Ja, aber im Morgen muss ich da wieder hin und dann macht einer dieses Heft auf und sagt oder dieses Arbeitsbuch.
00:31:06: Und sagt ja also du wusstest doch dass wir das heute kontrollieren weißt Du?
00:31:12: Ich würde deswegen gerne ein Stück weit von deinen Schultern nehmen wenn ich darf weil es nicht nur zwischen euch beiden zu verhandeln ist.
00:31:21: Also du hängst ein ganz großes Schildchen und sagst in diesem Haus bin ich die Hausaufgabenkönigin ich entscheide.
00:31:29: Ich hab mehrere Gedanken zu.
00:31:31: Erst mal möchte ich unterschreiben, was du sagst, dass viele Kinder einfach auch einen starken Druck spüren in der Schule ... Erwartungen erfüllen zu wollen.
00:31:41: Und zwar gerade auch Erwartung von Autoritäten, also so eine gewisse Autoritätshörigkeit haben viele nicht alle Kinder in der Grundschule sehr verinnerlicht und deswegen gibt es ja oft diesen Logalitätskonflikt.
00:31:52: wenn dann Eltern sagen du das musst du nicht machen aber dann ist die Frau so von mir ganz enttäuscht.
00:31:58: oder ich muss das machen.
00:31:59: und ich habe vor kurzem mich mit der Mutter eines Kindes unterhalten.
00:32:02: das fand ich tragisch.
00:32:04: dieses Kind Das ist im Autismus-Spektrum.
00:32:07: Und der Schulbesuch, also geht auf eine reguläre Schule, ist für dieses Kind sehr anstrengend und Hausaufgaben sind am Nachmittag kaum noch machbar.
00:32:17: Deswegen hat dieses Kind eine offizielle Hausaufgrabenbefreiung von der Psychiaterin unterschrieben.
00:32:23: Die Lehrerin sagt klar ... gar kein Problem.
00:32:26: Aber dieses Kind, das so Regeln liebt und weiß ... aber es ist doch eigentlich die Regel in der Schule!
00:32:32: Alle anderen Kinder müssen auch diese Hausaufgaben machen.
00:32:34: Am nächsten Tag werden sie kontrolliert.
00:32:37: Kann das für sich nicht sozusagen annehmen und integrieren?
00:32:40: Dass es diese Ausnahme bekommt.
00:32:41: Das heißt jeder Nachmittag ist ein Kampf, weil das Kind ... Die Regeln befolgt.
00:32:47: ... kann Hausaufгaben zu machen und es auch nicht aushalten kann keine Hausaufgamme zu machen.
00:32:52: diese zwei Interessen in seinem Inneren.
00:32:54: Ich will mich an die Regeln halten und ich will dieses System quasi mitmachen, und ich schaff's aber nicht!
00:33:01: Dieses Kind dann in so einen inneren Konflikt bringen?
00:33:04: Das ist dann richtig teilweise aggressiv, wenn man mit diesen Schul-Sachen um sich wirft... Und alle wollen helfen.
00:33:09: Also Idealfall, in der sich die Eltern sind super unterstützend, die Lehrkraft ist super unterstützt, die Psychiaterin ist unterstützender bei.
00:33:15: das Kind kommt aus diesem inneren Struggle nicht raus weil es spürt in der Schule gehören Hausaufgaben aber eigentlich doch dazu.
00:33:22: Und das ist natürlich jetzt ein Extrembeispiel, aber das zeigt natürlich wie ... Komplex diese Lage ist, weil es bei Hausaufgaben eben nie nur um Hausaufgang geht.
00:33:32: Dann immer auch um Erwartungen und Beziehungen, ein gutes Kind sein wollen.
00:33:37: Niemand enttäuschen wollen, niemanden verletzen wollen.
00:33:40: Und auf der anderen Seite aber manchmal auch um so ein Freiheits- und Autonomiethema.
00:33:44: Das gibt's ja auch, dass Kinder sagen ich mach' es gerade deshalb nicht, weil die Frau Müller das von mir morgen erwartet, weil sie hat mir schön gar nichts zu sagen!
00:33:52: Also die bestimmt schon so viel... Am Vormittag ist das, dass ich mit ihr von der nicht auch noch sagen, was ich am Nachmittag zu tun habe.
00:34:01: Und auch das ist ja eine Entwicklungspsychologisch ein total nachvollziehbares Verhalten.
00:34:08: wenn Kinder das Gefühl haben sie werden in ihrer Autonomie zu sehr beschnitten und je nach Kind unterschiedlich früh der Fall dieses Gefühl dann schießen die gegen und dann müssen sie sich dagegen wehren.
00:34:19: Und da haben viele Schulen, viele Lehrkräfte, viele Eltern auch keine wirklich passenden Antworten drauf weil wenn man an den Druck erhöht das Kind einfach immer mehr erpresst hat es ja immer noch weniger Autonomie.
00:34:33: und gleichzeitig wenn man dann sagt ja dann lass es halt kann das schon auch mal sich so auswachsen dass es dann irgendwann Prinzipiending wird zu sagen Mache ich nie wieder Hausaufgaben.
00:34:43: Das ist der Kampf, in den ich ziehe mit meinen sieben Jahren oder neun oder elf.
00:34:51: und dann ist es häufig so das Lehrkräfte sozusagen sagen ja wir können das schon mal für zwei Wochen laufen lassen aber jetzt so langsam wäre's halt auch wieder dran.
00:35:01: Und das Kind ist aber noch lange nicht an dem Punkt sich dem wieder zu beugen und sagt vielleicht sogar ... das ging doch die letzten Wochen auch ohne dass er jetzt mega ungerecht und willkürlich.
00:35:12: dass ich jetzt wieder Hausaufgaben machen soll, weißt du?
00:35:14: Also das ist echt kompliziert.
00:35:19: Möchtest du noch ein positives Beispiel hören?
00:35:21: Nein, nein, nein!
00:35:22: Ich glaube nur, es wird... Das ist wieder ähnlich zu diesem einerseits und andererseits was wir vorhin hatten.
00:35:26: ja weil ich kann jetzt auch niemandem glaub ich empfehlen zu sagen fangt ihr ruhig schon mal an damit hausaufgabe abzusägen.
00:35:33: Weißt du also da kommst du ja nicht raus eigentlich?
00:35:39: Ja Also du kommst natürlich manchmal raus aus Hausaufgaben, wenn du eine Schule wählst wo es keine Hausaufgauben gibt.
00:35:46: Wobei meine Kinder dann auch schon mit Schrecken festgestellt haben dass die Schulen, die sich auf die Fahnen schreiben keine Hausafgaben meistens dann Hausaufgeben einfach in der Schule integrieren und dann hast du einfach längere Tage da.
00:36:00: Was ich meine ist das den meisten Kindern wahrscheinlich eher aktuell geholfen ist irgendein kleines ritualisiertes Regelmäßigkeit irgendwie mit in den Alltag einzuüben als so einen... Heute mal so und heute mal so.
00:36:14: Du fängst ja an mit der Frage, ist es so schwierig?
00:36:17: Weil ich selber damit ambivalent und unklar bin und das irgendwie auch irgendwie nicht einsehe.
00:36:21: Und ich habe gesagt ne, ich glaube dass es alleine nicht.
00:36:24: Aber wenn man in so einer Situation steckt dann ist immer die frage was hilft am ehesten?
00:36:28: und da würde Ich jetzt stand jetzt wenn ich dir so zuhöre plädieren zu sagen
00:36:31: mach kleine Schritte
00:36:32: jeden tag um die gleiche zeit Am gleichen platz zehn Minuten.
00:36:40: Nicht das ganz große Rat und nicht jeden Tag anders, aber ich bin kein Lernpsychologe.
00:36:47: Wie gesagt wir haben das auch schon in dieser Weise gemacht und manchmal hat es dann besser funktioniert.
00:36:52: Und was ich als positiv Beispiel zum Beispiel mal erzählen kann mit einem unserer Kinder wo Hausaufgaben ein sehr schwieriges Thema war Haben wir irgendwann ergründet dass ein Grund dafür dass die Hausaufgarben für dieses Kind so sehr schwer sind dass die Hausaufgaben so unberechenbar lang sein können.
00:37:11: Genau das, was du gerade so beschrieben hast dieses Mathehausaufgabendes Kind hat schon eine Stunde gerechnet und gefühlt ist immer noch zwei Drittel übrig und man sieht den Nachmittag davon schwindeln.
00:37:22: Und da hatten wir mal ein wirklich sehr gutes und konstruktives Gespräch mit einer Lehrkraft wo wir das dann angesprochen haben wo dann wir uns mit der Lehrerin gemeinsam darauf verständigt haben, dass es quasi so ein Hausaufgaben-Zeitfenster gibt.
00:37:37: Dass wir sagen damals war das an jeden Tag eine halbe Stunde und die Hausaufгaben, die bis dahin geschafft sind ... Reichen sozusagen.
00:37:46: Also wir hatten dann praktisch die Absprache mit der Lehrkraft, wir sitzen daneben und gucken das in dieser halben Stunde wirklich auch gearbeitet wird.
00:37:52: Und danach machen wir quasi einen Strich ins Heft und sagen, dreißig Minuten waren vorbei bis hier geschafft Unterschrift Eltern und dann galt die Hausaufgabe sozusagen als erledigt.
00:38:01: Das hat tatsächlich bei uns eine ganze Zeit lang ziemlich gut getragen, weil es da eine Berechenbarkeit war.
00:38:07: Genau wie du sagst jeder Tag gleicher Tisch, gleiche Uhrzeit.
00:38:11: Es gibt ein bisschen was zu trinken und einen aufgeschnittenen Apfel und wir machen eine halbe Stunde Hausaufgaben dann ist vorbei.
00:38:16: Und diese Berechenwahrheit hat total gut geholfen bis irgendwann von schulischer Seite kam.
00:38:25: das was das Kind in der halben Stunde schafft ist einfach zu wenig.
00:38:31: Wir geben jetzt mal die Sachen, die über die letzten Monate alle nicht geschafft wurden zum Nacharbeiten mit.
00:38:39: Ja, das ist scheiße.
00:38:44: Weil dann ... weil die Crooks von offeneren Lernformen sind ja immer am Ende des Schuljahres steht der Lehrplan und da muss der Stoff irgendwie drin sein.
00:38:55: Das ist dann immer so der Entgegner.
00:39:02: dennoch gefällt mir und was es nämlich auch hat ist ein gewisses verbünden nicht gegen die Lehrkraft um Gotteswillen aber gegen die Hausaufgaben.
00:39:13: Und ich finde, sagen wir mal als Weiterentwicklung das gefällt mich schon gut.
00:39:17: also sozusagen du ich sitze hier auch nicht gern Aber ich sitze hier mit dir zusammen und nicht, du.
00:39:24: Ich sitze ja auch nicht gern Und ich sitz ja hier wegen dir weil du so lange brauchst.
00:39:27: das sind für mich fundamental andere Botschaft und daran versuche ich mich manchmal guten tag zu erinnern sagen Ich sag dann auch mal sowas wie
00:39:35: nimm
00:39:35: linear des mögen lehrer gerne also da.
00:39:38: Da versuch ich dann so ein gewisses hey wir zwei zusammen Ich weigere mich sozusagen der Hausaufgaben trafende zu werden.
00:39:48: Das wäre so sagen wir mal Ich sag nicht, dass ich
00:39:50: es immer
00:39:50: schaffe.
00:39:51: Aber das wäre sozusagen mein... Das
00:39:52: wär der Ideal!
00:39:54: ...das wäre glaube ich die bessere innere Haltung.
00:39:56: Ja also in was Familie Leichter macht, schreibe ich da auch einiges drüber über Schule insgesamt und auch über Hausaufgaben.
00:40:04: und da schreiber ich diesen Satz, dass sozusagen mein Ideal oder meinen Wunsch ist, nie zwischen mir und meinem Kind steht.
00:40:14: Dass die uns quasi nicht trennen kann oder auseinanderbringen, dass sie nicht einfach mal wir miteinander in ein Beziehungsgeflick kommen über die Schule sondern das wie du sagst, wir gemeinsam verbündet uns diesen schulischen Aufgabenstellen in irgendeiner Form.
00:40:27: Nicht wir gegen die Schule also nicht wie bei einem Kampf aber schon sozusagen... Die Schule steht da und du und ich, wir stehen hier.
00:40:36: Wir sind sozusagen ein Team im Umgang mit allem was diese Schule so bringt.
00:40:40: Und das ist mein Wunsch?
00:40:43: Das ist gleichzeitig in der Praxis oft so schwer zu leben.
00:40:50: Bei diesen Hausaufgaben ... Ich weiß gar nicht wie sehr wir jetzt zum Teil gehen wollen aber ich hab immer das Gefühl, ich kann total gut... Begleiten und auch geduldig sein.
00:41:00: Und mit kreativen Lernstrategien um die Ecke kommen, solange ich mein Kind grundsätzlich als kooperativ erlebe?
00:41:07: Ja also wenn ein Kind vor den Hausaufgaben sitzt und sagt Mama Ich verstehe es einfach nicht.
00:41:11: Ich versteh's einfach nicht habe ich so viel Verständnis und kann sofort mich hinsetzen und sagen kein Problem ich erklär dir das Alles nur, also gar kein Ding.
00:41:21: Ja und Mama ich hab Angst vor der englisch-arbeit Ich schaff das nicht überhaupt kein ding.
00:41:26: wir machen einen plan ich wiederholen mit die jeden tag die Aufgaben Das kriegen wir alles hin.
00:41:31: so da bin ich voll in meinem element.
00:41:32: ja aber mein entgegner ist diese ... rottige Verweigerung.
00:41:39: Und ich sag das jetzt so ein bisschen, weil es sich in dem Moment so anfühlt!
00:41:42: Ich seh da trotzdem, dass dann natürlich auch ganz viel Not und Verzweiflung und Erschöpfung noch alles im Mix ist.
00:41:49: Aber es ist trotzdem.
00:41:51: in dem moment fühlt sich das so fies an... Weil es mich auch in so eine Hilflosigkeit katapultiert.
00:41:57: Weißt du?
00:41:59: Ganz viele tolle Lernstrategien irgendwie anzubringen und meinem Kind richtig toll durch die Schule zu helfen.
00:42:05: Und mein Kind lässt mich ja sozusagen all glatt runterlauft und sagt, du kannst dich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln?
00:42:10: Ich werde nichts tun!
00:42:12: Und ich habe wirklich schon so Machtproben Nachmittage verbracht wo quasi ein Kind am Tisch sitzt... und sich weigert, wirklich aus Prinzip auch nur einen Buchstaben zu schreiben.
00:42:24: Dann setze ich mich daneben und sag wir stehen jetzt nicht auf, dumm natürlich auch.
00:42:27: aber bist du zumindest die A-Aufgabe gemacht hast?
00:42:31: Und dann sitzt man da und dann vergeht eine Stunde und dann vergehen zwei Stunden und ein eigener Nachmittag ... Weißt du?
00:42:39: Fließt dahin!
00:42:41: Das wird so blöder ... Machtkampf!
00:42:45: Man wird so genervt und gestresst die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann anfängt, die Daumenschrauben immer mehr anzuziehen und sagt, wenn du jetzt nicht machst dann nehm ich dir was, was ich was weg.
00:42:58: Also bei uns ist es immer so der Wundepunkt des Immermedien Zeitjahrs.
00:43:03: Und dann weint das Kind und macht's aber trotzdem nicht.
00:43:05: Man denkt so in welcher Vorhörle bin ich hier gelandet?
00:43:12: Das ist wirklich schwer!
00:43:15: In meiner Erfahrung ist es schon auch so, Lehrkräfte, die wirklich liebevoll und bemüht mit einem wertschätzenden Blick aufs Kind sind.
00:43:24: Auf so eine Frage ja was mache ich denn wenn mein Kind kategorisch sich weigert Hausaufgaben zu machen?
00:43:30: Nicht wirklich ne Antwort wissen.
00:43:32: also meistens sagen dann tatsächlich Lehrkräften auch so ein Mittelding aus.
00:43:36: sie müssen halt klar sein und im Zweifelsfall Tablet wegnehmen wo ich so denke.
00:43:42: das bringt mich auch nicht weiter.
00:43:45: Und ich weiß natürlich auch, man soll nach Gründen suchen und gucken.
00:43:49: Was steckt dahinter?
00:43:50: Hat das Kind diese Union Probleme?
00:43:52: Manchmal steht dahinter einfach ... Ich hab jetzt keinen Bock mehr!
00:43:57: Ich habe heute Morgen in der Schule noch einigermaßen kooperiert.
00:44:01: Und ich empfinde Hausaufgaben als Hausfriedensbruch.
00:44:05: Das ist ja auch was, was immer mal so in pädagogischen Kontexten gedroppt wird.
00:44:10: Und ähm ... ich mach das nicht.
00:44:13: Und was machst du dann?
00:44:15: Und dann zu sagen, Schule soll nicht zwischen mir und mein Kind kommen.
00:44:17: Das ist ein heres Ideal und ein schönes Ziel.
00:44:20: aber das ist was, was mir oft auch schwerfällt weil ich selber anfange mit meinen eigenen Glaubenssätzen ins Hardern zu kommen sind.
00:44:27: gute Eltern schaffen es doch dass ihre Kinder Hausaufgaben machen?
00:44:30: Gute Eltern schaffen das doch auf liebevolle positive kreative Weise ihre Kinder zu motivieren.
00:44:37: oder weißt du?
00:44:42: Ich fühle sehr mit dir.
00:44:43: Ich würde das abbrechen.
00:44:48: Sieht ihr ehrlich sagen?
00:44:49: Ja.
00:44:49: Weißt du wahrscheinlich selber längst, aber ich würde es abbrechnen.
00:44:53: Also ich saß da selber als Kind so ungefähr sehr sehr sehr lang und da habe ich gar nichts gelernt glaube ich wirklich gar nichts.
00:45:05: Und dadurch fiel es mir glaube ich leichter so eine Situation nicht zu wiederholen weil ich mich daran erinnern konnte.
00:45:14: Ich habe fürchte ich manchmal den schwarzen Peter dann so in Richtung Naja, du bist es ja der da morgen hingeworfen.
00:45:22: Das ist jetzt auch nicht pädagogisch wahnsinnig wertvoll aber sozusagen was er dann oft dazu führt dass das Kind morgens plötzlich Bauchweher hat.
00:45:31: und ich weiß warum das Kind plötzlich Baachweher hält.
00:45:36: Das wäre so meine halbe Antwort auf die Frage.
00:45:40: Und spannend wird's ja dann ab.
00:45:42: sagen wir mal mittelstufe Die klang vorhin nur kurz an.
00:45:47: Wenn ja dann die Zeiten deutlich länger werden, also diese halbe Stunde ist ja glaube ich... Ich kenne diese Tabelle nicht, aber ich habe die mal gesehen.
00:45:54: Ja erstes Klasse Viertel bis halbe stunde und so weiter?
00:45:57: Ich weiß gar nicht genau, es gibt eine Tabellung.
00:45:59: Sechste
00:46:00: Klasse guckst du da ungefähr, die kaufen sich den ganzen Nachmittag so ungefähr.
00:46:04: Ich weiss es nicht, ihr müsst nachschauen, ich mag jetzt nicht Google im Podcast Und gleichzeitig sollen sie ja immer selbstständiger werden oder die Bezüge werden immer größer oder du steigst halt auch am Stoff
00:46:14: aus.
00:46:14: Also bei mir war es so, unser Kind lernte ab der sechsten Klasse Französisch und ich hatte Französische nicht.
00:46:21: Ich bin dann zum Französischen Lächeln gegangen und habe gefragt sagen Sie, ich kann das nicht!
00:46:27: Das ist eine neue Erfahrung.
00:46:29: gesagt ja auch wissen sie bis zur achten Klasse ist der Stoff eigentlich noch übersichtlich.
00:46:33: da können sich ruhig mitlernen.
00:46:40: Vielleicht billiger als Volkshochschule aber das hätte ich jetzt gerade nicht vor.
00:46:43: also Was machst du denn dann, wenn autonomie stärker wird?
00:46:47: Wenn vielleicht pubertät einsetzt.
00:46:49: Wenn dann Kind sagt mach ich nicht.
00:46:52: Ich würde nur sagen das Problem geht ja nicht weg.
00:46:55: Das ist kein Grundschulproblem es wird eher noch... Es kann noch stärker werden.
00:47:00: und bei den großen bei den größeren mit den älteren Kindern argumentieren wir ja dann eigentlich schon immer stärker mit.
00:47:06: Da bist du dann irgendwie auch selber verantwortlich.
00:47:08: aber was genau Kann jetzt ein siebtklässler dafür dass er durchfällt?
00:47:12: Ja Das ist auch ein wirklich schwieriges Thema.
00:47:16: Wir hatten das mit unseren großen Kindern und ich habe da eben auch gemerkt, wie krasser die Schere aufgeht was Eltern in welchem Alter noch als ihre Verantwortung empfinden und was nicht.
00:47:28: also ich hab vor kurzem eine Bekannte getroffen.
00:47:33: Sie hat über sich selber lachen müssen.
00:47:34: Ich hab gefragt, wie geht's?
00:47:36: Und sie hat gesagt ich bin ein bisschen gestresst.
00:47:37: wir schreiben morgen Erdkunde und was die damit meinte war ihr Sohn schreibt Erddkunde in der siebten Klasse.
00:47:44: aber sie war im Stress weil sie musste diesen ganzen Stoff noch so lernen und die sagte wirklich zu mir die ist eine ganz involvierte Mutter dass sie wirklich ihr zwei Kinder ja beide in der Unterstufe das sie quasi jeden Tag Einfach unendlich viel Schulstoff sich drauf schaffen muss, quasi gemeinsam mit ihren Kindern und für ihre Kinder um die adäquate Schule zu begleiten.
00:48:06: Aber das ist auch ganz klar.
00:48:08: zu ihrem Selbstverständnis als Mutter gehört dass man einen Drei Zehnjährigen nicht sich allein auf eine Erdkunde-Klausur vorbereiten lassen kann, sondern dass es ihr Job ist.
00:48:18: Und zwar wirklich sehr ausführlich reinzuarbeiten, welche Themen kommen dran, Lernspiele dazu zu machen und so.
00:48:25: Dann ist das auch für sie voll wichtig, welche Note da am Ende raus kommt.
00:48:28: Weil es ist auch ihre Note!
00:48:30: Wie war meine Vorbereitung?
00:48:32: Wenn das Kind dann ne zweien Erddkunde schreibt, hab ich richtig gemacht.
00:48:36: Das fand ich deswegen so spannend, weil ich gemerkt habe, meine Kinder mit drei Zehnen, die hatten mir einen Vogel gezeigt wenn ich gesagt hätte, unsere Erdpundearbeit ist morgen.
00:48:46: Ich hab ein fröhliches Länderspiel vorbereitet oder so.
00:48:52: Also die haben wirklich ab der weiterführenden Schule sehr, sehr bald uns als Eltern gegenüber unmissverständlich klargemacht Das geht euch gar nichts an.
00:49:02: Bis zu, wir sagen euch nicht, wenn Klassenarbeiten sind, das ist unser Ding!
00:49:06: Und das fand ich so schwierig, weil ich es auch aus meiner eigenen Kindheit anders kannte und dann schon auch so dachte ... Hab ich nicht als Mutter ein Recht darauf?
00:49:12: Zu wissen wann du was schreibst?
00:49:14: Ich musste's doch vorbereiten, begleiten, kontrollieren, was auch immer.
00:49:19: Und ich hatte irgendwann mal eine Situation mit einem unserer älteren Kinder.
00:49:23: da war das Kind vielleicht in der sechsten Klasse, würde ich sagen.
00:49:27: Da bin ich ohne das Böse zu meinen an seinen Schulranzen gegangen, um mir quasi anzugucken.
00:49:33: Was gerade so in der Schule los ist?
00:49:34: Weil ich dachte, ich muss doch als Mutter Bescheid wissen und dann das Kind super empört!
00:49:39: Und da könnten wir jetzt einen Bezugs- und Privatsphärefolge machen.
00:49:42: So im Sinne von, was machst du an meinem Schulrancen ohne zu
00:49:45: fragen?!
00:49:47: Das sind meine Sachen drin!
00:49:48: Das geht dich nichts an, du kannst ja nicht einfach meinen Hausaufgabenheft angucken... Und ich war noch so in diesem ... Das muss sich doch als Mutter.
00:49:58: Na ja, und wir haben dann tatsächlich von unseren Kindern ein bisschen lernen müssen.
00:50:04: In dem Fall, ich will das nicht generalisieren, bei unseren Kindern war es dann so, dass nichts Gutes dabei rauskommt, wenn man sich über diese Grenzen hinweg setzt.
00:50:12: Sondern dass dann wirklich mal den Kindern relativ bald viel Verantwortung in schulischen Dingen überlassen.
00:50:19: Und das ist nicht so rosarot-und romantisch.
00:50:22: Wie das jetzt vielleicht klingt.
00:50:24: Da ging's dann durchaus auch um so Themen wie ... Wenn ich die Klasse wiederholen muss, ist das halt so und wenn ich auf eine andere Schule wechseln muss, dann ist es halt so.
00:50:32: Und wenn ich keinen Schulabschluss mache, ist immer noch meine Entscheidung nicht deine!
00:50:36: Und da hab' ich als Mutter schon teilweise geschluckt und gedacht, ist es das?
00:50:41: Kannst du das wirklich mit vierzehn abschätzen?
00:50:44: Und gleichzeitig immer die Frage was ist die Alternative?
00:50:48: also wenn Kind halt wirklich sagt, ich lern nicht mit dir Weißt du, dann bist du schnell wieder in so einer Pat-Situation zu sagen.
00:50:54: Du sitzt da an einem Tisch und sagst ich steh nicht auf bis du mit mir Erdkunde gelernt hast nur dass das Kind das daneben dir sitzt halt vierzehn ist oder so noch mal willens stärker ja und nochmal mehr dieses Gefühl gibt ja du kannst hier auch bis heute Abend sitzen.
00:51:09: Ich mach das halt nicht wenn ich das nicht will.
00:51:11: also man könnte vielleicht heraus hören dass wir recht willensstarke Kinder haben.
00:51:14: Und bei unseren Kindern die nicht repräsentativ sind muss ich sagen, dass dieses Verantwortung abgeben sich gelohnt hat.
00:51:24: Nicht im Sinne von.
00:51:25: auf einmal wurden alle Noten super und nie ist hier mal sitzen geblieben und alle haben jetzt brillante ... Also gar nicht!
00:51:31: Aber die haben wirklich ... sich geübt auch in Verweigern ähnlich war.
00:51:36: Keine Hausaufgaben, ich lerne nicht.
00:51:38: Ich schreib auch meine Fünfe, ich schreibe auch meine Sechs also ne?
00:51:40: Und dann aber irgendwann selber diese Kurve gekriegt von so macht Thula irgendwie auch keinen Spaß.
00:51:47: Es ist schon ... Und ich will auch einen guten Abschluss, vielleicht doch haben.
00:51:52: Jetzt mach' ich das!
00:51:53: Und ... wirklich dann so kurz vor Schulabschlussprüfung gab's nach Jahren, wo wir gar nichts machen durften auf einmal wieder Annäherungen von hey, Mama du bist doch ganz gut in Deutsch.
00:52:07: Könntest du mir noch mal erklären?
00:52:10: auch nicht nachtragen zu sein, sondern zu sagen okay du hast mich sieben Jahre aus allem ausgesperrt was mit Schule zu tun hatte.
00:52:16: Aber klar erkläre ich dir gerne das Metrum!
00:52:18: Das ist mein Lieblingsthema.
00:52:21: Also zwei Dinge würde ich dazu gern sagen dass eine provokante gesagt die Stoffmenge ist meistens sehr übersichtlich.
00:52:29: also den Stoff den einen keine Ahnung Drittklässler in Mathe macht den kriegst so auch in sechs Wochen nachgeholt.
00:52:35: es ist meist nicht der Stoff sondern ist dieses ganz andere drum rum, was es Schule ist und die Stifthaltung und die Gruppendynamik.
00:52:43: Also diesen Anschluss kriegt man eigentlich irgendwie hin.
00:52:46: Und das zweite ist je früher wir uns aufhören viel einzumischen, desto eher kommen die auch mit eigenen Strategien, mit Lernstrategien aber auch mit Vermeidungstricks und all diesen Dingen um die Ecke.
00:53:00: Da kommen sie auch erst drauf wenn Sie selber in Charge sind also Die Mechanismen von Schule, von Prüfungen und von Abschlüssen.
00:53:09: Von Noten und so weiter.
00:53:12: Wenn Sie die gecheckt haben das ist ja oft zu halbe Miete habe ich den Eindruck.
00:53:16: Ich sage immer im Anfang des Jahres sofort gute, mögliche Noten machen dann lässt sich der Lehrer den Rest des Jahres in Ruhe.
00:53:22: Und wenn du sowas mal irgendwie verstanden hast dann Schule is auch ein Spiel weil die ja irgendwann auch merken der neben mir macht genauso gleich wie ich kriege aber eine schlechtere Note Und dann merken sie, dass das Ganze ja gar nicht so objektiv ist wie es immer klingt.
00:53:36: Ja und ich muss ehrlich sagen also wenn ich das jetzt so erzähle, dass wir da unsere Kinder in Ruhe gelassen haben und sich das ausgezahlt hat möchte ich das auf keinen Fall als Weisheit.
00:53:48: letzter Schluss dastehen lassen Ich kenne durchaus auch Erwachsene In unserem Alter die sagen, ich wünsche mir selber im Rückblick meine Eltern hätten sich bisschen mehr für mich und meine Schule interessiert.
00:53:59: Und mir da auch ein bisschen mehr Druck gemacht nicht in Sinne von draconischen Zwangen und Strafen und Erpressung.
00:54:05: aber wenn natürlich du zu einem dreizehnjährigen oder fünfzehnjährige so'n bisschen als Elternteil quasi sagst was du in der Schule machst oder nichts machst mir scheißegal kann das auch bei nem Jugendlichen als ein totales Desinteresse also auch an ihm als Mensch ankommen.
00:54:20: Und meine Eltern haben sich, wie gesagt Lehrkräfte auch ... Quar Beruf und Quareltatschaft immer sehr für meine schulischen Belange interessiert.
00:54:31: Und haben mir unglaublich viele Tipps gegeben.
00:54:35: Weißt du genau das was du auch so sagst?
00:54:37: Wie kriegt man dieses Spielschule in gewisser Weise gut gespielt?
00:54:42: Also worauf kann man achten?
00:54:44: also auch solche banalen Sachen dass meine Eltern sagten Ob man will oder nicht, wenn man als Lehrkraft ein Aufsatz korrigiert und der ist einfach schön und lesbar geschrieben.
00:54:54: Ist man gleich schon ganz anders eingestimmt?
00:54:57: Und ist schon gleich viel positiver als wenn da jemand so total ... und schon die Schrift in gewisser Weise ausstrahlt.
00:55:05: Ich hatte keinen Bock auf diesen Aufsatz, so.
00:55:07: Und ich werde jetzt ganz oft, wenn ich irgendwo Bücher signiere drauf angehen ... Oh, Nora!
00:55:11: Du hast so eine schöne Handschrift?
00:55:13: Ja, ich hab so ne Streber-Handschrift halt.
00:55:15: Weil ich mir das so angefühlt habe zu sagen, auch wenn ich nix kann, es sieht hübsch aus.
00:55:21: Weißt du was ich in einem Aufsitz schreibe oder so?
00:55:23: In anderen Texten konnte ich gut.
00:55:25: Aber selbst die schlechteste Mathearbeit war sehr sauber geschrieben und gezeichnet.
00:55:33: Das muss man ja leider auch üben.
00:55:36: In der Handschrift wird halt erst schön, wenn man's eine Weile immer wieder macht.
00:55:40: Das kannst
00:55:40: du nicht abkürzen.
00:55:43: Ich habe selber von dieser Begleitung durch meine Eltern auf meinem schulischen Weg sehr profitiert und manchmal war ich fast traurig, dass meine Kinder das von mir so gar nicht haben wollten.
00:55:56: oder es gibt Leute, die können das nicht fassen Vier Großeltern haben, die alle vier Lehrkräfte sind und unterschiedliche Fächer.
00:56:04: Die hätten das familieninterne perfekte Nachhilfeinstitut.
00:56:07: Und sie weigern sich mit Händen und Füßen dagegen davon was zu nutzen und sagen nee ihr erklärt uns gar nix.
00:56:14: so wir machen das allein.
00:56:16: und da dann aber eben dass auch ihnen zuzugestehen und zu sagen Das ist valide und es ist okay und die gehen ihren Weg und die machen ihre Sachen.
00:56:25: und ich selber habe sozusagen immer das Gefühl gehabt Ich hab von dieser recht engen Begleitung da auch sehr profitiert, mehr das bei vielen Sachen total geholfen in der Schule.
00:56:38: Und dann bei meinen eigenen Kindern zu sehen die gehen einen anderen Weg aber das klappt auch.
00:56:42: weißt du es gibt nicht nur diesen einen Weg wie man gut durch die schule kommen kann.
00:56:47: und Genau wie du sagst manchmal lernt man halt auch gute vermeidungsstrategien und tipsen und Trixen und sagen wo kommt's drauf an und wo kommt sich darauf an?
00:56:57: Wie mogelt man so ein bisschen sich durchs Schulsystem durch?
00:57:00: oder kann man sich fragen Notwendig oder wie sinnvoll ist das?
00:57:03: Aber letztlich führen ja viele Strategien so ein bisschen zum Ziel, ne.
00:57:08: Naja und die Kinder haben das Schuhsystem ja nicht erfunden.
00:57:10: also ich finde da... Also dann denke ich als wenn das Schuhe-System es möglich macht dass man ChatGPT am Handy hat und das Handy irgendwie dabei haben kann.
00:57:18: Also Puh!
00:57:22: Anders Thema.
00:57:23: genau Wenn ihr Unterstützung braucht beim Thema Hausaufgaben, schreibt uns nicht an.
00:57:34: Und damit dürfen zu der Sponsoren der aktuellen Folge kommen und es folgt das Werbung
00:57:40: Ja über die Sponsore in der aktuellen Folge kalemba freue ich mich besonders denn wer viele Kinder hat macht auch viele Kinder Geburtstage.
00:57:49: Und das ist immer was Besonderes und Schönes, aber manchmal auch ganz schön viel organisatorischer Aufwand.
00:57:54: Oft wünschen sich ja Kinder dann so etwas wie eine Schnitzeljagd und sowas wirklich vom ersten Gedanken bis zur fertigen Durchführung vorzubereiten.
00:58:01: Das ist wirklich unfassbar aufwendig!
00:58:04: Kostet einen auf den letzten Nerven.
00:58:06: und genau da nimmt uns Kalemba total viel Arbeit ab.
00:58:09: Da gibt es nämlich fertig vorbereitete Schnitzeljagden für Kinder, so idealerweise zwischen späten Kindergarten und mittleren Grundschulalter.
00:58:19: Die sind kreativ die setzen auf Gemeinschaft sozusagen, die stärken die Gruppen und das Team.
00:58:24: man lernt noch ein bisschen was dabei und des bestes ist alles schon perfekt vorbereitet.
00:58:28: Man kriegt praktisch ein Paket Ja, mit allen Zutaten für die Schnitzeljagd und dann kriegt man so eine kleine Anleitung noch wo man was hintun und verstecken muss sozusagen.
00:58:37: Und dann geht's los!
00:58:39: Das erspart euch unfassbar viel... Aufwand in der Vorbereitung eines Kindergeburtstags.
00:58:45: Die Kinder haben total viel Spaß mit diesen durchdachten Schatzsuchen und ihr könnt die Kindergeburtszeuge eurer Kinder einfach mit ihnen genießen, anstatt zu sagen erschöpft hinter ihnen herzutrotten weil ihr noch bis Mitternacht am Vorabend die letzten Schnitzel für den Schnitzelnjagd vorbereitet habt.
00:59:04: Zwei weitere Themen löst es auch noch charmant mit.
00:59:07: einerseits sind sie immer ein bisschen saisonal angedockt das heißt Es gibt ein Frühlingspaket, dann kommt ein Sommerpaket so dass man da auch noch bisschen eine Wissensvermittlung drin hat und es wird im Team gespielt.
00:59:18: Es gibt also nicht dieses berühmt-berüchtigte.
00:59:20: einer rennt schon mal vor weil er verstanden hat wo das nächste Schnitzel ist und das Geburtstag skin bleibt weinen zurück.
00:59:27: Also kennst du dieses Einzelcamp von tun?
00:59:29: Das hat bei uns auf die schnitzeljagden gekillt.
00:59:33: Die ganze Frage habe ich alles was fehlt kann irgendwas schief gehen?
00:59:37: die klärt kalember für euch genau.
00:59:41: Wer sich's angucken will, geht am besten mal auf kalemba.de.
00:59:45: und für alle aller Anfanghörer gibt es was Besonderes!
00:59:50: Die ersten Fünfzig Besteller mit dem Code Aller Anfang bekommen nämlich den Wichtelplaner gratis dazu.
00:59:59: Nicole hat sich nämlich gedacht das ist vermutlich dann für viele so das nächste auf der langen To-Do Liste und deswegen gibt es einen digitalen Wichtlplaner.
01:00:06: den gibts gratis dazu.
01:00:09: Sucht euch euer Schatzpaket von kalemba einfach auf kalembar aus und leg den Wichtbeplanter dazu, gebt den Code ein.
01:00:15: Und dann bekommt ihr alles zusammen die ganzen Infos und die links packe ich euch noch mal in die Show Notes und dann wünschen wir euch eine gute Schnitzeljagd genau!
01:00:24: Und damit liebe Nora schauen werden unser Postfach.
01:00:27: Und zwar Nora würde ich dir gerne Mails zu der Trauerfolge vorlesen.
01:00:31: da haben uns viele wirklich tolle und starke bestärkende und rührende Mails erreicht.
01:00:37: euch allen dafür vielen Dank Und diese Mail von Maike würde ich da jetzt gerne vorlesen.
01:00:42: Hallo Nora und Oliver, vielen Dank für euren Podcast der mir schon in vielen Fällen
01:00:46: wertvolle
01:00:46: Anregungen und den ganz Stöße gegeben hat!
01:00:49: Aus aktuellem Anlass fand ich eure letzte Folge zum Thema Tod & Trauer sehr gut.
01:00:54: Vor einigen Wochen ist mein Papa mit sechsensechzig Jahren sehr plötzlich und vollkommen unerwartet an einer Hirnblutung verstorben.
01:01:00: Er hatte unsere Tochter sehr geliebt und sie war ebenfalls ganz vernacht in ihn was den Verlust für mich nochmal schwerer macht.
01:01:06: Meine Tochter ist kurz vor seinem Tod zwei Jahre alt geworden, ist also noch sehr klein.
01:01:11: Und ich bin immer überfordert damit wie bzw ob ich ihr das erklären soll!
01:01:16: Eine halbe Jahr zuvor ist ihr anderer Opa gestorben, der lange mit Krebs gelebt hat.
01:01:21: Mit einer Halb haben wir ihr gesagt dass Ihr Opa sehr lange sehr krank war und jetzt tot ist also im Himmel ist.
01:01:26: Jetzt mit zwei habe ich hier wieder sagen müssen das auch der andere Opa Tod und im Himmel ist.
01:01:31: inzwischen versteht sie zwar bereits etwas mehr aber gefühlt hat sie es akzeptiert dass ihr Opa weg ist.
01:01:37: Wenn sie trotzdem mal wieder ein Telefon in die Hand nimmt und mit Oper Rainer telefonieren möchte, weiß ich nicht, inwieweit ich in dem Alter überhaupt tiefer einsteigen kann.
01:01:47: Ab wann kann ein Kind das ansatzweise verstehen bzw ist es besser es nicht weiter zu thematisieren solange Sie noch so klein sind und keine Rückfragen kommen?
01:01:56: Zudem frage ich mich, wie ihr später einmal erklären soll – falls ihr irgendwann mal nachfragt – dass einer der Opas einfach so von heute auf morgen als gesunder Mensch gestorben ist ohne riesige Ängste bei ihr auszulösen.
01:02:07: Falls Ihr Tipps für mich bzw.
01:02:09: uns habt, wäre ich sehr dankbar!
01:02:15: Das tut mir total leid, das muss sehr hart sein.
01:02:17: Auch als ganze Familie.
01:02:19: So zwei Opa so kurz hintereinander zu verlieren.
01:02:22: Das sind dann auch jeweils die Väter und Schwiegerväter.
01:02:25: Und in der eigenen Trauer noch ein kleines Kind zu begleiten.
01:02:28: Das ist sicherlich nicht einfach.
01:02:33: Um auf die Fragen nochmal einzugehen ... Maike du fragst ja ob ein Kind mit zwei Jahren überhaupt schon verstehen kann was?
01:02:42: Tod sein überhaupt bedeutet und wie du damit umgehen sollst, wenn dein Kind das Telefon in die Hand nimmt.
01:02:47: Und sagt, es möchte den Verstorbenen Opa anrufen.
01:02:53: In solchen Situationen ist es manchmal auch wichtig, schon mal gegebene Informationen einfach noch einmal zu wiederholen, damit das Kind lernt, das eine mit dem anderen zu verknüpfen.
01:03:04: Also ihr habt eurer Tochter gesagt ... Der Opa ist gestorben und im Himmel.
01:03:08: Dann habt ihr das ein halbes Jahr später beim anderen Opa wieder sagen müssen, daran dass euer Re Tochter das dann abnickt und sagt ah ja!
01:03:17: Und dann ein paar Wochen später das Telefon in die Hand nimmt und sagt Opa anrufen, merkt man, dass sie trotzdem für sich noch nicht komplett verstanden hat was... Tod sein wirklich bedeutet, genau eben auch diese Endgültigkeit.
01:03:29: Dass das nicht etwas ist was nur eine Momentaufnahme ist sondern etwas dauerhaftes und deswegen ist es wichtig in solchen Momenten dann nochmal zu wiederholen wir können den Oper Rainer leider nicht anrufen der ist doch gestorben er ist jetzt tot er ist im Himmel so wie ich es erklärt habe und dann ist es durchaus sinnvoll einen Alternativangebot zu machen im Sinne von, aber wir können ein Bild malen und das zum Grab bringen.
01:03:55: Aber wir können einen schönen Stein suchen und den hier hinlegen.
01:03:59: Und wenn wir den in die Hand nehmen, denken wir an den Opa.
01:04:01: Wir können ein Foto von ihm angucken oder eine Geschichte lesen, die er dir vorgelesen hat.
01:04:07: Weil in diesen Momenten passieren ja zwei Dinge.
01:04:10: Das Kind hat eine gewisse Sehnsucht nach einer Person, was total menschlich und anrurend ist ... Die große Herausforderung ist, einerseits dem Kind die Wahrheit zu sagen und nicht zu sagen ja der Opa kommt später wieder obwohl das nicht stimmt.
01:04:26: Und andererseits aber auch diese Sehnsucht die dahinter steht ja auch zu bedienen und die nicht so ist leere laufen zu lassen damit dass kind für sich auch lernt.
01:04:33: Auch wenn jemand gestorben ist was total traurig ist und leider endgültig ist kann ich sozusagen mit diesen Menschen noch in Beziehung gehen über die Erinnerungen, die ich an ihm habe.
01:04:44: Über Rituale, die wir miteinander hatten oder haben, die gemeinsam schaffen können.
01:04:48: und wenn ich mit Mama oder Papa über meinen verstorbenen Opa rede oder etwas für ihn mache oder ein Bild von ihm anschaue dann ist da immer noch dieses Gefühl von Verbundenheit in mir
01:04:58: abrufbar.".
01:04:59: So, das wäre schön.
01:05:01: Und gleichzeitig musst du da natürlich auch auf deine eigenen Grenzen achten!
01:05:05: Das ist ja auch dein Vater der gestorben ist.
01:05:07: und wenn du dann sagst... für mich ist es gerade zum Beispiel zu schmerzlich noch Bilder anzuschauen.
01:05:13: Es ist alles noch zu frisch.
01:05:15: Dann kannst du auch überlegen gibt's vielleicht was für dich selbst auch tröstlich ist?
01:05:19: Was du gut halten kannst mit deinem Kind in dieser Trauer?
01:05:23: Du solltest dich da auch selbst nicht überfordern.
01:05:27: Und diese Frage, die dich ja noch beschäftigt.
01:05:29: Wie erklärt man einem Kind?
01:05:30: Wenn es vielleicht schon ein bisschen älter ist, dass jemand einfach so gestorben ist, der gerade eigentlich noch gesund war und nicht besonders alt war.
01:05:40: Das ist eine ganz große Herausforderung, die sehr viele Eltern beschäftigt ... Wir haben da im Podcast auch kurz drüber gesprochen, das wir sagten, es ist immer noch relativ leicht den Tod von einer ... Neunundneinzigjährigen Ur-Oma zu erklären und einfach zu sagen, manchmal sind Menschen so alt dass sie nicht mehr leben können.
01:05:59: Und manchmal sowas wie sehr schwere Krankheiten die lange gehen das kann man auch noch ganz gut erklären.
01:06:05: aber gerade so was wie jemand mitten im Leben fällt um mit Hirnblutungen ist tot.
01:06:10: es ist ja auch für uns Erwachsene eine unglaublich überwältigende und schreckliche Erfahrung die auch uns oft ängstigt dass wir denken oh Gott ne?
01:06:18: Das könnte ja selbst auch passieren.
01:06:21: Und es ist wichtig, da trotzdem sozusagen ehrlich zu bleiben und zu sagen ... Menschen sterben auf ganz unterschiedliche Weisen.
01:06:31: Die allermeisten Menschen werden einfach sehr alt und sterben irgendwann daran.
01:06:36: Aber manchmal sterben auch Menschen daran, dass sie krank waren oder einen Unfall hatten.
01:06:41: Manchmal passiert so was plötzlich.
01:06:44: Das ist dann für die Menschen drum herum besonders schwer.
01:06:46: aber... kann man trotzdem einordnen und sagen, für die Menschen selber, die dann so plötzlich sterben.
01:06:52: Ist das gar nicht schlimm?
01:06:53: Die sind dann einfach ... Die haben da dann ... Also, sie sind weg.
01:06:58: Das ist in Ordnung.
01:06:59: Es ist eher uns andere herausfordernd, dass wir sozusagen so plötzlich mit einem Verlust umgehen müssen.
01:07:07: Aber wir können ja wieder verweisen auf trauerrituale Erinnerungen usw.
01:07:13: Und wenn ein Kind dann sagt... Ich hab praktisch Angst, dass ich morgen einfach so tot umfalle.
01:07:21: Weil das kann ja passieren!
01:07:22: Dann ist es schon noch mal wichtig einzuordnen und zu sagen der Opa war nicht sehr alt im Vergleich dazu wie andere Menschen alt werden.
01:07:32: aber sowas passiert nicht einfach bei Kindern.
01:07:36: Das sind auch Dinge die können bei älteren menschen passieren weil sich im laufe des lebens Dinge sozusagen im körper anlangen können dass sowas passieren kann.
01:07:45: einfach um dem Kind trotzdem noch mal zu vermitteln, du bist sicher.
01:07:51: Es ist nicht so, dass wir alle mit der tickenden Zeitbombe im Körper rumlaufen und von einem Moment zum anderen einfach umfallen können.
01:07:57: Und ich weiß, dass es jetzt Medizinerinnen unter unseren HörerInnen geben kann die sagen aber in ganz seltenen Fällen kommt sowas möglicherweise auch schon ... Ja!
01:08:05: Aber in der direkten Kommunikation mit nem Kind geht's da tatsächlich weniger Sicherheit, darum das man Kindern vermittelt.
01:08:18: Sowohl du als auch wir Eltern rechnen sehr fest damit dass wir jeden Morgen wieder aufstehen und dass wir miteinander unseren Alltag leben und alles andere ist extremst unwahrscheinlich So.
01:08:32: Dann herzlichen Dank und damit würde ich sagen bis zum nächsten
01:08:36: mal Genau und denkt immer dran alle anfangen es manchmal schwer Manchmal leichter aber immer interessant.
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