Aller Anfang: Entspannen im Familienurlaub?

Shownotes

Urlaubs-Vorfreude und Urlaubs-Enttäuschung liegen für Eltern oft nah beieinander. Denn mit Kind zu verreisen, bedeutet oft eine ganz schöne Lernkurve: Welche Art von Urlaub tut uns gut, und hat der noch irgendwas mit unseren Reisen ohne Kind gemeinsam? Wie viel Kompromissbereitschaft können wir von unserem Kind erwarten, und wie viel unser Kind von uns? Nora und Oliver sprechen über ihre Urlaubs-Highlights und Urlaubs-Fails, und darüber, wie manchmal der kleinste gemeinsame Nenner die schönsten Auszeiten beschert.

Nora Imlau: Meine Grenze ist dein Halt, Beltz

Unser Postfach für Lob und Kritik, Anregungen und Themenwünsche: podcast@nora-imlau.de

Werbung: Diese Folge wird unterstützt von Leonie Ries Familiencoaching. Alle Hörer:innen erhalten ein kostenloses Erstgespräch, außerdem einen kostenlosen Guide.

Alle Infos findet ihr auf https://www.leonie-ries.de

Direkt zum kostenlosen Guide: "Warum hört mein Kind nicht auf mich?" https://www.leonie-ries.de/guide

Leonies Podcast heißt "Klare Eltern, starke Kinder" https://podcast.leonie-ries.de

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00:00:10: Anfang.

00:00:11: Es ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant!

00:00:15: Und womit fangen wir heute an?

00:00:16: Heute Nora würde ich gerne mit dir über Urlaub sprechen.

00:00:19: Na dann legen wir los!

00:00:21: Diese Folge wird unterstützt von Leoniris Familiencoaching und mehr erfahrt ihr am Ende dieser Folge.

00:00:30: Hallo Nora!

00:00:30: Hallo Oliver

00:00:32: Aufs Thema hat uns eine Mail gebracht von einer Hörerin und ich glaube sie heißt Lisa Und ich würde dir die gern vorlesen, okay?

00:00:42: Ja klar.

00:00:43: Liebe Nora Ich habe letzte Woche so oft an dich und all die Warmerherzigkeit, die ich durch deine Worte bisher schon mitnehmen durfte gedacht.

00:00:51: Wir waren von Dienstag bis Samstag Mit unserem vierenhalbjährigen Sohn auf Urlaub in Italien Und schon bei der Hinfahrt hat es begonnen Dass er früchterlich geweint und total verzweifelt war Weil er wieder nach Hause wollte.

00:01:02: Auch dort hat er dann täglich einen mentalen Einbruch.

00:01:05: Wir haben natürlich alles versucht, seinen Schmerz begleitet, getröstet, viel erlaubt und gegönnt gespielt – es gab auch wirklich sehr viele lustige und wunderschöne Momente.

00:01:14: wenn man von außen nur die gesehen hätte kein Mensch würde glauben welche Tiefs dazwischen passiert sind.

00:01:19: Neurodivergenz steht im Raum, ist aber bisher nicht diagnostiziert und nicht eindeutig.

00:01:24: Ich habe mich immer gefragt was würde Nora Imlau tun oder sagen?

00:01:28: Würde sie über so einen Zwiespalt sprechen?

00:01:30: Wie viel kann man einem kleinen Kind zumuten und wieviel sich selbst?

00:01:34: Teuren Urlaub, auf dem man das Ganze erwartet zur Halbzeit abbrechen und trotzdem voll bezahlen.

00:01:39: Selbst keine Erholung haben umgekehrt aber natürlich auch nicht glücklich sein können wenn es das Kind nicht ist

00:01:45: etc.,

00:01:46: etc.. Meine Frage beziehungsweise warum ich dir das erzähle wo in deinem Gesamtwerk finde ich Impulse zum Umgang mit so einer Herausforderung?

00:01:55: Ich möchte diesen Urlaub irgendwie für mich verarbeiten und mit keiner kompletten Verunsicherung abschließen!

00:02:02: Ja, und ich habe ihn ja zurückgeschrieben.

00:02:04: In meinem Gesamtwerk finden sich zwar natürlich verschiedenste Impulse zum Bedürfnisausgleich, Balance der Bedürfenisse, Grenzenwaren

00:02:13: usw.,

00:02:13: aber zu dieser spezifischen Situation tatsächlich noch nix!

00:02:17: Und das müssen wir natürlich ändern, da dieser unser Podcast auch zum Gesamtwerke gehört, habe ich beschlossen.

00:02:23: Wir machen eine Podcastfolge zum Thema Urlaub und zwar spezifik auch zum Thema unterschiedliche... dürfen es im Urlaub.

00:02:31: Wie geht mir damit um, wenn wir eine Reise planen oder schon angetreten sind?

00:02:36: Wir haben bestimmte Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche ... Und die lassen sich mit unserem Kind nicht in der Form so erfüllen!

00:02:43: Wie gehen wir damit um?

00:02:44: Brechen wir ab?

00:02:45: Bleiben wir dabei?

00:02:47: Können wir irgendwie noch mal das Ruder rumpreisten?

00:02:50: Das ist ein Thema, dass sehr viele Eltern beschäftigt.

00:02:55: Darüber wollte ich gerne heute mit dir sprechen.

00:02:58: Und vor allem voll gut.

00:02:59: Also ich hab das Gefühl gehabt, es sind so Hälfte Urlaubsfragen und zur Hälften nicht.

00:03:04: Weißt du wie ich meine?

00:03:04: Aber ist es so?

00:03:05: ein Urlaub bringt hat vieles noch mal so ins Brennglas.

00:03:09: Wer hat welche Rolle, wer hat welche Aufgabe, wer haben welche Erwartungen... Und wie geht's den Kindern denn überhaupt, wenn sie plötzlich hinten in einem Auto oder im Zuch sitzen?

00:03:19: Oder irgendwie eingekwetscht in einem Flieger und irgendwo hinfahren von denen man ihnen irgendwas erzählt hat.

00:03:24: Aber Sie wollen nicht wissen wo es eigentlich hingeht.

00:03:25: so

00:03:26: ja und ich merke selbst ganz stark dass Ich zu Urlaubszeiten besonders heftig mit manchen meiner eigenen Glaubenssätze konfrontiert werde und auch mit manchem Glauben setzen Besonders Kämpfe.

00:03:39: Ja.

00:03:40: also ich habe zum Beispiel mir in meinem Alltag ziemlich gut abgewöhnen können, meine eigenen Kinder permanent als undankbar zu empfinden.

00:03:50: So dieses Gefühl von ihr wisst gar nicht wie gut ihr es habt was man manchmal so in sich aufsteigen spürt.

00:03:56: das konnte ich im Alltag für mich jetzt mittlerweile gut sortieren dass ich sage ja na klar Ist der Alltag für meine Kinder ihr Alltag.

00:04:04: Und die kommen jetzt nicht zu mir und sagen, danke dass ich ein eigenes Kinderzimmer hab oder Danke das ich Blockfüllte lernen darf oder so.

00:04:11: Sondern es ist für die im besten Sinne normal und das soll's ja auch sein!

00:04:15: Im Urlaub finde ich kommt da nochmal eine extra Ebene dazu, was mir sehr bewusst ist... überhaupt verreisen können mit Kindern als Familie.

00:04:24: Ein totales Privileg ist, es gibt ganz viele Familien die können nicht in Urlaub fahren und wenn man dann mit Kindern irgendwo hinfährt oder vielleicht sogar irgendwohin fliegt und die Kinder mäckeln dann so rum und sagen das Zimmer ist aber kleiner und mir schmeckt das Essen nicht.

00:04:40: Dann kommt bei mir ganz oft eine ganz tiefe Empörung hoch, wo ich manchmal das Gefühl hab.

00:04:48: Da schwingt auch noch sozusagen die Empörung gefühlt meiner Eltern und Großeltern und Urgrägeseltern mit, die so alle sagen ... Also wenn wir als Kinder

00:04:57: überhaupt

00:04:58: mal sowas gehabt hätten?

00:05:00: Und warum bist du so undankbar?

00:05:01: Warum weißt du dieses Privileg, dieses Glück, diesen Luxus nicht zu schätzen?

00:05:07: Das ist was womit dich immer wieder in Urlauben ringe?

00:05:11: Weil ich ja rational weiß dass ein ... Vier, fünf auch zehnjähriges Kind.

00:05:17: Dass halt irgendwo ist?

00:05:18: Natürlich das Recht hat... Auch da Dinge gut oder blöd oder schwierig oder anstrengend oder anders als gewohnt zu finden.

00:05:26: und trotzdem habe ich da manchmal große Schwierigkeiten damit dass dann nicht all so einen Ja sowas ganz Schlimmes zu lesen.

00:05:36: Oh Gott, ich hab so ein verwöhntes Balk herangezogen!

00:05:40: Dass in einem geilen Hotel sitzt und sich als erstes beschwert dass das Bett nicht so bequem ist wie zu Hause weißt du?

00:05:49: Wir hatten mal eine Unterkunft da gab es kein W-Laden.

00:05:52: Und das war natürlich für eins unserer Kinder...

00:05:55: Wo habt ihr mich

00:05:56: hingeschleppt?!

00:05:57: Ah kenne ich gut.

00:05:59: Ich spank's noch ein bisschen weil das eine sind für mich Ferien also im Sinne von die Abwesenheit von Schule, Kindergarten, Kita-Betreuungsformen wie auch immer und zum Teil auch dann halt Erwerbsarbeit der Erwachsenden.

00:06:14: Also da kann es rumpeln weil man da eh schon eine veränderte Konstellation hat plötzlich bist du den ganzen Tag da plötzlich liegt sie den ganzen tag nur rum usw.

00:06:24: Und das andere ist ja aber dieses wir bewegen uns alle im Wesentlichen woanders hin.

00:06:31: Dann wird halt Meistens ja alles noch mal so komprimierter, man kann sich und will sich weniger aus dem Weg gehen.

00:06:38: Und man möchte ja auch ganz unbedingt ganz viel zusammen und ganz besondere Dinge irgendwie erleben.

00:06:43: Da entsteht dann der Druck.

00:06:45: Ja, und Lisa hat ja auch noch zwei wichtige Aspekte in ihrer E-Mail benannt.

00:06:48: Sie hat einerseits gesagt es ist der Urlaub auf den wir uns das ganze Jahr gefreut haben also es gibt oft nochmal so diesen Fokus.

00:06:55: Das wird die schönste Zeit im ganzen Jahr da haben wir seit Monaten drauf hingefiebert.

00:06:59: Und das andere ist auch der Aspekt des Geldes.

00:07:02: Also sie sagte sollen mit diesem teuren Urlaub für den wir auch gespart haben jetzt quasi halb verfallen lassen nur weil unser Kinds blöd findet.

00:07:12: oder nutzen wir das jetzt schon auch aus.

00:07:14: Und diese Verquickung von einer echten finanziellen Ausgabe, die man sehr deutlich spürt auf dem Familienkonto und dieser Erwartung dann muss es aber auch schön werden!

00:07:26: Die ist oft schon sehr stark und ich habe in dunklen Momenten im Urlauben, die wir als Familie gemacht haben teilweise irgendwo gesessen und gedacht super, dieser Tag kostet uns erst dreihundert Euro Das bringt uns nichts an Freude ungefähr.

00:07:41: Wenn ich ausgerechnet hab, was kostet das Ferienhaus?

00:07:45: Es ist eine total blöde Art und Weise auf einen schwierigen Tag zu blicken.

00:07:50: Da kann nichts Gutes draus erwachsen.

00:07:52: Man kann nicht dem Kind zum Vorwurf machen, dass es in einem teuren Urlaub trotzdem Gefühle hat!

00:08:00: Aber ich finde das manchmal nicht ganz leicht ... Ja, aus dieser Spirale rauszukommen zu denken Wenn wir für was viel Geld in die Hand genommen haben Dann muss es irgendwie auch besonders gut sein und dann müssen sich auch alle Besonders zusammenreißen dass es besonders schön wird weil Wir haben schließlich hart arbeiten müssen dafür.

00:08:24: das wird jetzt hier machen können.

00:08:26: so weißt du

00:08:27: ich versteh's Ich kenn's nicht, ich hoffe es klingt jetzt nicht so privilegiert wie es nicht gemeint ist.

00:08:33: Sondern wenn ich einen dunklen Moment in einem Urlaub gehabt habe und hätte sollen dann lautet der Gedanke eher, ich will eigentlich nur nach Hause Und dann hab' ich mich schon gefragt all the way nach was weiß ich wo?

00:08:48: Und wieso besitze ich hier eigentlich gerne lieber zuhause?

00:08:52: weil es irgendwie nervig anstrengend ist Ja.

00:08:56: Aber das Spezifische, dass ich dann auch noch ausrechne ...

00:09:00: Was kostet mich jetzt dieser Nichtspaß?

00:09:03: Diese Nerven, dass für diese Nerven auch noch bezahlen muss, die ich verliere... Nee, das hab' ich tatsächlich nicht

00:09:11: mehr.

00:09:11: Das ist sehr gesund!

00:09:12: Ich glaube

00:09:12: auch inzwischen so abbrechen.

00:09:15: also es ist schon so, dass wir immer wieder mal zum Beispiel einen Tag früher nach Hause fahren oder sowas.

00:09:24: Das müssen wir jetzt abwohnen und aussitzen.

00:09:27: Und wir müssen vierzehn Uhr da sein, weil ab da haben wir die Ferienwohnung oder so.

00:09:30: Von sowas kann ich mich noch relativ gut frei machen.

00:09:33: Ja das ist gut.

00:09:34: Aber dieses Thema ... Was legen wir für Erwartungen auf?

00:09:39: Urlaub mit Kindern?

00:09:40: Das is ja ein großes!

00:09:42: Ich selber tappe immer wieder in diese Falle mir eine gewisse unrealistische Idylle vorzustellen.

00:09:51: Man guckt sich dann irgendwie ne Ferienunterkunft an im Internet oder irgendwas.

00:09:57: Und dann sieht man da so tollen Strände, Puls oder Berge oder egal was.

00:10:03: und dann stelle ich mir sofort wieder praktisch schon alle total glücklich sind.

00:10:06: Also in meinem Kopf entsteht ein Film von einem ... Das ist total toll!

00:10:10: Dann ist es manchmal schwer wenn die Wirklichkeit eben nicht mit diesem ausgemalten Bild mithalten kann.

00:10:21: Ich habe ... Irgendwo mal den Satz gelesen und ich kann dir leider nicht mehr sagen, wo oder von wem.

00:10:26: Da hat irgendjemand einfach formuliert und gesagt, Urlaub mit kleinen Kindern ist Alltag am anderen

00:10:31: Ort.".

00:10:32: Und darauf musst du dich sozusagen einstellen!

00:10:36: Du wirst

00:10:36: auch wenn du

00:10:38: im Urlaub bist viel Kehrarbeit leisten ne?

00:10:42: Du würdest wickeln und füttern und Emotionen begleiten und dies und das und dein Kind wird halt auch klein sein... an einem dollen Strand oder in einem coolen Hotel, oder in einer Schönferienwohnung.

00:10:53: Oder in den Bergen und sonst wo.

00:10:55: Und dieses Bild was manche vielleicht auch noch so von sich selbst haben aus der Vorkinderzeit im Urlaub will ich einfach nur entspannen.

00:11:05: das ist oft nicht realistisch wenn man mit einem kleinen Kind oder mit mehreren kleinen Kindern verreißt weil das was uns im Alltag ja auch oft einfach anstrengend diese niemals endende Verantwortung, dieses niemalsendende Korregulieren.

00:11:20: Das nehmen wir ja mit egal wohin und manches davon wird an anderem Ort sogar herausfordernden weil bestimmte Routinen die wir in unserem eigenen Umfeld uns so zugelegt haben dann ebenso nicht exakt übertragbar sind.

00:11:37: Und dann kommt sehr drauf an es gibt ja auch Kinder.

00:11:40: die sind sehr Freu dich dabei, neue Dinger auszuprobieren.

00:11:46: Die mögen das einfach mal was Neues zu entdecken und andere Orte kennen zu lernen.

00:11:50: Und sind da so ganz ... Also deren Leidenschaft kann man so entfachen für einen anderen Ort.

00:11:57: Es gibt aber auch Kinder die sehr starke Routine-Tiere.

00:12:01: So, die mögen eigentlich am liebsten dass alles so ist wie es immer war.

00:12:07: versetzt man die an irgendeinen tollen Ort in Urlaub und die heulen, die ganze Zeit gefühlt einfach ihrer Wohnung und ihrer Kita und ihrem vertrauten Spielplatz hinterher.

00:12:16: Und ich habe da wirklich schon ... so oft mit Eltern drüber gesprochen.

00:12:19: Ich hab mal mit einer Mutter mich unterhalten, die so frustriert war, die mit ihren Kindern in Urlaub nach Italien gefahren ist und ihnen gesagt hat ... In Italien gibt's das beste Eis der Welt!

00:12:30: Und dann haben sie die Kinder da Eis gegessen und haben gesagt, sie vermissen ihr Lieblings-Eis in Deutschland aus dem Rewe.

00:12:36: Weißt du so?

00:12:37: Und konnten das überhaupt nicht wertschätzen sozusagen, das tolle Gelato.

00:12:43: So ist das manchmal mit Kindern, die ... Wir blicken auch oft auf solche Veränderungen.

00:12:49: Ich glaube, es ist eine große Gefahr, wenn wir erschöpft und ausgebrannt sind im Alltag mit Kindern denken, wir brauchen mal Urlaub – da können wir uns erholen!

00:13:01: Und dann fahren wir in den Urlaub und wir können uns aber nicht erholern weil ganz viel von dem was anstrengend ist in unserem Alltag halt mitkommt.

00:13:08: Manche Dinge sogar herausfordernder werden, wenn man nicht im vertrauten Umfeld ist.

00:13:15: Dazu fallen wir zwei Sachen ein Das eine ist das Kind und das andere sind ja Wachsenden.

00:13:21: Also beim Kind denke ich, dass es tatsächlich, wenn ich dich richtig verstehe einfach große Unterschiede gibt.

00:13:29: wie viel Veränderung kann so ein Kind ertragen oder findet es gut oder will das haben?

00:13:36: Und wie viele Routine willst du haben?

00:13:38: Die Routine wird schwieriger weil also plötzlich wickelst Du halt auf einem Fußboden irgendwo in einer Ferienwohnung Es gibt keine Heladen oder du hast halt bist in irgendwas eingeschränkt, was das Kind aber halt ganz gerne in seinen Routinen so hat.

00:13:54: Ja und das andere ist etwas bei dir anklagen weil du jetzt sowas sagtest wie wir wollen uns im Urlaub mal richtig entspannen.

00:14:03: da dachte ich dass mir irgendwann auffiel Dass ich vermutlich aus der Kindheit oder aus meinem Junge Erwachsenen sein bestimmte Bilder von Urlaub habe die aber nicht bei jedem gleich sind.

00:14:18: Das merkt man dann, wenn man eine Partnerperson bekommt und mit der zusammen in Urlaub fährt und plötzlich merkt das ist für dich Urlaub!

00:14:29: Ich stelle jetzt mal die wilde These auf und frage dich kann es einfach sein dass es auch so ein Punkt ist wo sich ein Paar auf einen Kompromiss verhandeln kann, wenn es ein Kind hat oder vielleicht muss das ja kein Paar sein.

00:14:44: Aber sozusagen zwei Erwachsene betreuen ein Kind in welcher Konstellation auch immer und einer hat die Vorstellungen.

00:14:50: in einem Urlaub verbringt man ganz tolle Vielzeit zusammen und macht irgendwie schöne Dinge und ist irgendwie holy moly und gemütlich.

00:14:57: und die andere Person sagt ich bin hierin Sanktland, Italien und ich will jetzt die ganze Renaissance.

00:15:06: Dies hier gibt ihm...die will ich jetzt sehen.

00:15:08: Verstehst du?

00:15:09: Schnucki wir sehen uns heute Abend aber zwischen der Renaissance und mir stehst nur Du!

00:15:14: Und das kann man solange man kein Kind hat oder auch keinen Hund oder so.

00:15:18: Kann man es noch ganz gut verhandeln.

00:15:20: Und dann aber kommt das Kind quasi da in die Mitte und nicht nur dass er seine Bedürfnisse hat als beste Eis- oder WLAN Es zwingt euch ja schon dazu, einen neuen Urlaubspack zu schließen.

00:15:33: Frage!

00:15:34: Ja, das ist absolut so... Also es gibt ja ganz viele

00:15:37: Paare

00:15:38: die entweder sehr kompatible Urlabsvorstellungen haben also man kennt ja auch so Paare, die so beides sind voll die Outdoor-Typen und die machen dann in jedem Urlaub irgendwie ne... tolle Bergwanderung oder so.

00:15:49: Aber es gibt auch viele, die dann eben solche Kompromisse miteinander machen im Sinne von wir fahren da und dahin und ich mach mal dies und du machst das und dann treffen wir uns wieder und so.

00:15:57: Und das ist natürlich wenn ein Kind oder mehrere Kinder im Mix sind noch mal schwieriger.

00:16:02: Und gerade ... Wenn im Alltag zum Beispiel, und das ist ja in vielen Familien eine Person sehr viel mehr mit den Kindern macht als die andere Person, ist es halt oft so dass man quasi gemeinsam einen Urlaub fährt Und ein Elternteil ist noch so in diesem Modus.

00:16:18: Ich mach quasi Urlaub wie immer, und ein Elternteil ist so in dem Versorger kümmert ... Das können wir doch alles nicht mehr machen, Modus!

00:16:25: Dann entstehen dann natürlich schnell Konflikte und auch schnell Verletzungen.

00:16:31: Wenn dann eben Paare nicht gemeinsam sagen, okay, wie wollen wir es jetzt machen?

00:16:36: Dass das für uns beide entspannend ist.

00:16:37: Es passiert sehr häufig von ganz vielen Müttern erzählt, dass quasi dann auch ... Sie, die sowieso im Alltag auch schon das Groh der Kehrarbeit übernehmen eben auch im Urlaub quasi automatisch die Kehr Arbeit übernehmen und dass dann teilweise wirklich Väter sagen also ich gehe jetzt auf meine Radtour.

00:16:57: Ja wenn du meinst es ist für die Kinder zu stressig Dann sehen wir uns heute Abend wieder so Und das ist natürlich auch für viele eine sehr große Verletzung weil das dann natürlich nicht das Bild von Familienurlaub als Jedem soll es gut gehen, alle sollen sich entspannen können erfüllt.

00:17:12: Ich kann sagen ganz konkret bei uns als Paar dadurch dass wir ja sehr jung Eltern geworden sind war es wirklich so, dass mein Mann und ich gar nicht besonders viel Urlaubserfahrung ohne Kind hatten.

00:17:25: Also wir waren schon ein paar Mal als Studierende miteinander verreist und haben für uns versucht zu explorieren.

00:17:31: was macht uns Spaß?

00:17:32: Und worauf haben wir los?

00:17:33: Jeder hat wie du sagst seine eigene Sozialisation mitgebracht aber wir hatten vielleicht drei vier gemeinsame Urlaube gemacht bevor wir das erste mal Kind verreistet.

00:17:45: Also da hatten wir jetzt keine ganz lange gewachsene Tradition und auch noch nicht so eine innere Klarheit, wo wir eigentlich selber hinwollen sondern wir waren wirklich noch an diesem Suchen.

00:17:54: Ich erinnere mich noch daran ich habe ja für die Zeit trifft Eltern ganz viel geschrieben als meine großen Kinder klein waren und damals gab es noch sehr große Reise-Reportagen Genau, zu jedem Heft.

00:18:08: Und das war durchaus was Attraktives als Journalistin oder Journalist so eine Presse-Reise machen zu dürfen und wir hatten damals als Familie nicht besonders viel Geld.

00:18:14: insofern war das dann schon etwas wo ich dachte oh das wäre ja ne coole Möglichkeit mein Urlaub zu kommen so eine Pressreise zu machen.

00:18:20: Dann hab' ich mit der Reise Redakteurin gesprochen und sagte Ja könnte ich mich da mal bewerben dass wir mal so eine Presse Reise machen dürfen?

00:18:26: Und dann fragte die mich Was für Urlaubstypen seid ihr denn so also Wollt ihr in Familienhotel mit Kinderbetreuung?

00:18:34: Wollte ihr eine Eselwanderung auf Corsica machen, wollt ihr eher so weit weg oder seid ihr eher die nah dran Urlauber.

00:18:41: Seid ihr Wegflieger oder seid Ihr Wohnwagen Camper?

00:18:44: und ich war so völlig überfordert mit dieser Fülle an Fragen und war so ... Mit meinem Mann am Abend im Gespräch und sagte, ich weiß gar nicht was wir sind!

00:18:53: Also sie hat hier ganz viele Sachen genannt wie Familien sein können.

00:18:58: Wir waren mit unseren Kindern noch nie im Urlaub.

00:19:00: Keine Ahnung, ob wir eher so oder so sind.

00:19:03: Ich dachte einfach, wir machen mal Urlaub und das hat wirklich eine ganze Zeit

00:19:11: gebraucht

00:19:12: bis ich dann auch durch verschiedene Reisen für mich nach und nach verstanden habe.

00:19:17: Das funktioniert für uns als Familie.

00:19:18: wenn du mich heute fragen würdest was für eine Familie seid ihr in Bezug auf Urlaub könnte ich dir ein paar Sachen sagen.

00:19:24: aber Am Anfang dachte ich so naja, ich mach das ja auch alles jetzt zum ersten mal.

00:19:28: Weiß ich doch nicht was für uns funktioniert?

00:19:32: Also wir sind da auch durch so ein paar, sagen wir mal, Findungsphasen durchgerutscht und Wir hätten es schon ein paar Dinge glaube ich sparen können wenn wir vorher uns besser ausgetauscht hätten oder wenn wir vorher einfach mal darüber nachgedacht hätten Was das bedeutet.

00:19:48: also wir hatten glaube ich beide bestimmte Bilder wie man so Urlaub macht.

00:19:52: wir haben die dann so weiter gemacht.

00:19:55: Dann gibt's ja so Klassiker wie mit anderen Familien Urlaub machen.

00:20:01: Ist das eine gute Idee oder nicht?

00:20:03: Ist da jeder komfortibel zu oder nicht, dann gibt es ja dieses an einem Ort oder alle drei Tage weiter.

00:20:11: Das mussten wir auch erst lernen, dass beide Konzepte vor- und nachteil haben.

00:20:17: Und dann hatten wir irgendwann mal einen Urlaub, da kamen dann äußere Faktoren dazu... Hitzewelle gab, obwohl es eigentlich Pfingsten war.

00:20:26: Also so ein Wetter wie jetzt nur halt noch paar Wochen früher und wir dann quasi eingesperrt waren im Ferienhaus mit den Kindern und das eskaliert dann so ein bisschen.

00:20:36: Und danach haben wir uns einfach mal hingesetzt gesagt was den alten was brauche ich was brauchst du?

00:20:42: Was ist für dich gut in einem Urlaub?

00:20:43: und seitdem wissen wir was Gutes in dem

00:20:46: Urlaub?

00:20:47: ja

00:20:48: Wenn du mich jetzt fragst, könnt ich dir da schon was sagen oder kommt nicht viel bei.

00:20:50: Also das ist einfach für uns dann zum Beispiel klar gut ist es dass man sich vor Ort einfach bewegen sprich auch ein bisschen aufteilen kann und nicht so alle müssen mit weil hier kann man nicht einen Teil der Familie zurücklassen oder man braucht immer ein Auto oder ein Fahrrad oder irgendwas sondern Dass man einfach mal sich gleich vor Ort bewegen kann.

00:21:12: Ja also für mich gab's auch so viele Learnings.

00:21:15: Ich war z.B Aus meiner eigenen Kindheit gewohnt.

00:21:21: Mein Vater hatte das oft zu uns gesagt, so was wie schön die Unterkunft ist... ist eher zweitrangig.

00:21:27: Wir wollen ja eh viel unterwegs sein und einfach viel sehen, wir brauchen vor allem einen Ort zum Schlafen!

00:21:33: Wir hatten zwischenzeitlich als Kinder im Urlaub auch manchmal richtig tolle Unterkünfte und ganz schöne Ferienhäuser.

00:21:39: aber das Grundprinzip war oft eher so dieses solange alle ein Bett haben und ein Tisch sind wir versorgt weil wir wollen nicht in der Ferienwohnung rumhängen, wir wollen rausgehen und was erleben, wenn uns die Rennesnoss angucken oder so.

00:21:52: Und das war z.B.was ich ... Und unseren allerersten Urlaub mit unserem ersten Kind sehr stark mitgenommen hatte.

00:21:59: Also, da war ich sehr geprägt noch so von den Urlauben meiner eigenen Kindheit und da sind mein Mann und ich ... Da war ich schwanger mit unserem zweiten Kind, relativ hochschwanger schon, mit unserem erster Kind nach Barcelona geflogen weil ich dachte Städtereise, Gaudi, Lasagrada-Familie ja ist doch super!

00:22:15: Mit einem zweijährigen Kind und Schwanger in der Hitze und dann haben wir so eine

00:22:22: Super ... Klingt kitzend.

00:22:23: What

00:22:24: could possibly go wrong?

00:22:25: Und dann haben wir so eine ganz, ganz kleine Minivohnung ... Das war eigentlich gar keine Wohnung!

00:22:32: Es war nur ein Zimmer gebucht weil ich dachte, wir sind ja eh noch zum Schlafen da und dann haben jetzt z.B.

00:22:38: gemerkt dass im Urlaub für uns das teilweise echt herausfordernd war weil ich mich mehrmals am Tag auch einfach hinlegen musste um irgendwie durch diese Tage zu kommen.

00:22:50: Zweijähriges Kind musst du noch Mittagsschlaf machen.

00:22:52: Dann wär das manchmal praktisch gewesen, wenn er schläft, dass man noch im Zweites Zimmer gehabt hätte.

00:22:58: Wo man sich aufhalten könnte.

00:22:59: während dieses Mittagschlafs hatten wir aber nicht so.

00:23:02: Wir hatten trotzdem total die schöne Woche und ich blick da gerne drauf zurück.

00:23:05: Und ich guck mir immer noch gern diese Fotos davon an.

00:23:08: Aber ich gucke da auch ein bisschen drauf ... Und guckt so oft mal in sechsundzwanzigjähriges Ich oder fünfund zwanzig jähriges Ich und denk so... Oh, Süße.

00:23:17: Du hattest keine Ahnung!

00:23:19: Du bist einfach mal losgestapft als wärst du halt selber noch ein Kind so'n bisschen und hast so viele Dinge nicht

00:23:25: bedacht.".

00:23:25: Und ich find's trotzdem total cool, dass wir diesen Urlaub so gemacht haben.

00:23:30: Aber ich hab danach dann gemerkt ... Okay?

00:23:33: Ich habe so'ne paar ... Bilder, Glaubenssätze, Ideen irgendwie lose im Kopf.

00:23:38: Und mein Mann auch.

00:23:40: Wir müssen die mal sortieren und gucken was zu uns und unserer Familie und unseren Bedürfnissen.

00:23:46: Und manche Dinge müssen wir quasi updaten.

00:23:50: Für mich ist es mittlerweile so, dass ich weiß für uns die Qualität und die Größe einer Unterkunft im Urlaub total wichtig.

00:23:58: Wir sind eine Familie, wir sind total gerne zusammen aber wir sind ja auch recht viele Leute!

00:24:03: Da ist es auch total wichtig, dass man sich zurückziehen kann.

00:24:10: Rückzugsmöglichkeiten, wo auch Geschwister sich mal voreinander zurückziehen kann.

00:24:15: Also so was wie ein Schlafsaal mit ganz vielen Betten?

00:24:18: Das reicht für uns nicht.

00:24:20: Wir brauchen Wände und wir brauchen Türen!

00:24:22: Und wir brauchen eine Unterkunft, wo wenn es einen Tag lang regnet oder eine Hitzewelle kommt man dann auch nicht so wie die Sardinen in der Dose irgendwo einfach nur sitzt und nichts tun kann sondern wo man sich auch wohlfühlen kann an dem Ort, wo man ist.

00:24:36: Und das war ein wichtiges Learning für mich.

00:24:39: Zeitlich ist es dann natürlich immer diese Abwägungssache.

00:24:43: Welche Unterkünfte, an welchem Ort kann man sich leisten?

00:24:45: Welche Kompromisse geht man auch ein?

00:24:47: Sagt man dann lieber die kleinere Wohnung aber direkt am Meer oder lieber ein bisschen mehr Abstand, aber dafür eine größere.

00:24:53: Da muss man ja dann immer so aushandeln!

00:24:55: Aber das war zum Beispiel was ich in den letzten Jahren sehr stark gemerkt habe... die Qualität einer Unterkunft.

00:25:02: Und mit Qualität meine ich jetzt nicht Luxussegment, sondern einfach wie ist sie geschnitten?

00:25:06: Wie funktioniert die für unsere Bedürfnisse?

00:25:09: Spielt eine unglaublich große Rolle für uns und unser Urlaubsgefühl.

00:25:13: Allein so ne banale Tatsache ob du in Balkon oder der Terrasse oder irgendwas hast wo du auch mal draußen sitzen kannst oder ob du quasi ... weißt du so gefangen bist in so einem Ort ohne draußen Sitzmöglichkeit?

00:25:27: das kann Wenn du Kinder hast und du bringst die Abends ins Bett, kannst dann nicht mehr in dem Sinne ausgehen.

00:25:33: Ein Riesenunterschied machen.

00:25:35: Ob du sagst, das können wir noch auf den Balkon setzen und ein bisschen an der frischen Luft sein oder ob du dann quasi gefangen bist, sag ich mal so ein bisschen in einem Apartment komplex von der schönen Umgebung gar nichts mehr mitbekommst?

00:25:48: Voll!

00:25:48: Und ich musste immer dran denken ... Der Klassiker ist ja so die Ausklapp-Couch, der dann oft so in der Küche ist oder so.

00:25:57: Und da liegt dann der Teenager drauf und der kriegt dann aber sozusagen eins auf die Mütze wenn er halt immer noch mitten in der Kirche liegt.

00:26:04: Dafür kann er ja nur für sie null Komma Null dafür sondern einfach nur beengte quasi Verhältnisse.

00:26:16: Ich wurde neulich gefragt von einer Freundin wie wir das hinbekommen haben dass unsere die ja große Teenager sind, unsere älteste Tochter ist ja auch schon ausgezogen.

00:26:27: Noch mit uns in Urlaub fahren was da unser Trick wäre.

00:26:30: und ich glaube nicht dass es

00:26:31: da ein

00:26:32: Trick in dem Sinne gibt.

00:26:34: aber was definitiv natürlich ein Faktor ist diese beiden jungen Menschen wünschen sich wenn wir miteinander verreisen einen Zimmer für sich allein also jeweils für sich alleine nicht die Teenies zusammen sondern jeder ein eigenes Zimmer.

00:26:49: wenn man dann auch noch mehr Kinder hat, in so einem Ferienhaus oder so einer Ferienwohnung nicht unbedingt leicht zu bewerkstelligen.

00:26:55: Also bei den Standardschnitten älter Schlafzimmer, Kinderschlafzimmers Wohnküche sind wir dann halt raus.

00:27:02: und gleichzeitig ist es so dass ich das so gut verstehen kann dieses Bedürfnis nach Privatsphäre, auch nach Rückzug im Urlaub Dass wir das eben für uns quasi eingepreist haben Nur so geht's, also andere Wohnungen oder Häuser kommen dann einfach für uns nicht.

00:27:22: Wir betrachten egal wie toll die vielleicht anderweitig wären.

00:27:25: Wenn wir wollen dass wir es da alle miteinander gut haben muss es genug Schlafzimmer

00:27:28: geben.".

00:27:29: Ich war noch nicht auf einer Party und hatte da die Gelegenheit mit drei Eltern zu sprechen, die jeweils ein Kind in dem Alter haben wie unser älteres Kind.

00:27:40: Und dann konnte ich so eine Mini-Umfrage machen zum Thema Urlaub mit Teenagern oder nicht?

00:27:44: Das war so witzig weil ... Eine, da war es so.

00:27:50: Jemand ist spanisch in der Familie und dann gibt's dieses ganz klar gesetzte Wir fahren immer in den großen Ferien halt nach Spanien um dort die Verwandtschaft treffen zu können und selbstverständlich müssen wir fahren quasi zur Familie.

00:28:03: Das ist ja ein Konzept das einfach auch nur einen Teil der Familien überhaupt hat.

00:28:07: aber bei denen war relativ klar dass der Urlaub auch ziemlich gesetztes Teenager Kind musste irgendwie auch mit Die zweiten hatten.

00:28:15: Wir machen so klassischen Action-Urlaub und da teilen wir uns ein bisschen auf.

00:28:19: Und klar kommt die mit, und die dritte sagt ich will überhaupt nicht mehr dass der mitkommt.

00:28:24: Dann waren wir alle so ... und dann sagt sie ne das nervt sie und sie war wieder so wie die Renaissance Fraktion wenn sie irgendwo hin fährt dann will sie alles möglich erleben und dann will sich quasi um sich kümmern und sie ist total froh wenn der Teenager zu Hause bleibt und die macht es mit dem so.

00:28:40: Also die gibt ihm den Urlaubsbudget als ob er mitkommen würde, liegt sie eben sozusagen in München.

00:28:49: Das klingt jetzt wertender als es gemeint ist sondern sie kann sozusagen konnte ganz klar auch sagen ich will eigentlich noch gar nicht dass der mitkommt.

00:28:57: und das war so spannend weil das sozusagen alle Kinder waren gleich alt und die Situation halt.

00:29:03: aber da merkte ich schon so... Was es für eine ganze Bandbreite gibt und da sind ja noch gar nicht die von dir erwähnten drin, die sagen du ist nicht drin.

00:29:12: Also ich...es Geld ist nicht da.

00:29:14: oder wir müssen Angehörige pflegen oder wir haben einfach Bedürfnisse in der Familie, die so anders sind das Urlaub überhaupt keine Rolle spielen kann sondern nur innerhalb von denen, die fahren können.

00:29:22: war das schon ein völliges Okay, dass ist für euch Urlaub!

00:29:25: Ach das ist für dich Urlaub?

00:29:27: Ja spannend Guck, das merk ich

00:29:30: z.B.,

00:29:30: wenn ich das so höre!

00:29:31: Ich kann mir das vorstellen, dass es für viele Familien auch sehr befreiend sein kann zu sagen wir müssen nicht mit an deinen Urlaub fahren grade so mit Teenagern du darfst doch einfach zu Hause bleiben kriegst ein großzügiges Budget mach was mit deinen Freunden oder wie auch immer.

00:29:42: ich mache was für mich und ich merke gleichzeitig, wenn ich sozusagen... Ich selbst vorstelle, so mit fünfzehn oder sechzehn.

00:29:48: Wenn man mir gesagt hätte, ich will dich eigentlich gar nicht dabei haben ... Das hat mich total verletzt!

00:29:52: Also das hätte ich ganz schlimm gefunden.

00:29:55: und ähm ... Entschuldigung,

00:29:56: aber das hat sie mir gesagt?

00:29:57: Sie hat's glaub ich dem Kind nicht gesagt.

00:29:59: Ja ja.

00:29:59: Sie hatte halt nur für einen weniger gebucht, weiß ich.

00:30:04: Ja spannend... Ich glaube der größte Glaubenssatz, da muss ich auch grad ein bisschen an das Denken was Lisa uns geschrieben hat, mit dem ich zu kämpfen hatte als Mutter in Bezug auf Urlaube ist, dass ich sehr lange so dachte.

00:30:20: In so einem Urlaub muss man ein bisschen fair schauen, dass alle zu ihrem Recht kommen die Großen und die Kleinen.

00:30:27: Und dann habe ich sehr oft in so Kompromissen gedacht So ein bisschen ähnlich wie du das vorhin beschrieben hast bei Paaren ohne Kinder Dass man entweder sich irgendwie aufteilt oder dass man sagt wir machen erst das eine und dann das andere.

00:30:37: also Ich hatte da so ein bisschen so'n Bild, dass man doch so einen sechsjährigen Kind sagen kann Okay, du hast Bock auf Pool.

00:30:46: Ich hab Bock auf Florentz in allen Facetten?

00:30:50: Dann machen wir doch erst das eine und danach das andere!

00:30:53: Und dann wünschst du dir einen Tag was und einen Tag.

00:30:55: Wünsche ich mir was.

00:30:56: oder wir machen so halbe Tage aber irgendwie diese Idee dass man da in so ein Kompromiss-Aushandeln-Ding reinkommen kann.

00:31:04: Und ich habe schon sehr stark dieses Bild gehabt... Man kann im Kind auch Also nicht im zweijährigen Jahr, aber ein bisschen größer und Kind zur Grundschulalter aufwärts oder so auch erklären.

00:31:17: Das ist mir wichtig!

00:31:19: Und das Kind kann sich dann... ...bisschen zusammenreißen und so Sachen mitmachen die die Eltern halt gut finden.

00:31:26: Dann kriegt es als Ausgleich auch ein paar schöne Sachen einen Eis- oder badenden Pool oder so.

00:31:34: Als ich ein Kind war habe ich das Gefühl gehabt dass unsere Urlaube als Familie, wir waren so vier Personen oft nach so einem Prinzip schon auch funktioniert haben.

00:31:44: Also, dass es praktisch schon ein von Erwachsenen bestimmtes Programm gab im Sinne von wir gucken heute diese Stadt an und morgen diese Stadt und dann gehen wir in dieses Museum Und dann gehen noch mal hier durch die Altstadt oder so.

00:31:58: und dann war aber immer auch nochmal irgendwas gedacht Und das ist dann noch was Nettes für euch.

00:32:02: Oder ihr dürft euch auch noch mal was wünschen, oder wenn ihr noch mal an Pool wollt oder ans Meer wollt oder irgendwas, dann preisen wir das auch mit ein.

00:32:09: so dafür ist auch Raum.

00:32:10: aber es war immer klar Es muss irgendwie allen gut gehen und es kann nicht sein dass die Kinder quasi den Urlaub in solchen dominieren.

00:32:19: ja also wäre jetzt nicht eine Option gewesen zu sagen Wir Kinder wollen einfach jeden Tag ans Meer und dann geht man halt auch jeden tag nur ans Meer Wenn ich selber Erinnere an meine Kindheit, sozusagen einleuchten und irgendwie logisch.

00:32:38: Ich erinnere mich daran, dass ich so mit zehn, elf, zwölf dachte auf manche Sachen hab' ich vielleicht persönlich nicht so Bock aber das ist ja schon auch eine Frage von Gerechtigkeit, dass jetzt nicht nur wir Kinder sagen können was uns wichtig is'.

00:32:50: Und ich konnte da dann die Impulskontrolle aufbringen und diesen Bedürfnis aufschub leisten um in so einer Weise Urlaub zu machen ... meine eigenen Kinder.

00:33:03: Du hast da nie gemäutert?

00:33:03: Wie bitte?

00:33:04: Echt,

00:33:04: wow!

00:33:05: Und du hast da nicht

00:33:06: gemäutert?!

00:33:06: Nee.

00:33:07: Okay

00:33:07: cool...

00:33:08: Und unsere eigene... Auch

00:33:09: irgendwie so mit einem Geschwister verbündet oder irgendwie sowas, sowas und sowas okay?

00:33:14: Nicht dass ich mich erinnern könnte.

00:33:16: also ich müsste jetzt mal der Eltern nochmal fragen aber ja ist halt so okay.

00:33:19: Ich habe in Erinnerung das wir da ziemlich klaglos das alles aus so einen Mitgemacht haben und das ist sich irgendwie in sich auch stimmig angefühlt hat.

00:33:29: Ich kann's nicht besser beschreiben, und das war so mein Bild!

00:33:33: Und dann haben wir eben selber Kinder bekommen und die sind älter geworden

00:33:36: usw.,

00:33:37: und wir haben ja Kinder bei denen auch eine verschiedene Neurotivergätzende Rolle spielen.

00:33:41: jedenfalls Impulskontrolle, Bedürfnisaufschub sich zurücknehmen große Gefühle nicht die ganz große Bühne bieten sondern auch manchmal ein bisschen die eher mit sich abmachen dass es hier nicht Die verbreitetste Stärke in der Jugendgeneration.

00:34:03: Und das ist überhaupt nicht schlimm, aber das führt dann natürlich dazu, dass teilweise es so Missmatches gab, ne?

00:34:09: Dass ich so dachte ... Okay, ich sag jetzt den Kindern, wie ich das aus meiner Kindheit erinnerung hab.

00:34:13: Wir gehen jetzt in dieses Museum und da will ich sein.

00:34:17: Dann nach vier, fünf, sechs Stunden kriegt ihr auch ein Eis-Deal.

00:34:21: So!

00:34:22: Und dann habe ich gemerkt, selbst wenn meine Kinder das ehrlich wollen reinen Herzens versprechen, ja wir machen das mit.

00:34:30: Die packen das nicht!

00:34:31: Die sind nicht in der Lage sich so lange zurückzunehmen und ihre Bedürfnisse so zurückzustellen und sich so zusammen zu reißen wie da ein solcher Urlaub erfordern würde.

00:34:46: oder da.

00:34:46: jetzt in die tiefsten Details gehen zu wollen war für meinen Mann und mich vor einigen Jahren der Game Changer dass wir gesagt haben Ganz ehrlich, wir richten unsere Urlaube nach den Bedürfnissen unserer Kinder aus und zwar mehr oder weniger zu hundert Prozent.

00:35:03: Denn das ist die einzige Art und Weise wie wir auch in die Entspannung kommen können.

00:35:07: Weil wenn wir ein Urlaub machen der unseren Kindern Spaß macht unter ihnen entspricht und er ihnen gut tut dann geht es uns auch gut weil einfach insgesamt die Stimmung gut ist und kein Museum und keine Dollar Altstadt und kein irgendwas kann mir so viel Entsponnungsgefühl geben Wegen zwei Wochen in Folge, jeden Tag an den Strand zu gehen.

00:35:28: Da sind unsere Kinder glücklich und wir sind auch sehr stark davon weggekommen, zu versuchen noch irgendwelche eigenen erwachsenen Urlaubsachen in unseren Familienurlaub reinzunehmen.

00:35:42: Wenn wir mit unseren Kindern verreisen, ist das ein Urlaub, der sich vollkommt?

00:35:47: an den Bedürfnissen der Kindern orientiert.

00:35:49: Und wenn wir es irgendwie schaffen, da noch so ein bisschen unsere eigenen Wünsche und Sachen, was ist doch noch mit reinzunehmen?

00:35:53: Ist das natürlich super!

00:35:54: Wir opfern uns dann nicht irgendwie auf oder machen Sachen die wir total blöd finden aber... Die oberste Prämisse ist Es muss den Kindern gut werden.

00:36:05: Wir zwingen sie zu nix und wir erwarten von denen auch wenig an Bedürfnis aufschub, weil wir wissen das es am Ende uns allen den Tag verhagelt.

00:36:15: Und wenn wir dann wirklich mal was nur für uns machen wollen, dann machen wir eher mal so ein Wochenende wo wir sagen, bist du hier was Kinder?

00:36:24: Habt ihr Lust mal wieder aber den Großeltern zu übernachten.

00:36:26: und da fliegen wir allein für zwei Tage In irgendeine Stadt.

00:36:30: Laufen zwanzig Tausend Schritte am Tag und gucken uns drei Museen an oder so, dann kommen wir wieder nach Hause und sind mit den Kindern zusammen.

00:36:36: aber wir versuchen das nicht mehr aktuell quasi unter einen Hut zu kriegen in einem Urlaub.

00:36:43: Ja ist sicher ein Ansatz weil man auch nicht sozusagen Verantwortung hin- und herschiebt.

00:36:49: weißt du die Stimmung im Bus kippt?

00:36:50: Und dann kann man sich ja auch unter den Eltern immer oft prima noch Jetzt kümmer du dich doch mal, dass meine Bedürfnisse erfüllt werden und so.

00:37:00: Aber das, liebe Nora, löst noch nicht das Problem, dass Lisa auch hat anklingen lassen?

00:37:06: Ich will nach Hause!

00:37:08: Also weil ich verstehe natürlich, dass die Trefferquote höher wäre, setzte man deinen Konzept um... Das ist Kind vielleicht Happy´s.

00:37:18: Aber selbst bei allem Besten Willem Du fragst dein Kind vorher, was wollen wir machen?

00:37:24: Ja ich will die Natur.

00:37:26: Okay dann bist du irgendwo in der Natur und sagt das Kind am Dienstag... Ich will nach Hause.

00:37:31: Ich vermisse meine Spiesachen.

00:37:34: Ich habe ja keine Zeit mehr für mich bevor die Schule losgeht.

00:37:38: Oder hier war es.

00:37:38: das Kind war ja junger.

00:37:39: Das konnte ich gar nicht so ganz klar sagen.

00:37:42: Was jetzt der Kompromiss war den es eingehen hätte wollen.

00:37:46: Du weißt worauf ich rauswill.

00:37:48: Dann hilft auch euer Konzept nichts muss ich ganz ehrlich sagen.

00:37:53: Also, ihr kommt vielleicht ein paar Tage länger aber Lisa's Kind wollte doch einfach nach Hause.

00:38:00: Ja!

00:38:03: Hattet ihr so eine Situation schon mal?

00:38:04: Als das ein Kind einfach sagte, ich will jetzt heim?

00:38:07: Ja unsere Urlauber haben sich zum Teil verändert durch die Forderungen und Wünsche unserer Kinder.

00:38:14: auf jeden Fall bei uns ist mal ne Romreise furchtbar schief gegangen.

00:38:18: Die war vorher abgesprochen mit dem Kind, dass sich so sehr interessiert für alte Sachen.

00:38:25: Und dann hat das Kind aber gedacht wir fahren am Sonntag und dabei fuhren wir schon am Samstag mit dem Zug los... ...und dann hat der Kind gesagt wie?

00:38:32: Ne heute schon!

00:38:34: Nee!

00:38:35: Und dann saß es die ganze Zeit in Rom und hat verkündet blödes Rom zu jeder passende und unpassenden Gelegenheit.

00:38:41: ja und dann hockst du halt schon in Rom ... und hast diese Wohnung, also kannst du ja nicht einfach schnell heimfahren.

00:38:51: Das war dann schwierig!

00:38:53: Also das ist jetzt noch nicht die Antwort auf die Frage was man dann tut... In dem Fall so viel Eis kannst du gar nicht kaufen wenn jemand nicht will.

00:39:01: Nee, und das ist ja auch... Du willst ja auch nicht.. Das ist zumindest bei uns so ein Ding.

00:39:06: Wenn ein Kind gerade wirklich schlecht gelaunt ist, dann ist es auch wirklich schwierig sich quasi zum Ziel zu setzen, ich tue jetzt alles um dieses Kind aufzumuttern.

00:39:16: Dann kommt man auch in so eine komische Dynamik, dass man wie ein Bittsteller wird im Kind gehen und sagt bitte sei gut gelaunt!

00:39:21: Wenn ich dir noch dieses Ding kaufe und dieses und wer mir noch an dieses ... dann zappelt man sich da ab und das vergiftet die Stimmung.

00:39:30: Also wir hatten solche ... Ich will nach Hause.

00:39:33: Situationen schon Und zwar haben wir ein Kind, das einfach egal wo wir sind immer wieder viel mit Heimweh zu tun hat.

00:39:41: Also auch an wirklich vertrauten Orten also auch wenn wir eben bei Großelterns zu Besuch sind, wo wir schon tausendmal übernachtet haben oder so.

00:39:49: Dieses Kind ist einfach sehr gerne daheim vor allem zum Schlafen und insofern ist es wenn wir egal welche Art von Urlaub planen immer eingepreist dass das passieren wird, wenn wir unterwegs sind für mehr als eine oder zwei Tage.

00:40:08: Dass dieses Kind Heimweh bekommen wird und... Da ist es dann wiederum so, ich hab vorhin gesagt wir richten uns sehr nach dem Bedürfnis unserer Kinder und das tun wir.

00:40:17: Und gleichzeitig ist es für uns als Familie keine Option zu sagen wir können nirgends woher hinfahren oder wir können nie länger als zwei Nächte von zu Hause weg sein weil ein Kind mit Heimweh zu tun hat.

00:40:28: Sondern da ist es tatsächlich so Lisa hat es anklängen lassen.

00:40:31: Da bin ich eher die Fraktion Gefühle begleiten und da einen guten Raum für schaffen also vor gar nicht so langer Zeit wirklich jeden einzelnen Urlaubsabend eine Sonne.

00:40:46: Wein-Episode begleitet von.

00:40:48: Ich will nicht mehr hier sein, wann können wir endlich nach Hause?

00:40:51: Und hab jeden einzelnen Abend noch mal vorgezählt.

00:40:54: Wir sind noch so und so viele Nächte hier und dann sind wir zuhause.

00:40:58: jetzt im Moment ist gar niemand von uns Zuhause.

00:41:00: das wäre gar nicht schön zu hause weil wir werden ja nicht da.

00:41:03: Wir sind jetzt hier und wir machen uns das hier gut und du darfst ein Zuhauser vermissen.

00:41:07: und wenn wir nach Hause kommen ist alles noch da dein Zimmer und deine Spielsachen oder alles so bisschen erzählt.

00:41:13: Und wir bleiben jetzt hier und sind jetzt hier.

00:41:17: Wir haben viele schöne Erlebnisse, manchmal ist es schwendig zu Hause dann und das halten wir zusammen

00:41:21: aus.".

00:41:23: Das wurde irgendwann fast wie ein eigenes Ritual.

00:41:27: Da bin ich mittlerweile so drauf eingestellt, dass das kommt.

00:41:31: Dass mich das auch gar nicht mehr groß anstrengt oder verunsichert, sondern ich weiß einfach ... Das für mich einzuordnen, dass das nicht heißt, dass der Kind den ganzen Urlaub blöd findet oder die ganze Zeit nur leidet.

00:41:46: Sondern ich weiß es hat Spaß und authentisch Spaß!

00:41:49: Und diese Abendsituation dieses Einschlafen müssen an einem Ort, in dem sich das eigene Zuhause ist schwer... ...und es ist meine für mich jetzt angenommen verantwortung mein Kind da durchzubegleiten und daneben zu legen, bis es eben auch an diesem Ort schlafen kann.

00:42:04: Und das hat es noch immer geschafft und wird es am nächsten Abend wieder schaffen.

00:42:07: Wenn ich Koffer packe für den nächsten Urlaub weiß ich schon ... Das wird mich erwarten!

00:42:13: Und das preise ich quasi ein in die Gesamterfahrung und spreche ja auch mit meinem Mann vorher drüber.

00:42:21: Wir müssen das und das miteinander an guten Gefühlen über den Tag aufsammeln, damit ich dann dieses Situation am Abend auch gut begleiten kann.

00:42:28: Und unter dem Strichgefühl hab ... Weißt du?

00:42:31: Das ist es wert!

00:42:33: Aber das war natürlich auch ein Prozess da hinzukommen.

00:42:36: als dieses Kind zum ersten Mal in einem Urlaub abends sagte.

00:42:39: Jetzt will ich nach Hause.

00:42:42: War ich total ... von Kopf gestoßen und auch frustriert.

00:42:47: Und ein bisschen in diesem Undarkbarkeitsmodus drin im Sinne, wir sind hier jetzt hingeflogen.

00:42:52: Wir haben uns unglaublich ins Zeug gelegt.

00:42:55: Jetzt willst du heim oder was?

00:42:56: Also da war so ganz viel Unverständnis.

00:42:59: Das tut mir nachher total leid, weil ich das auch persönlich genommen hab als würde dieses Kind mir persönlich sagen, tja Mama falsches Urlaubsziel ausgewählt.

00:43:08: Nächstes Mal wieder probieren!

00:43:10: Und das war es aber gar nicht, sondern ich hab das einfach zu dem Zeitpunkt noch nicht so verstanden gehabt.

00:43:15: Dass es einfach so ein bisschen so Heimwegkinder halt gibt.

00:43:22: Ja kleine Schleife noch... Also das war sicher ein hartes Learning Aber das ist ja eine zu erwartenden damit zu händelnde oder damit umzugehende Situation.

00:43:34: und die andere Situation ist halt dieses wenn es quasi ja ich sag mal plötzlicher passiert du hast diese ganzen Absprachen gemacht Dass mit deinem Kind ausgemacht dieses eine Museum würde ich mir einfach gerne angucken.

00:43:45: und dann plötzlich gibt halt die Stimmung.

00:43:47: Und das Kind will halt nicht, es macht schon alles ein bisschen enger.

00:43:51: Das ist schon so meine Wahrnehmung weil du halt in dieser Urlaubsituation bist und nicht so gut auskannst und nicht viele Alternativen hast um zu sagen ja was mache ich denn jetzt?

00:44:01: Also ich finde es nach wie vor nicht leicht.

00:44:04: Es kommt quasi... aus mehr oder minder nichts, das Kind fühlt sich unwohl.

00:44:08: Oder hat sich das anders vorgestellt?

00:44:10: Es ist halt nun mal ein Kind... ...oder es auch einfach ein Teenager, der sagt, uah jetzt sitze ich hier schon seit drei Tagen mit euch rum.

00:44:17: und was dann tun?

00:44:18: also wie... Ich finde das hat dann nochmal so einen Brennglas weil's ja so out of the blue kommt scheinbar

00:44:28: Total.

00:44:29: Und ich hab da keine Patentlösung für, ne?

00:44:32: Ich denke oft an diesen Satz von Eckhardt von Hirschhausen hab ich auch schon anderer Stelle zitiert.

00:44:36: Glück ist Erwartungsmanagement.

00:44:38: Da denk' ich sehr auf dem Urlaub dran.

00:44:40: und tatsächlich ist es so dass ich oft versuche wenn wir mit unseren Kindern irgendwas machen relativ ... Ich sag mal erwartungsfrei an bestimmte Aktivitäten oder Tage ran zu gehen.

00:44:51: wirklich mit so einer Einstellung von Mal gucken ob's klappt!

00:44:54: Ja, also wir sind irgendwo und ich höre hier gibt's irgendwas worauf ich Lust habe.

00:44:58: Irgend ein Museum ne nette Altstadt-Irgendwas.

00:45:02: Und dann sag' ich manchmal zu den Kindern oder zu meiner Familie Ich hätte Lust das wir das mal machen Wenn eine große Gegenwehr von Anfang an da ist Dann lass ich es auch sofort wieder los weil ich merke Also was nimmt das sozusagen so durch zu pushen und sagen doch das machen wir jetzt aber ich bestehe darauf Das führt zu nichts Gute.

00:45:18: Aber manchmal gibt´s das ja auch dass dann die Kinder sagen Ja okay, dann ist man irgendwo und dann merkt man ja doch nicht so.

00:45:27: Und ich versuche wirklich diese Skills die ich mir in Jahren der Einschlafbegleitung angeeignet habe in radikaler Akzeptanz halt auch bei Urlaubsachen zu vergegenwärtigen.

00:45:40: also wir gehen in ein Museum mit den Kindern weil ich da Bock drauf hab und es geht eine halbe Stunde gut Und dann eskaliert ein Kind.

00:45:48: Dann versuche ich, innerlich mir zu sagen hey aber wir hatten eine halbe Stunde in dem Museum das ist mehr als nix.

00:45:54: und jetzt gehen wir raus und suchen was auch immer wir jetzt brauchen und parken Kaffee im Spielplatz.

00:45:59: Wir fahren zurück in die Ferienwohnung und machen ne Pause also wir spielen den Spiel was auch ever.

00:46:06: Ich versuche dann, mich nicht zu versteifen.

00:46:08: Ich versuchte nicht in dieses Selbstmitleid zu rutschen.

00:46:11: Jetzt wollte ich einmal was und ihr konntet es mir aber nicht gönnen!

00:46:15: So ja?

00:46:15: Ähm ... Und ich versuche zu sehen, dass wenn meine Kinder ähm ... Nicht mehr können, dass sie da nicht mehr können.

00:46:22: Dass das ist nicht etwas ist, was Sie entscheiden, weil sie mir die Laune verderben wollen oder so.

00:46:28: Es hat nichts mit mir zu tun, es hat was mit Ihnen zu tun.

00:46:31: Und ich Versuche immer ... Ja, das nicht persönlich zu nehmen und in so einen konstruktiven Modus zu kommen im Sinne von okay jetzt ist grad blöd.

00:46:40: Wie kommen wir da raus?

00:46:41: Was würdet ihr jetzt gut tun?

00:46:42: Was können wir jetzt

00:46:43: machen?".

00:46:43: Und manchmal sind die Kinder dann ja so dass sie auch was benennen können und sagen mir wird's jetzt guttun zurück in die Ferienwohnung zu fallen, mir wird es jetzt gut tun ans Wasser zu kommen ich brauche etwas zu essen, eine Toilette, ich brauch was auch immer!

00:46:56: Und ganz oft ist es aber gerade bei den jüngeren Kindern auch so dass Sie gar nichts sagen können brauchen.

00:47:01: Sie wissen nur, dass was jetzt ist für sie nicht gut und mein Mann und ich haben uns sehr, sehr angewöhnt da dann halt so in diese Weichheit zu gehen, also nicht mit Wut zu reagieren sondern wirklich mit dem Mitgefühl, mit einem dir tobenen Kind im Museum scheint es ja gerade auch nicht gut zu gehen.

00:47:20: das tut mir ehrlich leid und jetzt bringen wir dich hier raus was wir dir Gutes tun können, dass es uns allen wiedergut tun kann.

00:47:28: Und das führt aber manchmal auch zu Dingen ... Das fühlt sich nicht leicht an!

00:47:32: Also ich war schon mal an einem Urlaubsort, wo es etwas gab, was ich gerne angeschaut hätte und was mit den Kindern nicht anzuschauen war.

00:47:40: Dann bin ich stattdessen in einem Indoor-Spielplatz gesessen bei Schönst zum Wetter im Ausland.

00:47:48: Ja?

00:47:49: Und saß da und hab ... Weil ein Kind hat zugeschaut, wie sie halt irgendwie da rumgetouren sind.

00:47:55: Was sie exakt so im Indoor-Spielplatz zu Hause auch hätten tun können und dann nicht in eine Bitterkeit zu kommen und zu sagen toll und dafür ... Weißt du?

00:48:03: Sind wir jetzt soweit gereist?

00:48:05: Sondern wirklich innerlich zu sagen hey, wir haben ne Lösung gefunden es gab mir schwierigen Momente Und jetzt spielen die hier und bewegen sich.

00:48:12: Wir können jetzt hier sitzen und was trinken und uns unterhalten.

00:48:15: Es ist jetzt einfach okay.

00:48:17: Das ist das, was jetzt geht war ne Lernkurve dahin zu kommen.

00:48:23: Aber heißt aber auch, dass du das Thema Bildung sag ich jetzt mal im Vergleich... ...zu deinen Urlauben, deinem Familienurlauben so ein bisschen über Bord geschmissen hast?

00:48:31: Viel viel tiefer hängen?

00:48:33: auf jeden Fall ja!

00:48:34: Genau also dass man eben so diesen Impetus der anscheinend darf sagen ah man fährt irgendwo hin und dann muss man sich doch was anschauen oder?

00:48:43: Muss man doch gesehen haben!

00:48:43: Ja ja

00:48:44: genau und jetzt nicht nur, also Bildungen meine ich jetzt schon umfassender.

00:48:46: Also einfach sozusagen Das ist auch Italien, dass man da keine Ahnung auf dem Markt geht oder so.

00:48:53: Jetzt nicht nur immer die Renaissance.

00:48:56: Dass mir sowas halt ein Stück weit fallen lässt ja.

00:48:59: Meine Frau hat mich dann neulich mal geholfen.

00:49:01: wir waren in Krakau haben da Bekannte besucht und der Krakow ist unglaublich vielschichtig auch geschichtlich und so weiter.

00:49:10: Und sie sagt aber er aber weißt du das wirk vieles wirkt beiläufig wirkt es auch und das halfen wir dann so ein bisschen zu sagen Das Kind ist einmal durch diese Kirche gelaufen, die ist noch so angemalt wie vor fünfhundert oder vor tausend Jahren.

00:49:23: Es ist total selten dass es das noch so gibt und natürlich wollte ich danach zweieinhalb Minuten wieder raus aber trotzdem wird da irgendwo was wird schon was hängen bleiben.

00:49:32: das muss jetzt nicht immer so ein sowas erlehrendes haben.

00:49:36: in Urlaub

00:49:37: ja du und ich meine mit den großen Kindern ist es manchmal spannend Dass man dann eben merkt, wenn da die richtige Zeit kommt und die richtige Gelegenheit.

00:49:48: Dann gehen auf einmal manche Dinge doch.

00:49:49: weißt du also wir haben jahrelang uns bestimmte Museumsbesuche Nicht erlaubt, weil es einfach mit den Kindern nicht wirklich ging.

00:49:59: Ohne dass das eine Quälerei für alle gewesen wäre.

00:50:01: und dann waren unsere Teenager vor einiger Zeit zusammen haben sie schon ne Städtereise gemacht und eigentlich sind die aber in die Stadt nur gefahren, weil da ein Konzert stattfand!

00:50:09: Und wir hatten dann wirklich so die Fantasie... Die sitzen wahrscheinlich einfach im Hotel bis das Konzern losgeht geht zum Konzerten, gehen wieder ins Hotel, fahren wieder nach Hause und dann kamen die nachhause und sagten wir waren in dem Museum und wir waren noch da und wir haben doch das gemacht oder sowas?

00:50:22: Das

00:50:22: habt ihr ja früher nie

00:50:24: mit uns machen wollen.

00:50:25: und dann war das so ja dieses aber dann war es voll cool weißt du?

00:50:28: Und manchmal muss man glaube ich einfach warten.

00:50:30: Ich glaube für manche Dinge also schließen sich so Zeitfenster auf, das gibt's ja manchmal ganz basal beim Essen dass ein bestimmte dinge nicht schmecken oder bestimmte geschmecker und auf einmal bist Du Und der XU schmeckt echt doch ganz gut.

00:50:44: Jetzt hab ich da irgendwie Bock drauf, so und

00:50:47: ... Wandern ist auch sowas.

00:50:48: Wandan hat auch seine Zeit.

00:50:50: Genau das ist auch was wir neulich hatten mit einem unserer Teenager-Ostripper unterhalten, dass er sagte, ich will's ja kaum zugeben!

00:50:57: Ich habe ja immer so gemäutert beim Wandern.

00:50:59: Und jetzt finde ich es richtig cool eigentlich und hab dann Bock drauf.

00:51:04: Das muss auch manchmal sein.

00:51:05: Wenn ich sage, wir haben unseren Kindern ... viele Dinge auch nicht zugemutet.

00:51:11: Ich musste natürlich auch so ein bisschen differenzieren, wir haben den unterschiedlichen Kindern auch unterschiedliche Dinge zugemutet je nachdem wie wir es auch so eingeschätzt haben.

00:51:20: also ich finde wenn der Kind beim Wandern so ein bißchen meuthert und sagt anstrengend blöd oder so ja dann kann es durchaus eine gute älterliche Entscheidung sein zu sagen hey wir sind jetzt hier da vorne ist diese hütte und das machen wir jetzt so ne?

00:51:34: Und wenn aber ein gleich altes kind ein paar Hundert Meter nach dem Losgehen einen totalen Meltdown bekommt, weil es völlig überreizt und überfordert ist von der Situation.

00:51:42: Und man merkt wirklich da ist die Mensa Leidensdruck dahinter dann finde ich's wichtig auch sagen zu können okay wir drehen um und deswegen kann man eben auch keine Pauschalratschläge geben.

00:51:52: Ich finde es durchaus grundsätzlich richtig dass man Kindern im Urlaub auch manchmal was zumuten kann wie man sich selbst manchmal auch etwas zumutet und gleichzeitig je nach Persönlichkeit, Charaktermelodie, Sensibilität alter eines Kindes kann eben die Schwelle dessen was für dieses Kind zumutbar ist.

00:52:14: Sehr niedrig sein.

00:52:16: und dann kann man entweder dagegen ankämpfen weißt du?

00:52:19: Und so wie Don Quixote und die Windmühlen immer wieder in den gleichen aussichtslosen Kampf die zu sagen irgendwann wirst Du es doch noch mögen.

00:52:25: oder man kann ein bisschen seine Erwartungen anpassen und sagen das ist dass was mit dir was mit uns mit unserer Familie im Moment gerade geht.

00:52:34: Und dann versuchen im Kleinen sich halt wieder auch Dinge zu ermöglichen, weißt du?

00:52:42: Also wir haben mein Mann und ich unsere Urlaube in den letzten Jahren sehr an den Bedürfnis unserer Kinder orientiert und uns dann aber manchmal so kleine Fluchten quasi erlaubt.

00:52:53: Dann waren wir mit den Kindern irgendwie unterwegs und dann sind wir am frühen Abend irgendwann zurück in die Ferienwohnung gegangen.

00:53:00: Und dadurch, dass wir die großen Teenager auch dabei haben, haben wir ältere noch im Haus.

00:53:04: Dann können wir durchaus mal so was sagen wie hey, die Kleinen dürfen jetzt einen Moment was schauen, könnt ihr einen Auge auf die haben?

00:53:09: Wir gehen nochmal zu zweit für ne Stunde los oder so und dann gucken wir uns eine Kirche an oder irgendwas einfach nur für zwei und kommen zurück und machen Abendessen oder so.

00:53:20: Das ist manchmal auch etwas Schönes aber was natürlich immer ein bisschen ... nur geht, wenn man jemand hat der dann aufpassen kann.

00:53:29: Auf die jüngeren Kinder und wir sitzen durchaus manchmal in unseren Familienurlauben sehr zufrieden da und sagen oh wir freuen uns um so drauf irgendwann mal als so empty nesters weißt du all die reisen und all die sachen machen zu können die jetzt gerade halt nicht gehen?

00:53:45: aber wir sagen das nicht mit so einer Bitterkeit.

00:53:49: oder weiß du mit so einem da toll, warum sind wir jetzt nicht irgendwo geiler ist?

00:53:54: Sondern wirklich und ehrlich wertschätzten zu dieses diese Zeit dieser Familienurlaube wo so kulturell gefühlt gar nichts passiert.

00:54:02: Die wird auch wieder enden und irgendwann werden wir darauf zurückblicken und sagen das waren die Strand- und Bergejahre ja und dann kommen irgendwann auch wieder die Städte reisen Jahre oder was hilft uns schon auch zu sagen, so bist du alles zu seiner Zeit.

00:54:20: Ja man kann ja letztlich auch nicht überspitzt gesagt seinen eigenen Kindern vorwerfen dass sie am den Urlaub versauen die mal lieber gemacht hätte weil ich meine ich glaube da lohnt es sich dann schon noch einmal über die eigenen die Angst irgendwas zu verpassen oder war halt so die eigenen reise wünsche und bedürfnisse nachzudenken das ist wahrscheinlich der weg zum mehr zufriedenheit im urlaub.

00:54:41: keine gut vorstellen.

00:54:43: Also, ich würde abschließend zu Lisa einfach gerne sagen wollen.

00:54:46: Ich schreibe darüber in meine Grenze ist ein Halt.

00:54:48: es gibt einfach manchmal Situationen da gibt es mehrere gute Wege und jeder Weg den wir gehen kann für uns der richtige sein so lange wir miteinander gut sind.

00:55:00: Wir und unser Kind, das heißt wenn wir im Urlaub sind es ist schwierig dann kann es ein valider Weg sein zu sagen wir brechen ab und dann ist das nicht scheitern und versagen was falsch gemacht haben sondern das kann eine verantwortungsvolle und liebevolle Entscheidung sein.

00:55:14: so hat es schon mal nicht geklappt.

00:55:16: wir fahren heim und exakt in derselben Situation kann es aber auch ne genauso liebevollen gute entscheidung sein.

00:55:23: sozusagen wir bleiben da wir begleiten den frust Wir gehen miteinander durch die Tiefstuhl, wir versuchen sie hoch zu genießen.

00:55:32: Und wir üben das einfach noch ein bisschen miteinander dieses Urlaub machen.

00:55:36: Unser Kind ist jetzt vier, das lernt gerade überhaupt erst was es bedeutet an einem anderen Ort zu sein und dass da alle Sachen anders sind um mit so etwas wie Heimweh umzugehen.

00:55:45: Wenn wir das jetzt miteinander schaffen und miteinander begleiten kann das auch eine Investition sein für zukünftige Urlaube?

00:55:50: zu sagen weißt du noch?

00:55:51: Wie damals in Italien!

00:55:57: oft als Erwachsen so davon aus.

00:55:59: Urlaub ist ein Konzept, das sich quasi selbst erschließt.

00:56:02: Aber Urlaub zu machen eine Lern- und Sozialisationserfahrung.

00:56:07: Warum macht man das?

00:56:08: Was passiert da, wie fühlt sich das an weg zu sein?

00:56:11: Wie fühlst du dich das an wiederzukommen?

00:56:13: Und wenn wir es als Erwachsener auch schaffen so einen Rahmen zu halten im Sinne von Wir sind jetzt hier und wir gehen nicht vorzeitig heim aber wir tun alles dafür, dass wir das miteinander gut haben können.

00:56:25: Wenn du Pausen brauchst oder irgendwas dann machen wir das möglich.

00:56:29: Das kann auch eine gute Erfahrung sein.

00:56:32: Ich weiß, abgebrochen habt und es ist total valide.

00:56:37: Wir selber tatsächlich haben das doch nie gemacht, weil auch bei uns dann immer so das Gefühl gewesen wäre, weißt du wenn ein Kind nach Hause will und das andere will bleiben?

00:56:45: Und dann sagt man, ne wir gehen jetzt heim hat man ja nichts besser gemacht!

00:56:49: Wir haben tatsächlich schon immer gesagt okay wir sind jetzt hier und wir machen das aber eben nicht mit so einer Augen zu und durch bei es die Zähne Zusammenhaltung, sondern schon wie können wir's dir leichter machen?

00:57:01: Was können wir tun?

00:57:02: das ist für dich hier auch schön sein kann.

00:57:05: Und ich hab' das Gefühl dass das auch ja zu gewissen Lerneffekten geführt hat, die dann auch für weitere Urlaube geholfen haben.

00:57:18: Wenn ihr uns erzählen wollt wie ihr am besten verreist oder nicht verreißt schreibt uns immer gerne an Podcast www.noraminosimlau.de.

00:57:26: Und damit kommen wir zu der Sponsoren der aktuellen Folge.

00:57:29: und es folgt etwas Werbung.

00:57:40: Familien auf ihrem Weg zu einer bewussten, bindungsorientierten Elternschaft zu begleiten.

00:57:45: Und zwar sowohl online als auch offline.

00:57:47: also wenn ihr zufällig in der Ecke Stuttgart wohnt ne Leonies jetzt südlich von Stuttgartern könnt ihr euch auch mit ihr direkt und persönlich treffen.

00:57:54: aber alle die nicht gerade zufältig StuttgaterInnen sind können sich eben mit ihr auch online vernetzen und Ihr Fokus in ihrer Coaching Arbeit liegt darauf euch dabei zu unterstützen, dass ihr rauskommt aus diesen alltäglichen Machtkämpfen im Alltag.

00:58:09: Aus diesen unguten Dynamiken, das wir immer so gegen unsere Kinder... gewinnen wollen bei irgendwelchen Konflikten.

00:58:17: und ihre Arbeit führt uns zu mehr Verbindung, mehr Klarheit und mehr Kooperation.

00:58:24: Und zwar in beide Richtungen.

00:58:25: also wie kriege ich mal Kind dazu auch seine eigene Kooperationsfähigkeit sozusagen anzuzapfen?

00:58:31: aber wie kann ich auch meinem Kind gegenüber eine kooperative verbindende Haltung gelangen?

00:58:36: Es geht also darum alte Muster zu erkennen und zu verändern und ohne Druckstrafen und dieses funktionieren müssen Ein Familienleben auf Augenhöhe zu finden.

00:58:47: Leonie hat dafür jede Menge ... Hilfen sozusagen in ihrem Werkzeugkasten.

00:58:52: Eine könnt ihr euch gleich sofort kostenlos runterladen und zwar hat sie auf ihrer Webseite leoni-ries.de einen kostenlosen Guide für euch zusammengestellt, der heißt Warum hört mein Kind nicht auf mich?

00:59:04: Und da könnt Ihr gleich schon mal reinlesen und auch so schauen.

00:59:06: ist das ein Ansatz, der mir gefällt, der mich weiterbringt?

00:59:10: und wenn ihr dann noch darüber hinaus Begleitungsbedarf spürt, könnt ihr Euch zu einem kostenfreien Erstgespräch bei Leonie anmelden wo ihr klären könnt, ob ihr in einen Coaching-Prozess mit ihr einsteigen

00:59:42: wollt.

00:59:44: Und da wollte ich dir heute mal eine Schweizer Perspektive vorlesen, die uns erreicht hat.

00:59:50: zu unserer Folge rund um den Schulanfang.

01:00:13: Also wer bis dann vier ist, kommt in den Kindergarten.

01:00:16: Schweiz – Kindergaten ist in den meisten Kantonen zwei Jahre obligatorisch und zählt zur Schule.

01:00:22: In gewissen Kreisen ist es sehr normal schon aus Prinzip ihre April Mai Juni und Juli teils auch Januar und März Kinder zurückstellen zu lassen.

01:00:32: Also wo es praktisch schon nach der Geburt klar ist dass sie die Kinder nicht mit Vier an den Kindergartens allen Schulen lassen wollen….

01:00:38: Es hat hier also meist nichts mit der individuellen Entwicklung zu tun, sondern der Sorge dass die Kinder dann zu jung sind wenn es um Berufslehre oder Gymnasiums übertritt geht und sie sicher gehen wollen das ihre Kinderschule ist die bestmöglichste Chance erhalten.

01:00:54: Meist sind das Familien die eh schon sehr privilegiert sind sich zusätzliche Kurse zur Auslastung im Kindergarten leisten können vor allem dann wenn das Kind ja eigentlich schon schulreif wäre.

01:01:04: Was nicht gesehen wird, ist wie damit die Schere in der Schule noch größer wird.

01:01:08: Es gibt immer weniger junge Kinder im Klassenjagang und diejenigen, die regulär jung eingeschult wurden sind meist von eher Bildungsfernen oder Einkommensschwächeren Familien.

01:01:18: Meine These ist dass dadurch die Schule noch weniger auf diese jungen Kinder eingeht und Entwicklungsunterschiede tendenziell problematisiert werden obwohl es in einem Klassen-Jahrgang ja normal wäre das Kinder unterschiedlich weit sind.

01:01:30: Unsere Tochter ist ein Juni Kind und wurde regulär eingeschuldet.

01:01:34: Sie war auch wirklich parat und hätte bei einer Rückstellung anders ausgelastet werden müssen, was wir weder finanziell noch von den eigenen Ressourcen her hätten leisten können.

01:01:44: Kindergarten sowie das erste Schuljahr liefen super und ich hoffe sehr dass sie später nicht benachteiligt ist nur weil wir sie nicht zurückstellen ließen!

01:01:52: In ihrer Klasse gibt es nur drei Kinder in ihrem Jahrgang die nach März Geburtstag haben.

01:01:57: liebe Grüße Bettina.

01:02:00: Das ist echt so interessant, wie man über die Ländergrenzen hinweg dann auch diese unterschiedlichen Systeme hat.

01:02:06: Ich habe ja auch Neffner eine Nichte in der Schweiz und das ist ein ganz eigenes Ding, dass praktisch die Schulpflicht schon mit dem Kindergarten, mit diesen zwei Jahren Kindergärten vor der Schule beginnt viel mehr schon sozusagen schulisches Arbeiten so spielerisch, aber trotzdem eben schon im Kindergarten gemacht mit ein bisschen wie wir das auch in England erlebt haben als da unser Kind mit vier in die Vorschule kam.

01:02:32: Und ich kann mir das total vorstellen, dass es natürlich eine krasse Diskrepanz macht.

01:02:36: Wenn man sagt, es ist quasi Kindergartenpflicht ab vier und dann schleichen sich da so ganz viele Leute drum herum und sagen, nee unser Kind soll lieber schon fünf

01:02:43: sein."

01:02:43: Dann hast du die gerade vier geworden.

01:02:45: und gut fünfjährigen und sollen aber die gleichen Anforderungen erfüllen.

01:02:49: Dann macht das natürlich sehr große Heterogenität in so einem Klassenzimmer und kann dann schnell so das Gefühl befördern ... Da wollen dann einzelne für ihre Kinder so die Chancen auf die besten Noten erhöhen, indem sie einfach sagen, mein Kind ist immer schon ein Jahr älter als alle anderen und kann Sachen besser.

01:03:12: Und es ist mehr gefördert worden noch mal privat.

01:03:14: Das ist tatsächlich eine Aspekt der mir jetzt in Deutschland in Bezug auf Rückstellung noch nicht so systematisch begegnet ist.

01:03:21: also die Eltern mit denen ich gesprochen habe

01:03:23: ...

01:03:24: die ihre Kinder haben zurückstellen lassen oder die auch bei ihren Kann-Kindern entschieden haben.

01:03:28: Ein Jahr Kindergarten tut meinem Kind noch gut, da hatte ich immer das Gefühl, es gab wirklich individuelle Gründe im Sinne von ... Die haben ihr Kind angeguckt und gesagt wir haben den Eindruck ne?

01:03:38: Von seiner Entwicklung.

01:03:39: so ist es.

01:03:40: aber ich finde es total interessant das so zu hören und tatsächlich kann ich auch verstehen dass sich das ungerecht anfühlen kann wenn man dann quasi sein Kind fast als einziges so regulär in den Kindergarten gibt und dann das Gefühl hat, möglicherweise könnte ihm das irgendwann vor die Füße fallen.

01:03:58: Weil es einfach noch ein Jahr jünger ist als die anderen Kinder im eigenen

01:04:02: Schuljahrgang.".

01:04:04: Ich fand's total spannend auch, dass es einen Rauswirt aus der deutschen Perspektive, die eben stark so zwischen muss- und kannkindern changiert – wobei ich da schon auch war.

01:04:16: Menschen, die sich damit mehr beschäftigen oder wie sie es eben schreibt privilegierter damit

01:04:20: letztlich

01:04:21: sind als andere schon ziemlich genau gucken ob Sie jetzt ein Kind einscholen oder nicht.

01:04:26: Den entstehen halt eher die Möglichkeiten offen sich da entsprechend irgendwie zu engagieren während hier mit diesem Beispiel mit den jüngeren Kindern in der Schweiz weil sie schreibt ja das was diese klasse betrifft ihr quasi fast jeder gemacht hat.

01:04:38: total spannend.

01:04:40: also vielen dank einfach nur auch für diese Perspektive weil wir wollen ja hier jetzt auch nicht die reine deutsche perspektive immer noch haben.

01:04:49: insofern.

01:04:50: Ich finde es immer schön wenn uns Hörerinnen schreiben weißt du wie auch neulich bei der social media folge und dann jemand aus australien schrägen sagt bei uns ist das jetzt übrigens so oder so?

01:04:57: also das macht's immer nochmal für alle viel bereichernden mal über den Tellerrand zu gucken

01:05:03: genau

01:05:05: okay vielen dank.

01:05:06: dann würde ich sagen dass war schon wieder und wieder bis zum nächsten

01:05:09: Mal genau und denkt immer dran aller anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant.

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