Aller Anfang: Wie kommen wir durch den Nachmittag?
Shownotes
Nachmittage mit Kind können kurzweilig und verbindend sein, aber auch zäh und anstrengend. Warum hat es gerade der Nachmittag in vielen Familien so in sich? Und wie können wir es uns leichter machen, gemeinsam durch den zu kommen? Oliver und Nora reden über tägliche Routinen und kleine Fluchten, Müdigkeitstiefs und überraschende Ideen für möglichst schöne Nachmittage mit Kindern.
Unser Postfach für Lob und Kritik, Anregungen und Themenwünsche: podcast@nora-imlau.de
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Transkript anzeigen
00:00:09: Alleranfang ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant.
00:00:14: Und womit fangen wir heute an?
00:00:16: Heute Nora würde ich gern mit dir über den Nachmittag sprechen.
00:00:19: Na dann legen wir los!
00:00:21: Diese Folge wird unterstützt von Octopoly.
00:00:23: das ist ein nachhaltiges Fashion Label für Kinder und Erwachsene die euch diesmal mit Infos versorgen wie man Fehlkäufe bei Kinderkleidung vermeiden kann.
00:00:31: und mehr erfahrt ihr am Ende dieser Folge.
00:00:34: Hallo Nora
00:00:36: hallo Oliver.
00:00:37: Bei mir gibt es einen Satz, den ich sage wenn die Kinder das Kind je nach Situation so aus der Schule kommen.
00:00:45: Das erste ist immer Boxen raus Hände waschen also die Brotzeit boxen dass sie da nicht in der Tasche vergammeln.
00:00:52: und dann sag ich wollen wir mal ein Plan machen
00:00:56: für den Nachmittag?
00:00:57: und das habe ich irgendwann mal so mir irgendwo rausgezogen.
00:01:01: ich weiß auch nicht manchmal vergesse ich das natürlich auch Aber das war für mich so ein kleiner Gamechanger.
00:01:08: Weil ab da alle mal kurz so innehalten und mal kurz nachdenken, okay was... Und auch ich?
00:01:15: Was sind heute dran?
00:01:17: oder was ist denn heute überhaupt nicht drin?
00:01:21: Das klingt voll gut!
00:01:23: Es gibt ja so Kinder, die lieben das.
00:01:25: So Pläne zu machen und dann auch sich an Plänen zu halten Und es gibt allen so halt und Strukturen und es gibt ja Kinder Die fühlen sich dann sofort ein bisschen eingeengt wenn man ihnen sagt wir haben jetzt einen Plan.
00:01:37: Aber ja, mir gefällt die Idee vor allem dieses wollen wir.
00:01:40: Also nicht ich hab da mal einen Plan gemacht sondern so dieses Kollaborative, dieses Wir gemeinsam machen jetzt ein Plan für den Nachmittag.
00:01:48: Es ist auch so bisschen lustig heute zu sagen wir machen eine ganze Folge zum Thema nachmittags.
00:01:52: weil man im ersten Moment so denkt macht ihr auch ein folge zum thema abend oder morgen könnten wir auch machen gibt es genug zu sagen.
00:01:57: aber ich habe tatsächlich Gesprächen mit Eltern in letzter Zeit so oft mitbekommen dass dieser Nachmittag mit Kindern, also die Zeit nach Kita-Schule was auch immer für viele Familien echt so eine besondere Zeit ist.
00:02:15: Für mich war der Nachmittags schon auch immer crucial als die Kinder noch nicht außerhalb betreut wurden.
00:02:20: Also auch wenn du nur mit Baby daheim bist finde ich hat er ja schon auch oder dein Kind halt nicht ... in die Einrichtung geht oder krank ist, weiß schon wie ich meine.
00:02:31: Oder ist es irgendwie Feiertag?
00:02:33: Trotzdem der Nachmittag hat's oft in sich.
00:02:35: Genau also ich finde den Nachmittage der hat eine besondere Intensität auf den Familien.
00:02:40: einerseits ist das auch die Zeit wo man so die Vorstellung hat jetzt haben wir zeit miteinander Jetzt wollen wir sie auch genießen.
00:02:46: jetzt wollen wir was machen miteinander.
00:02:48: Es ist noch Tag, es ist noch hell.
00:02:50: Man kann was unternehmen, zumindest theoretisch und gleichzeitig ist der Nachmittag auch die Tageszeit, wo oft so ein bisschen ... Die Erschöpfung schon durchschlägt, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsern.
00:03:00: Man hat eine Menge Tag hinter sich.
00:03:03: Und man hat gleichzeitig aber auch eine Menge vor sich!
00:03:05: Man kann nicht in die Abendroutine überleiten.
00:03:09: Ich habe vor kurzem mal auf Instagram relativ spontan, wie das immer so ist aus dem ... Moment heraus, so über die Nachmittags-Erschöpfung geschrieben und darüber wie krass das manchmal reinhaut.
00:03:20: Dass man wirklich um vierzehn, fünfzehn bis sechzehn wieder nach dem Uhr manchmal echt das Gefühl hat eigentlich würde ich jetzt gern schlafen warum ist es noch nicht abends?
00:03:28: Und gleichzeitig muss man aber irgendwie ja noch da sein und präsent sein und Emotionen halten und Sachen begleiten und so.
00:03:36: Das hat eine unglaubliche Resonanz ausgelöst.
00:03:38: Da haben ganz viele Menschen mir geschrieben dass das für sie so ein totaler Überraschungsmoment bei ihrer Eltern schafft, dass sie immer so dieses Bild hatten.
00:03:46: Wenn ich mal ein Kind hab oder wenn ich mal Kinder habe dann werden die Nachmittage toll.
00:03:51: wir werden Ausflüge machen wir werden die Welt entdecken wir werden basteln spielen backen tun machen das ist doch die schönste Zeit und dann damit konfrontiert sein zu sagen manchmal sind nachmittagen So eine ganz komische Tageszeit, wo alle irgendwie rumhängen und wo man teilweise so echt auf die Uhr schielt.
00:04:09: Und denkt wie viele Stunden sind es noch bis zur Bettgezeichen?
00:04:14: Genau das fand ich irgendwie ein wichtiges Thema da mal drüber zu sprechen.
00:04:17: was macht die Nachmittage tricky Was macht die nachmittage aber auch schön.
00:04:22: Wie können wir Die Nachmittag für uns alle irgendwie angenehmer und leichter machen und gleichzeitig aber auch einfach anerkennen dass es auch einfach Nachmittagen gibt vermutlich von uns allen relativ schnell vergessen sein werden, weil jetzt in dem sind ja nicht viel passiert ist.
00:04:38: Weil einfach so ein bisschen man so miteinander rumgehangen ist.
00:04:43: Also im Baumeln auch klar.
00:04:46: Okay tricky und schön.
00:04:47: Womit fangen wir an?
00:04:49: Kommt mitten rein.
00:04:51: Tricky.
00:04:52: also natürlich gibt es trotz meinem Satz den ich da meistens murmel hier genauso tricky nachmittage Und ich wollte jetzt auch nicht so klingen, als gäb es dann wirklich einen Plan.
00:05:04: Also ein Plan kann auch sein... Ich chill jetzt erstmal!
00:05:09: Das ist auch ein Plan.
00:05:10: Aber ist das eher so ein kurzes Einchecken?
00:05:14: Oder ich bin auch Verfechter des Mittagsläffchen durchaus.
00:05:19: Also ich kann mich schon mal kurz hinhauen und Medienzeit irgendwie verteilen oder so.
00:05:26: Ich wollte jetzt nicht so strukturiert klingen wie sechzehn Uhr basteln mit Fadi, siebzehn uhr musizieren mit Faddi.
00:05:31: Achtzehn Uhr Gemüse schnippen mit FADDI.
00:05:33: So ist es nicht.
00:05:34: Siebzehntreißig
00:05:35: Hauskonzert!
00:05:36: Ja genau.
00:05:38: Leider aber ich finde mir gefällt das wirklich gut weil dieses machen wir mal plan ist ja ein bisschen auch eine Übersetzung für mich von meinem Untertitel von Familie Kompassier.
00:05:47: Was brauch ich und was brauchst du?
00:05:49: Also, wo stehen wir jetzt gerade?
00:05:50: Ja, das ist die Kurzfassung vor
00:05:51: diesem Satz.
00:05:52: Mach mal einen Plan, ja stimmt!
00:05:54: Ja,
00:05:54: was ist jetzt grad für uns so
00:05:56: dran?!
00:05:58: Und ich hab damit auch schon positive Erfahrungen gemacht, ein bisschen zu fragen hey wer braucht was und was wollen wir machen?
00:06:05: und gleichzeitig stelle ich oft bei meinen Kindern fest dass grade Kinder die Einrichtungen besuchen.
00:06:12: Die schon in die Kita, Kindergarten, Schule gehen oder so.
00:06:15: Eben oft echt nach Hause kommen und teilweise so einen Erschöpfungsmoment haben ... Ich bin jetzt da!
00:06:24: Ich lass die Tasche fallen, ich komm nach Hause.
00:06:26: Dass dann manchmal jede Frage zu viel ist im Moment?
00:06:32: Und dass auch die Anforderung sozusagen die eigenen Bedürfnisse zu kennen und zu benennen.
00:06:38: Was willst du heute Nachmittag machen?
00:06:41: Manchmal schon zu viel ist und das tatsächlich bei uns oft dieses, was du sagst erstmal chillen so.
00:06:49: Das es manchmal hier tatsächlich besser funktioniert wenn ich quasi gar nicht frage willst du jetzt so dann eher ein bisschen anleite im Sinne von Hier hast du etwas zu trinken, hier hast du eine Kleinigkeit zu essen Du magst dich doch sicher jetzt einen Moment hinhauen und ein Hörbuch hören oder was lesen oder irgendwas.
00:07:09: Wie wär's, wir treffen uns.
00:07:12: Also dann und wieder oder ich hol dich nachher noch mal runter?
00:07:14: Oder ich guck mal in einer halben Stunde nach dir oder so.
00:07:17: also eher so ein bisschen ... Du musst mir jetzt gar nicht sagen was du brauchst.
00:07:21: Ich leg dir jetzt mal eine Spur aus sozusagen.
00:07:24: Das klingt mir auch so ein bißchen moderierten Plan dann.
00:07:29: Letztlich geht es doch darum irgendwann das Kind wieder sozusagen... aus diesem Erholungsmodus, abgelegten Dingen wieder rauszuholen.
00:07:40: Meins kommt ja auch nur daher, Kind kommt nach Hause oder du hast es abgeholt, der Wurst so irgendwie knallt die Sachen hin, verschwindet in seinem Zimmer bei Hörspielern und irgendwas... Und dann muss das ja irgendwie so weitergehen?
00:07:55: Oder das Kind steht vor dir und sagt ich will irgendwas und du selber bist grad noch überhaupt nicht
00:08:02: in der... Also oft ist man ja auch selber erst nach Hause gekommen und hat auch einen Arbeitstag hinter sich oder hat irgendwie noch Sachen, die man erledigen muss.
00:08:10: Und das gleich vorwegzunehmen ... Mein Ideal ist, man kommt aus diesem ich muss mich jetzt mal entspannen Zustand irgendwann wieder raus.
00:08:18: Realität ist.
00:08:19: es gibt Nachmittage da verharren wir exakt in diesen Zustand bis es dann irgendwann Abendessen geht und man direkt mit der Bettgeroutine weitergeht.
00:08:26: und das ist gerade so Richtung Wochenende.
00:08:29: also wenn schon einiges an Woche zwischen einem liegt auf so einen Phänomen.
00:08:34: Also die Freitag-Nachmittagserschöpfung ist auch echt real, dass man dann manchmal das Gefühl hat jetzt habe ich so die ganze Woche aufrechterhalten inklusive Hobbys und Terminen und noch hier was und da war es und am Freitage ist halt so Luft raus bei allen irgendwie.
00:08:49: Und manchmal nervt mich das und manchmal kann ich da aber auch so draufschauen und sagen eigentlich voll schön.
00:08:57: Wenn dann am Ende von der Woche einfach auch diese Sicherheit haben zu sagen, jetzt muss nichts mehr passieren und jetzt dürfen wir hier
00:09:06: rumhängen.".
00:09:07: Und gleichzeitig ist natürlich gerade in einer Familie mit mehreren Kindern oft auch das Erholungs- und Aktivitätsbedürfnis bei allen Beteiligten auch so ein bisschen unterschiedlich.
00:09:19: Oft ist es ja so dass die älteren Kinder sowas wie ich gehe mal in mein Zimmer Ruh mich für mich alleine aus, ganz gern annehmen.
00:09:28: Aber so kleinere Kinder brauchen ja auch Begleitung und die haben oft auch ganz andere Bedürfnisse.
00:09:35: also es gibt ja auch viele Kinder die kommen aus der Kita wo sie gar nicht so viel rennen durften sondern auch viel gesagt bekommen haben.
00:09:43: wir rennen nicht auf dem Flur Und jetzt ist dies und jetzt ist Ruhe Zeit und Jetzt ist das.
00:09:48: und die Haben dann oft ein total krassen Bewegungsdrang, wenn sie nach Hause kommen und haben auch ein ganz großes Bedürfnis nach Ansprache und Nähe.
00:09:56: Und was machen wir jetzt so?
00:09:59: Das finde ich eine Herausforderung auf dem Nachmittag.
00:10:02: dass so die Bedürfnisse manchmal so aufeinander claschen und in ganz vieler Hinsicht.
00:10:07: Also ich merke zum Beispiel, dass ich oft nach einem Vormittag, wo ich mit vielen Leuten gesprochen habe, wo viel los war ein starkes Ruhebedürfnis hab ... Ich würd dann manchmal da gerne eine halbe Stunde sitzen und nichts hören!
00:10:19: Und gleichzeitig kommt dann ein Kind aus der Schule und will einem ganz, ganz viel erzählen was passiert ist.
00:10:24: Dafür will man ja auch Raum geben oder so.
00:10:27: Gerade mit nem Kleinkind ist dann dieses Alle paar Minuten.
00:10:32: Mama, guck mal hier, mach mal das!
00:10:34: Das ist ja normal und wichtig und fühlt sich dann aber manchmal so reizüberflutend an irgendwie weil man so denkt ich muss erstmal ein bisschen wieder klar kommen bevor jetzt schon wieder ganz viele Dinge an mich herangetragen werden.
00:10:51: Und also mein Alltag eben auch über die unterschiedlichen Kinder ist oft sehr geprägt von so einer gewissen Zerrissenheit, dass ich so denke jedes einzelne Kind in seinen Bedürfnissen könnte ich gerade mega gut begleiten ja?
00:11:04: Ich könnte gut mit dem kleinen Kind rausgehen oder mit dem großen Kind chillen aber alles gleichzeitig ist halt herausfordernd!
00:11:13: Genau und die Ebene die du angesprochen hast das man selber so aus einem Tag kommt der schon alles mögliche in sich hatte Und halt auch so die Basics, also es hat noch keine Wäsche gewaschen und ist halt noch nicht.
00:11:26: Ich muss eigentlich noch zum Supermarkt um irgendwie X einzukaufen oder... Es soll ja Abendessen geben, also muss das ja auch... Muss ich sie auch kaufen?
00:11:38: Also diese Zerrissenheit dieses Gefühl kenne ich nicht von allen Nachmittagen.
00:11:43: aber jetzt gibt's einen Nachmittag wo ich mir denke so irgendwie keinem richten, also keinem dieser Bedürfnisse so richtig gerecht geworden oder sozusagen so eine unzufriedenheit mit dem, was dann da eigentlich war.
00:11:55: Alles so halb.
00:11:57: Dann noch drei E-Mails schnell oder irgendeine SMS für Büro und dann ist ja irgendwie alles komplett durchmischt.
00:12:06: Ja, ich hab irgendwann mal als meine großen Kinder klein waren in irgendeinem Artikel diesen Tipp gelesen.
00:12:11: Man solle, wenn man mit Kindern nach Hause komme ... Also da ging es um Kinder im Kita-Alter eine Kakao und Kekszeit praktisch als Ritual einführen.
00:12:21: Dass man quasi als Rritual macht zu sagen wir kommen nach Hause, wir waschen uns die Hände
00:12:24: usw.,
00:12:25: alles Mögliche.
00:12:26: Dann setzen wir uns erst mal alle um den Tisch und haben einen warmen Kakaofall für uns.
00:12:30: Jeder isst ein Keks und alle kommen mal runter und erzählen sich vor dem Tag ist das sozusagen so, das Übergangsritual in dieses?
00:12:38: Wir sind jetzt zu Hause.
00:12:39: Und das fand ich eine schöne Vorstellung.
00:12:41: Das hat bei mir einen Astrid Lindgren vibe ausgelöst.
00:12:44: Weißt du, die Kinder sitzen um den Küchentisch im Bullerbüh und trinken Kakao und erzählen sich gegenseitig vom Tag ... Ich hab das versucht einzuführen!
00:12:55: Und das war so schwierig für mich, weil ich dann dieses Bild so schön fand... Aber gemerkt habe, meine Kinder fahren voll ab auf den Süßkram.
00:13:05: Also der Kakao ist beliebt.
00:13:08: Der Zucker ... also die Kekse sind ratzfahrts weg!
00:13:12: Aber es entsteht überhaupt nicht diese Atmosphäre, dass wir erzählen einander und wir kommen jetzt hier an.
00:13:19: Es war dann wirklich so dieses Mama wo sind die Kekse?
00:13:23: Und total disringulierte Kinder irgendwie!
00:13:25: Das fand ich so schade, dass sich das bei uns nicht umsetzen konnte weil ich das eigentlich so ein schönes Bild finde.
00:13:31: also ich habe selbst oft das Gefühl wenn ich nach Hause komme Ich fände so einen.
00:13:35: alle komm jetzt mal zusammen und verbinden sich Moment total wertvoll Und die Kinder streben aber oft eher so klein bisschen in unterschiedliche Richtungen.
00:13:47: Was ich auch oft wahrnehme, ist zumindest bei uns ... dass dann auch die jüngeren Kinder quasi die großen Geschwister vermisst haben und gerne mit denen direkt was machen würden und die gleich bestürmen.
00:13:59: So dieses große Bruder kommt aus der Schule, spielst du mit mir das?
00:14:03: Die Großen erst mal so, wow hier lass mich erstmal in Ruhe ein bisschen chillen!
00:14:08: Da sind die Bedürfnisse einfach sehr... unterschiedlich.
00:14:12: Und ich fühle mich dann halt oft sehr in so einer Moderatorinnenrolle, ne?
00:14:15: Also dann sozusagen jetzt lass dem doch erst mal und nachher vielleicht aber jetzt bürst du mal deinem Geschwisterkind nicht ab!
00:14:23: Das hat jetzt auch seit zwei Stunden auf dich gewartet.
00:14:25: also so dieses ganz viel Bedürfnisse benennen und moderieren.
00:14:31: Also ich kann diese Kakao-Keksnummer, ich kann das verstehen... Glaub ich fast als Kind mein Kinderbuch gelesen.
00:14:37: da haben die blaue Stunde gemacht.
00:14:39: also immer wenn das Licht bevor des licht eingeschaltet wurde saßen die irgendwie alle.
00:14:43: Das spielte in so einer Zeit wo man ganz wenig Geld hatte und das Licht ist spät.
00:14:47: und dann haben die da alle erst im halbdunklen zusammen Tee getrunken und auch so ganz heimlich und sich erzählt und mir hat es echt gut getan von diesen Bildern wegzukommen also.
00:14:57: Nähe und Verbundenheit entsteht in der Sekunde, in der sie entsteht.
00:15:02: Und das kann auf dem Weg zum Supermarkt sein oder es kann auch mal zwei Tage gar nicht sein.
00:15:06: aber da letztlich wenn ich da jetzt auch noch mit meinen Wünschen und Bildern so stark daherkomme dann ist ja noch jemand, dass er noch ein Bedürfnis im Raum hat.
00:15:16: Also ich versteh das wirklich... Man sich das gut vorstellt, aber das ist so siehe Weihnachtsfolge.
00:15:21: Das ist wie wir singen Advents-Lieder oder was weiß ich?
00:15:25: Ich würde gern hören ob es jemand also ob das weiter verbreitet ist dass es Familien gibt die das Gut für alle so wirklich hinbekommen.
00:15:37: Ja und man liest ja einfach immer so viele unterschiedliche Tipps Was man machen soll umgut innen und durch den Nachmittag zu kommen.
00:15:46: Manche erweisen sich einfach für die eigene Familie als Praktikabel und bei manchen Sachen habe ich auch schon Dinge gemacht, die gegen den verbreiteten Kinder, die für uns total gut funktioniert haben.
00:15:57: Ich hab zum Beispiel ganz oft gelesen das für Kinder ja so ein Kita oder Kindergarten-Tag also ich spreche jetzt wirklich noch mal für Kinder vor dem Schulalter dass der für die so anstrengend sei und das ist deswegen total wichtig sein Nicht dann direkt danach, noch irgendwas Weiteres zu machen.
00:16:11: Also nicht gleich vom Kindergarten direkt weiter zum Supermarkt oder so, sondern erst mal nach Hause, erst mal runterkommen, Kindern nicht überfordern und ich habe aber mit meinen Kindern manchmal die Erfahrung gemacht dass dieses wir gehen nach hause, dann manchmal in so einer Art Nachmittagsloch mündet so alle Hängen rum Und dass man dann manchmal richtig Schwierigkeiten hat, noch mal los und nochmal rauszukommen.
00:16:33: Weil dann sozusagen diese Schwelle zu sagen... ...und jetzt wieder Schuhe an!
00:16:35: Jetzt wieder Jacke und jetzt wieder Los!
00:16:37: Dann manchmal schier oder überwindbar scheint.
00:16:39: Wenn ich meine Kinder aber von der Kita abgeholt habe.. ..und in so einem netten entspannten Modus so dieses... Ich hab gedacht wir gehen das doch beim Bäcker vorbei und holen uns irgendwie ne Brezel und dann gehen wir direkt.... auf die Ecke zum Spielplatz.
00:16:54: Da treffen wir vielleicht noch ein Kind oder so, dann hat es manchmal zu ganz schönen Nachmittagen geführt weil eben dieses ... Wir müssen jetzt noch mal heim und dann müssen wir noch mal los als Schwelle einfach weggefallen ist.
00:17:07: Und für mich sind echt oft Nachmittage wo wir einfach gar nicht zwischendurch heimgehen also gerade in den Sommermonaten dieses ich hole dich ab und wir gehen direkt ins Schwimmbad Wir gehen direkt zum Einkaufen.
00:17:21: Ich hol dich ab und ich hab überlegt, wir könnten direkt noch da und dahin so ... Das sind oft die Nachmittage, die mir am leichtesten fallen.
00:17:31: Natürlich muss man schauen, dass man Kinder nicht völlig überfrachtet.
00:17:34: Und ich leg da jetzt nicht drei Kurse hintereinander oder so.
00:17:37: Aber
00:17:37: z.B.,
00:17:38: dieser ... Glauben das jetzt zumindest, dass meine Kinder klein waren und einem sehr oft noch vermittelt wurde bei den großen Kleinwarn?
00:17:44: Dieses immer auf jeden Fall erst mal nach Hause.
00:17:47: Das ist für Kinder sonst zu viel.
00:17:49: Das hat sich bei uns überhaupt nicht bewahrheitet.
00:17:53: Also ich kenne es auch, wenn du erstmal zuhause bist dann wirken da ganz eigener, weiß ich nicht, Gravitationskräfte.
00:18:03: Eigene
00:18:03: Kräfte!
00:18:05: Das ist ja irgendwie eigentlich auch ein Kompliment.
00:18:08: Es muss doch ganz schön sein, dass man hier gerne ist und anscheinend wird man so in Ruhe gelassen, aber dann nach einer Stunde zu sagen, es ist wunderschöns des Wetter draußen oder es regnet so das die Regenwürmer rauskommen lasst jetzt noch mal rausgehen.
00:18:25: Das kann krass sein, damit man da drüber kommt.
00:18:29: Und dann ist klar natürlich leichter, solange man draußen ist, kann man noch etwas dranhängen.
00:18:36: Das war für mich auch ein großer Unterschied.
00:18:39: Wir haben ja mit Kindern in Städten gewohnt und auf dem Land, also ich bin eine Mutter der manchmal diese Nachmittage wirklich nicht so leicht fallen aus verschiedenen Gründen.
00:18:49: Ich hab dann oft mich dabei erwischt, sehr die Stunden zu zählen bis mein Mann nach Hause kommt und das alles hier nicht mehr alleine machen muss.
00:19:00: Da habe ich gemerkt als wir noch eher urbanen ... Gegenden gewohnt haben, dass ich daran wirklich oft auch gegen dieses Nachmittagstief eben als Strategie für mich hatte zu sagen wir gehen direkt vom Kindergarten los und irgendwas hat die Stadt quasi immer zu bieten.
00:19:15: Also da gibt es einfach so viele Ziele und manchmal war das dann wirklich sowas wie... Wir gehen jetzt mal zum Weltladen und kaufen eine Banane oder so, aber man ist dann halt trotzdem den hinterwegs.
00:19:26: Und da gibt es Schaufenster und Sachen zu angucken und die ist das.
00:19:29: Auf einmal sind wieder zwei Stunden rum.
00:19:31: Am nächsten Tag hat man gesagt jetzt gehen wir mal ... Und hat sich halt immer so irgendwas überlegt.
00:19:37: Da merke ich, wir wohnen ja jetzt sehr ländlich, dass es da einfach in unmittelbarer Laufumgebung ... Wenn ich nicht sage, Kinder steigen ins Auto, wir fahren irgendwie im Wald oder was?
00:19:48: Das ist für mich dann manchmal weniger anbietende Sachen gibt, was man alles nach dem Kindergarten machen kann.
00:19:56: Wir laufen an die gleichen drei Wege und dann ist auch schnell wieder so ein Können wir heimgehen, das ist nicht viel los!
00:20:05: Genau.
00:20:06: Und gleichzeitig haben wir hier zum Beispiel einen Garten, was dann auch manchmal eine Nachmittagserleichterung natürlich ist zu sagen diese Schwelle von Wir müssen jetzt irgendwo hin und dann müssen wir vielleicht erst mit der Straßenbahn fahren bevor wir zu einem Stück grün kommen, bevor man sich da bewegen kann so das ist natürlich viel niedriger wenn man einfach sagen kann Tür auf wir gehen zumindest nochmal kurz im eigenen Garten raus und spielen da noch mal so ein bisschen oder so.
00:20:30: Aber es gibt auch da ja große Unterschiede, ich hab eine gute Freundin deren Kinder sind jetzt drei Kinder ganz eng beieinander, so drei Kita-Kinder.
00:20:39: die sind alle unglaublich bewegungsfreudig und die drängen richtig raus.
00:20:44: also wie so Tiger im Käfig, dieses können wir jetzt bitte endlich nochmal.
00:20:50: Auch sehr unterschiedliche Kinder, aber tendenziell da hatten wir auch schon mal so darüber gesprochen.
00:20:54: Eher ein bisschen homie-Kinder.
00:20:55: also wenn man die nicht raus drängt dann bleiben sie auch gern drin.
00:21:01: Auch wenn es schönes Wetter ist, auch wenn eigentlich irgendwas nettes draußen lockt das ist halt schon auch einfach gemütlich da zu bleiben.
00:21:08: und ich versuche da auch diesen Glaubenssatz loszulassen von wegen... Bei schönem Wetter muss man die ganzen Nachmittag draußen verbringen oder so.
00:21:15: Und es gibt auch nachmittage, da schaffen wir's halt nicht.
00:21:18: Aber ich merke schon auch für meine eigene mentale Gesundheit ist dieses rauskommen frische Luft, Sonne ... Oder weil deswegen auch Nichtsonne aber trotzdem Tageslicht so total wichtig.
00:21:34: Also wenn ich mir selber Auch aus Müdigkeit oder so ein bisschen die Erlaubnis geben zu sagen, wir hängen einfach die ganze Woche nur drin.
00:21:41: Merke ich das tut uns auch nicht gut.
00:21:45: Mir fällt es oft, dass wir beide so einen Bias haben und zwar ist er eine Schieflage weil ... behaupte ich jetzt mal korrigieren wie es ist.
00:21:56: Ich glaube weder eure noch unsere Kinder zum Beispiel dreimal die Woche Hockey oder ... eine aufwendiges Musikinstrument mit mindestens ein, zweimal die Woche Unterricht extern.
00:22:08: Also sozusagen bei uns sind halt Freizeittermine ragesäht also so wiederkehrende Dinge dass jeden Dienstag um siebzehn Uhr man in irgendeiner Sporthalle ist und das natürlich ne ganz andere Blick bis auf den Nachmittag
00:22:24: Total.
00:22:25: Also meine Frau und ich, wir hatten viel weniger Kurskinder.
00:22:28: Wir haben da auch wirklich viel versucht.
00:22:30: Klar strahlt man da vielleicht mal eine gewisse Ambivalenz aus?
00:22:32: Und ich habe hier auch schon an anderer Stelle erzählt wie ich sozusagen mit Sportvereinen halte und so.
00:22:36: aber... Ich stand auch schon ein zweimal in der Turnhalle beim Vorschulkinderturnen oder wie das alles heißt Und der Funke sprang halt nicht über.
00:22:47: Also das Kind sagte dann, ja war schön ich gehe da nie wieder hin und ja war nett die Musikstunde.
00:22:52: Ich mach ihn nicht.
00:22:54: Ja, deswegen
00:22:56: habe ich so einen komischen Blick auf diese Sachen wenn sich...ich kenne so viele Familien wo die zwei, drei mal die Woche in des Kind hat irgendwie Training gerade wenn es irgendwie ambitionierter wird und dann denke ich schon manchmal fast so böse Sätze wie ihr wollt ja quasi bloß die Nachmittage füllen oder irgendwas.
00:23:12: aber Darauf wollte ich da einmal hinweisen, dass wir jetzt gerade beide nicht
00:23:16: in
00:23:16: diese Richtung gedacht haben wie völlig die halbe Stunde des Kinds schnell mit Proteinen auf oder mit Energie bevor es wieder zum Sport muss.
00:23:25: Es gibt sozusagen mehrere Dinge wo man aufpassen muss dass wir die vielleicht auch beide nicht so auf dem Schirm haben.
00:23:31: Das eine ist das Thema Kurse und so weiter, wo ich gleich gerne noch was zu sagen will.
00:23:35: Und das andere ist auch das Thema Ganztagsschule.
00:23:37: oder wie lange sind die Kinder überhaupt am Nachmittag zu Hause?
00:23:41: Also da gibt es ja auch große Unterschiede.
00:23:43: und es gibt Kinder, die sind jeden Tag bis sechszehn, dreißig, siebzehn Uhr... In der Betreuung, in der Kita oder in der Schule und dann ist sozusagen von diesem Nachmittag auch oft gar nicht mehr, wann sie viel übrig.
00:23:54: Also ich kenne dann wirklich auch Eltern die nach einem langen Vollzeit-Arbeitstag in ne Kita oder eine Ganztagsbetreuung gehen ihr Kind abholen Dann gerade mal noch schaffen vielleicht noch eine halbe Stunde was miteinander zu machen.
00:24:07: Und dann gibt es Abendessen und dann beginnt die Abendroutine.
00:24:09: und so sagen dieser lange Nachmittage ist komplett ausgelagert in gewisser Weise und findet einfach woanders statt.
00:24:15: Und ich nehme da selbst auch bei uns in der Familie große Unterschiede wahr, also je nach Wohnort, je nach Lebenssituation waren meine Nachmittage mit unseren Kindern auch sehr unterschiedlich lang.
00:24:30: als wir noch in London gewohnt haben hatten wir mit Ganztagskindergarten und Schule jeden Tag bis fünfzehn Uhr eine andere Nachmittagsstruktur als jetzt hier in Baden-Württemberg, wo unser jüngstes Schulkind meistens spätestens um dreizehn Uhr zu Hause ist sozusagen.
00:24:49: Also solche Sachen das macht natürlich einen Unterschied.
00:24:51: Und was du mit den Kursen sagst finde ich auch so wichtig weil auch da ... Du hast es selber schon so angedeutet schnell So Wertungen einziehen und zwar in beide Richtungen auch.
00:25:02: Also ich habe das sowohl schon erlebt, dass es so ein bisschen ... Geflügeltes Wort ist von diesen Eltern, die ihre armen Kinder so völlig überverplanen und die müssen von Kurs zu Kurs hezten.
00:25:15: Und das ist doch keine Kindheit so ungefähr?
00:25:17: Und umgekehrt habe ich das auch schon mitbekommen dass Eltern darüber gesprochen haben wie leid ihnen Kinder tun von diesen faulen Eltern die in keinem Verein und keinen Kurs und nix bringt man immer nur bei denen zu Hause hängen.
00:25:27: es ist doch eine Kindheit.
00:25:28: So ungefähr was du ja schon angedeutet hast und was wirklich wahr ist wie viel Nachmittagstermine es in der Familie gibt, hat natürlich auch was damit zu tun.
00:25:40: Was Eltern sich wünschen und was sie wichtig finden ... In solchen Kursen, die man bucht, bildet sich ja oft auch viel davon ab, was in mir selber drinsteckt.
00:25:49: so mein Kind soll mal Englisch können, mein Kind muss auch Tennis lernen, solche Sachen.
00:25:53: Aber es steckt da auch oft einfach dahinter, dass Kinder sehr unterschiedlich sind in Sachen, wieviel Auslastung brauche ich quasi?
00:26:01: Also ich hab ... eine Freundin, die ein Kind hat.
00:26:06: Ein einzelnes Kind das einfach wahnsinnig gerne mit anderen Kindern zusammen ist und eben keine Geschwister hat und wo dann einfach die Eltern ganz klar sagen der größte Gefallen den wir diesem kind tun können ist einfach jeden Nachmittag irgendein Angebot wo es andere Kinder trifft.
00:26:22: Das macht unser Kind einfach so glücklich wie nichts anderes bringt ganz viel Entlastung in unser Familienleben.
00:26:27: Und das ist ja mega nachvollziehbar, ne?
00:26:30: Weil dieses Element ... Wir lassen die Kinder einfach mal zu Hause miteinander spielen!
00:26:34: Ist dann ja in dem Fall eben nicht da und die sind da ganz happy mit ihrer Lösung.
00:26:39: Ich kenne auch eine andere Familie, deren Kinder die sind so in diesem hoch begabten spektrum brauchen sehr viel futter fürs gehören um sich gut fühlen zu können.
00:26:50: also für hochbegabte kinder kann das ja auch eine qual sein wenn sie nicht genug input bekommen und die langweilen sich ohne ende in der schule und die brauche dann die nachmittage wirklich quasi ausgelastet zu sein, also die haben dann Musikunterricht und hier und da.
00:27:07: Und auch Sport und alle mögliche Sachen.
00:27:09: Die sind ganz viel unterwegs und wenn man davon außen drauf guckt würde man vielleicht manchmal denken ist das nicht bisschen viel so?
00:27:17: Gleichzeitig merken die Eltern aber auch sobald sie was weglassen kippt die Stimmung bei den Kindern.
00:27:22: Also die brauchen einfach genau dieses intensive Level an Beschäftigung damit es ihnen gut gehen kann.
00:27:31: Ich stau da dann immer so ganz staunend drauf, wie unterschiedlich da Familien einfach ticken.
00:27:36: Weil wir eben eher eine Familie sind die merkt bei uns werden Termine auch schnell zu viele.
00:27:45: mehr als einen Termin am Nachmittag ist für mich sowieso eigentlich völlig illusorisch.
00:27:50: also da kann ein Arzttermin liegen und dann geht irgendwie gefühlt nichts anderes mehr.
00:27:53: das ist schon raumfüllend.
00:27:57: Tatsächlich sind auch, dann ist die Frage, wie stark ist das eine Prägung durch uns Eltern.
00:28:02: Unsere Kinder nicht so scharf auf solche wiederkehrenden Sachen.
00:28:09: Ich hatte mit einem meiner Kinder vor kurzem gesprochen über das Thema Hobbys und da hat dieses Kind den bemerkenswerten Satz zu mir gesagt, in dem Moment wo ich es jede Woche muss, ist es kein Hobby mehr!
00:28:23: Also, da gehört zur Vorstellung von Hobby auch so eine Freiheit.
00:28:28: Wenn ich Lust habe mache ich und wenn ich mehr Lust hab mach' ich auch öfter.
00:28:31: aber sobald's ein Termin in meinem Kalender ist es kein Hobby mehr.
00:28:35: Und das war für dieses Kind so ganz wichtig gewesen und ich glaube aber ganz viele Kinder würden das ganz anders sehen und sagen meine Hobbys sind...
00:28:44: X Y
00:28:45: Was?
00:28:45: Mutterkantball-Dienster irgendwas Freitag!
00:28:49: quasi nicht Theaterkurs oder so.
00:28:51: Und das kann dann total helfen, natürlich auch die Woche zu strukturieren.
00:28:55: und dann stellt sich diese Frage wie kriegen wir den langen Nachmittag miteinander geregelt?
00:28:59: vielleicht dann auch irgendwann wirklich kaum noch?
00:29:03: Ja, das stimmt!
00:29:05: Also ich bin sehr bei dir, weil du hast ja so eine Dualität aufgemacht.
00:29:10: also sind die so, weil wir so sind oder wollen, dass sie so sind.
00:29:19: Ich komme auch immer wieder darauf zurück, dass es da auch so stupide Routinen gibt.
00:29:25: Also wenn man sich erst mal das angewöhnt hat jedes Mal nach Hause kommen erstmal eine Stunde irgendwie auf der Couch zu liegen ich glaube, dass dann auch schwerer wird das zu durchbrechen weißt du?
00:29:38: Da wieder rauszukommen.
00:29:40: Ich weiß nicht ob ich mir da sozusagen selber einen Druck mache aber ich glaub schon, dass man das ein Stückchen weit schon beeinflusst.
00:29:50: Für mich war halt immer irgendwie glaube ich wichtig.
00:29:52: so, die sollen gerne nach Hause kommen und sie sollen sich hier wohlfühlen.
00:29:56: Und das sind ja auch schon so Bilder.
00:29:57: aber darunter fällt natürlich dann ganz viel Ja?
00:30:02: Das ist dann auch ganz vieles.
00:30:03: entschuldigt warum man halt dann auch sagt ja Hauptsache die fühlen sich wohl.
00:30:13: Wir haben ja mal eine ganze Folge zum Thema Hausaufgaben gemacht spielen die auch in dieses Nachmittagsthema so mit rein.
00:30:19: Ich denke ganz oft, dass ich Nachmittage manchmal herausfordernd finde und dass sie deutlich weniger herausforderend für mich wären wenn sie wirklich komplett freie und verplante Zeit wäre.
00:30:30: Wenn sozusagen mein gedanklicher Fokus nur dahin gehen müsste was tut uns jetzt die nächsten Stunden gut?
00:30:37: Und ich finde diesen Balanceakt aus Sie sollen sich erst mal irgendwie ausruhen können und wir wollen irgendwie noch vielleicht etwas Schönes machen was auch immer das dann im Detail ist.
00:30:48: Aber irgendwie muss man da auch noch das Schulzeug einpreisen, ob das dann jetzt klassische Hausaufgaben sind oder auf Klassen arbeiten lernen... Wo Kabel nähern, was weiß ich.
00:30:59: Und dann muss man aber wieder aus diesem Schulkosmos rauskommen und in diesen Freizeitmutters.
00:31:04: Das finde ich oft super schwer.
00:31:06: Da hab ich nach so vielen Jahren als Schulkind-Mutter immer noch nicht die richtige Lösung gefunden.
00:31:12: Auch da, wie man liest ja so oft ... Man soll eine ganz feste Hausaufgabenzeit bestimmen, die quasi jeden Tag gleich ist.
00:31:19: Immer um vierzehn Uhr setzen wir uns hin!
00:31:21: Und das passt einfach mit unserem Familienleben auch so gar nicht zusammen.
00:31:25: Es gibt bei uns Tage, da ist um vierzehn Uhr noch niemand zu Hause, es gibt Tage ... Da sind die schon seit zwei Stunden zu Hause!
00:31:30: Es gibt Tage, dann haben wir noch irgendeinem anderen Termin und Besuch oder so.
00:31:35: Dann fängt man natürlich immer an zur Journalierung und zu sagen, nee du machst jetzt nicht gerade Hausaufgaben, wenn grade deine Großeltern angekommen sind und wir miteinander Kaffee trinken wollen?
00:31:44: Das ist ja Quatsch.
00:31:45: Wir machen's heute Abend.
00:31:46: Ups, wir haben's vergessen.
00:31:47: Ah na also das bringt aus... so viel Nervkram rein.
00:31:53: Ich denke oft sehnsüchtig an die Zeit zurück, wo wir noch gar kein Schulkind hatten.
00:31:58: Es ist sehr lange her ... Wo dann die Herausforderung am Nachmittag eben nur darin bestanden zu fragen was machen wir jetzt?
00:32:05: Und wo nicht noch irgendwelche externen Erwartungen quasi drin waren.
00:32:09: Aber daran müsst ihr auch denken und das muss auf jeden Fall passieren.
00:32:11: Der Nachmittags gehört euch auch nicht wirklich selber.
00:32:15: Ja, ja, das stimmt.
00:32:17: Plus dieses ganze Spülmaschine-Waschmaschine Mach ich irgendwie durchsaugen.
00:32:22: Das muss ja auch noch irgendwann stattfinden.
00:32:25: Ja, stimmt schon!
00:32:27: Vielleicht erwarten wir auch einfach zu viel vom Nachmittag... Ich versuche schon zu flüchten,
00:32:32: merke ich.
00:32:35: Weil wenn ich dir so zuhör, denk' ich gleich an unseren Nachmittagen der heute Nachmittage ansteht und der gerade sagt Stimmt eigentlich das mit den Hausaufgaben?
00:32:42: Da müsste man mal drinnen.
00:32:48: Nee, und gleichzeitig ist es natürlich auch so, dass manchmal wenn man dann im Hasseln ist einfach die eigene Kreativität flirten geht.
00:32:56: Also man stellt sich jetzt mal eine Situation vor ... Man hat das mit den Hausaufgaben oder was auch immer schulisch ansteht, wenn das überhaupt schon ein Thema ist in der Familie, soweit erledigt?
00:33:06: Und es ist eigentlich alles okay!
00:33:07: Man hat gechillt, man hat etwas gegessen
00:33:09: usw.,
00:33:09: und es ist sagen wir mal... ...fünfzehn Uhr oder sechzehn Uhr ist ja egal und man hat aber auf jeden Fall noch so Bisschen Zeit bis dann irgendwie Der Abend beginnt.
00:33:20: Ähm ...
00:33:21: Und dann ist bei uns schon oft auch so ein Element von, mir ist langweilig!
00:33:28: Ja was machen wir jetzt?
00:33:29: Mit dem Zeit.
00:33:31: Genau und dann beginnt auf dieses, können wir was gucken?
00:33:35: Dann will ich natürlich hochhalten... Manchmal sage ich einfach ja, weil ich platt bin aber manchmal will ich auch hochhalten dieses, nee wir machen noch irgendwas zusammen.
00:33:44: Und dann fühle ich mich manchmal so Es ist wie so on the spot, dass jemand zu einem gegenübersteht und sagt, auch mal jetzt hast du die überlegt.
00:33:52: Ich versuche immer zu sagen ... Das ist ja nicht meine Verantwortung allein mit irgendeiner Lösung da um die Ecke zu kommen.
00:33:58: Trotzdem ist es oft so, dass ich das Gefühl habe, wenn ich möchte, dass dieser Nachmittag eine gute Wendung nimmt und nicht einfach nur alle anfangen zur Meckernut zu streiten, wäre es gut, irgendwas zu haben, was ein bisschen ... motiviert und Spaß macht und so eine positive Stimmung reinbringt.
00:34:18: Manchmal schaffe ich das richtig gut, dann wirklich auch mit kleinen Sachen zu sagen hey wollen wir einen Kuchen backen?
00:34:24: Hey wollen wir irgendwas was basteln, was malen, was machen?
00:34:30: Und manchmal sitze ich da wirklich und habe das Gefühl als wäre mein Gehirn spontan um jede Idee entleert um alles in der Welt noch machen könnte.
00:34:40: Es fühlt sich einfach an so dieses, wir haben jedes Rezept ausprobiert.
00:34:43: Wir haben jeden Spielplatz besucht und alle Spielsachen gespielt.
00:34:46: Das ist irgendwie so ein Gefühl von ... Ich weiß es jetzt auch nicht mehr.
00:34:50: Mir fällt nichts mehr ein.
00:34:51: Und das find ich ganz übel, dieses Gefühl.
00:34:55: Weil das mit meinem Selbstbild kollidiert.
00:34:57: Weißt du?
00:34:57: Ich hab immer dieses Bild.
00:34:59: Ich bin doch dir mit den guten Ideen!
00:35:01: Und dann manchmal so ne Nächster.
00:35:05: Fällt nix ein...
00:35:08: Oh je.
00:35:13: Ja, ja klar!
00:35:15: Ich glaube das es oft daran liegt dass man halt trotzdem dann selbst in so einer Situation noch eigentlich so Bilder hat... Das sollte jetzt schon Bewegung sein aber der Spielplatz wurde schon abgelehnt und eigentlich fängt's bald an zu regnen.
00:35:34: Gab man so jemanden, der sagt, was für Bedürfnisse erfüllt werden müssen.
00:35:38: Bist du satt?
00:35:39: Bist Du müde?
00:35:41: Hast Du Durst?
00:35:42: Dass man oft weiter käme da noch mal kurz in sich reinzuhorchen.
00:35:47: Aber das ist viel zu abgehoben.
00:35:48: Das
00:35:50: ist gar nicht abgehobene.
00:35:51: Es ist eine total wichtige Erkenntnis, dass wenn ein Kind am Nachmittag oft so gefühlt nicht mit der Kneifzange anzufangen ist und man denkt, ich schlag dir das vor, aber irgendwie findest Du alles blöd, dass dann manchmal dieses Schritt zurückgehen Und zu schauen, trinken wir erst mal was zusammen.
00:36:06: Möchtest du was snacken?
00:36:08: Warst du auf Toilette?
00:36:09: Brauchste noch mal... Dass das oft wirklich
00:36:12: auch
00:36:13: hilft, weil die Kinder dann manchmal auch einfach selber das gar nicht merken, dass sie einfach auch dysreguliert sind, weil irgendein körperliches Grundbedürfnis nicht erfüllt ist oder irgendeinen seelischen Bedürfnissen.
00:36:24: Also auch so etwas wie hattest du heute eigentlich schon mal einen Moment ... Ruh, oder hattest du genug Bewegung?
00:36:29: Das können die Kinder nicht immer beantworten.
00:36:31: Es sind keine laufenden Checklisten, wo man sagt, haste haste.
00:36:35: Man muss da manchmal auch und das fällt mir durchaus auch manchmal schwer in diese Intuition reinfinden zu sagen, woran könnt ihr jetzt grad hacken?
00:36:44: Und dann manchmal die Kinder auch so ein bisschen quasi dahin führen ohne dass man sie die ganze Zeit fragen muss.
00:36:51: also ich stell meinen Kindern Fast jeden Nachmittag, wenn ich es nicht vergesse.
00:36:55: Irgendwann ein Snack-Teller hin mit aufgeschnittenem Obst und so bisschen solchen Sachen.
00:37:00: Und eben gerade nicht mit einem ... Wir machen jetzt das große Kicks-Rituals oder ich stell den das einfach hin im Zweifelsfall auch neben sie während sie Lego spielen oder sowas.
00:37:09: Und merke die Stimmung über einen Tag ist besser, wenn die zwischendurch noch mal was gegessen haben.
00:37:14: Wenn das da steht, dann essen Sie's auch.
00:37:15: aber wenn ich sie gefragt hätte
00:37:17: Möchtest du Gurke?
00:37:18: Nein.
00:37:19: Dann wär's schon zu viel gewesen, auch bei mir selber übrigens ist das wirklich manchmal so ein Ding ... Wenn ich eben dieses Gefühl hab von wegen mir fällt nix ein, dann ist manchmal so basales klingt dieses erst mal trinkechen Glas Wasser, dann ess' ich was!
00:37:33: Dann schaue ich es mir eigentlich zu warm, zu kalt, brauche ich einen Pulli, brauch ich Socken, weißt du so diese körperliche Grundversorgung.
00:37:39: Manchmal total wichtig und manchmal auch dieses Ich lege mich mal im kleinen Moment hin auf dem Sofa oder auf dem Bett gar nicht weil ich unbedingt schlafen will sondern einfach um normal in so ein Ruhrzustand zu kommen und aus diesem Hasseln rauszukommen.
00:37:50: Und dann fällt mir oft auch was ein.
00:37:54: Ich hab tatsächlich mal, das klingt vielleicht so bisschen strebermäßig aber wirklich wie einen kleinen Ordner angelegt mit einfach von mir geschriebenen Zetteln mit Ideen, was man machen kann im Nachmittag mit Kindern.
00:38:06: Und da steht explizit jetzt nicht so dolle Sachen drauf, weil es ist nicht Freizeitpark oder Zoo oder sowas drauf sondern wirklich so Sachen ... auf die ich manchmal gekommen bin, die auch mal ganz gut funktioniert haben und dich dann aber wieder vergessen.
00:38:21: Manchmal unterdrückt er nicht so dran denke ... Und nicht immer funktioniert das, aber da stehen zum Beispiel Sachen drauf wie ... je nach Alter von Kind.
00:38:31: Manchmal mache ich mit meinen Kindern eine Fotosafari quasi dass wir im Prinzip gehen, wir einfach nur irgendwo hin spazieren in der Stadt oder auf dem Land oder so.
00:38:40: Aber wir sagen vorher so, wir versuchen mal Tiere zu fotografieren.
00:38:44: oder mit Grundschülern ist manchmal so dieses, wir versuchen von jedem Buchstaben aus mal verweht.
00:38:48: Irgendwo ein Buchstab und den zu fotografiern in den Läden an Schaufensteren und versuchen die Buchstabe vom ABC zu finden.
00:38:57: Und das klingt vielleicht streberhaft aber manchmal ist so ein kleiner Motivator dieses Wir gehen jetzt noch mal los und gucken nach was Spezielles.
00:39:06: Was dann meinen Kindern hilft immer gleich einen Weg letztlich
00:39:13: doch noch mal zu gehen.
00:39:14: Ich hab irgendwann mal den Kindern gesagt, wir fotografieren jetzt mal vierundzwanzig Sachen und wir basteln daraus dann ein Memory.
00:39:21: oder das fand ich sehr ambitioniert.
00:39:22: Wir haben dieses Memory nie gebastelt.
00:39:24: also es ist nie zu dem Memory
00:39:26: gekommen.
00:39:26: aber ich habe irgendwo auf meinem Handy noch Fotos von Sachen.
00:39:29: in meinem Ordner steht drin wenn die irgendwann mal gar nichts einfällt macht doch mal das Memory mit diesen Fotos vor zwei Jahren.
00:39:40: Also ich merke so ein bisschen, wenn ich das erzähle.
00:39:42: Dass ich dann schnell denke, dass jetzt sicher Leute zu Hause denken, ey ja, als ob ich noch die Energie hätte eine Fotosafari zu machen.
00:39:49: Aber es ist wirklich manchmal so'n Ding von ... Manchmal braucht man irgendwas was so'nen
00:39:54: Funken
00:39:55: Neues und so'en Funken Excitement reinträgt, dass man sich dann wieder motivieren kann, irgendetwas zu tun.
00:40:04: Wenn ich meinem Kind sage... Wollen wir noch mal was backen?
00:40:08: Dann sagt es auch oft, oh nee kein Bock.
00:40:10: Wenn ich sage hey hat vielleicht eines deiner Plüchtiere Puppen irgendwas Geburtstag und wir wollen für dieses Wesen ein Geburtstagskuchen backen dann ist dann auf einmal nochmal eine Motivation da manchmal.
00:40:24: Dieses sich in so einer kindliche Welt dann nochmal Begeben, ohne dass die Kinder sich verarscht fühlen.
00:40:29: Also nicht dein Teddybär wollte doch sicher jetzt auch unbedingt noch mal zum Supermarkt Milch kaufen.
00:40:38: Aber so ein bisschen dieses spielerische reinbringen das ist bei unseren Kindern oft was was total hilft aber was natürlich auch nur dann mir möglich ist wenn meine Bedürfnisse endigermaßen erfüllt sind und ich nicht so grundgenerft bin oder grunderschöpf
00:40:54: die ganze Zeit.
00:40:54: Genau, wenn die Energie groß genug ist um sowas dann zu machen.
00:40:58: Äh ...
00:41:01: Aber ich beneide Eltern, die Kinder haben, das gibt's ja manchmal so, die sagen es gibt eine Sache, die quasi immer zieht.
00:41:08: Also dieses Wenn nix hilft, gehe ich mit meinem Sohn einfach auf den Spielplatz, liebt der im Zweifelsfall auch fünf Nachmittage in die Woche.
00:41:15: Da merk ich so, meine Kinder sind sehr novelty-seeking.
00:41:19: Es ist einfach ein Fachbegriff zu droppen.
00:41:21: Die brauchen immer wieder was Neues und es gibt nix von dem ich sagen könnte das zieht immer.
00:41:28: Sondern ich muss praktisch immer wieder aufs Neue gucken.
00:41:31: Was könnte jetzt gerade eine gute Sache sein?
00:41:34: Wenn man etwas zu oft gemacht hat dann geht's auch erst mal nicht mehr.
00:41:40: Mir hilft es ja eh schon mal drüber zu sprechen, dass halt auch nachmittag ... Spröde und Fahrt.
00:41:46: Und auf irgendeine komische Weise anstrengend oder auch unbefriedigend sein kann, weil ich finde ja gleichzeitig darüber wollen wir heute nicht sprechen das Ende des Nachmittags ist es ja auch noch mal so eine Zäsur.
00:41:59: also irgendwann is der ja rum Und es ist ja in jeder Konstellation jetzt hier, die ... Es ist ja anders.
00:42:08: Man kann sein dass man ja zu zweit ist und zu zweite bleibt oder es kommen irgendwelche anderen dazu also Partner-Partnerinnen oder andere Kinder oder Verwandten oder wie es halt immer die Situation so ist.
00:42:19: Ich finde da gibt's oft dann so eine Zäsur.
00:42:21: Also die Zäsurt, die sagt so jetzt Keine Ahnung.
00:42:25: Wenn ich jetzt nicht anfange, die Nullen zu kochen gibt es die nicht und wir haben ja irgendwie so eine Essenszeit oder auch Partnerperson kommt nach Hause und sagt wie sieht's denn hier aus?
00:42:36: Oder wie war ein euer Tag oder sozusagen.
00:42:38: man möchte ja auch irgendwie berichten.
00:42:39: also wirst du diese ganzen Teil vom Nachmittag ist auch immer... Wie wird das Ende sein dieses Nachmittags?
00:42:48: Also dass das irgendwie da auch immer so mitspielt!
00:42:53: Aber was mich echt interessieren würde, ich weiß nicht, ob du das erzählen magst.
00:42:57: Diese Einleitung ist immer die beste.
00:42:59: Nein!
00:43:00: Ist nichts Schlimmes oder so?
00:43:02: Wenn du mit deinen Kindern besprichst und sagst, was wollen wir heute machen?
00:43:05: Dann ist erst mal ein bisschen chillen und ausholen
00:43:07: usw.,
00:43:08: aber was sind für dich in eurem Alltag Nachmittagsaktivitäten ... die jetzt nicht unter, wir machen mal was ganz Besonderes.
00:43:18: Einmal im Jahr fahren wird da und dahin fallen sind dann wirklich so ... Was macht ihr am Alltag an einem normalen Nachmittag?
00:43:25: Also ich frage ja nicht, was wollen wir machen, sondern ich sage gerne, machen wir einen Plan, weil darunter auch fällt ein kurzes wie musste das für die Schule machen oder was steht an oder dass es morgen oder so.
00:43:37: Es geht nicht um Events!
00:43:38: Das ist mir schon klar.
00:43:39: Ja genau aber sozusagen auch... Wir gehen zum Supermarkt und hängen eine Runde dran.
00:43:47: Das ist relativ oft so, würd ich sagen.
00:43:53: Eines meiner Kinder kriegt man zum ne Runde spazieren gehen sozusagen.
00:43:58: Und dabei wird irgendwie alles mögliche besprochen.
00:44:00: Also das wäre so das eventfreiste was aber gut und gerne auch angenommen wird.
00:44:06: Einfach noch mal...
00:44:06: Da rufst du dir gar nicht irgendwelche Special ... Sachen ausdecken im Sinne von wir.
00:44:11: Nee, sondern da denke ich mir nicht special aus, sondern nee... Ich besag auch manchmal sowas wie, keine Ahnung, kannst du mir die Spülmaschine ausräumen?
00:44:18: Ich hab jetzt hier zu viel zu tun und nach der Logik sag' ich auch du.
00:44:22: Wir brauchen halt noch, gehst damit zum Supermarkt!
00:44:26: Und klar, der Supermarkt ist irgendwie attraktiv.
00:44:29: Da gibt's diese Zeitschriftenabteilung, da kaufen wir nix.
00:44:31: aber da darf man mal alles angucken so.
00:44:34: Und über die Zeit gelernt dass man halt vorher oder nachher, ja vorher sonst muss man daszeug mitschleppen Dass man da noch eine Runde durchs Viertel strahwandst.
00:44:43: Aber nee, ich muss nicht sagen ... Weil wir Kastanien sammeln oder so was?
00:44:49: Die gibt's hier lustigerweise auch überhaupt keinen Kastaniebaum.
00:44:52: Sondern einfach nur dieses nochmal draußen ein bisschen Gedanken sortieren.
00:44:58: Das klingt beneidenswert für mich!
00:45:01: Das ist wirklich
00:45:02: für mich so ein bisschen wie aus der anderen Welt, einem Kind zu sagen.
00:45:05: Wollen wir spazieren gehen?
00:45:06: Das Kind sagt ja!
00:45:09: Ich sag halt eher so wollen wir noch mal eine Runde raus oder ich muss zum EDK kommst du mit brauchen noch.
00:45:16: und natürlich ist es nicht so dass das Kind einfach sagt ja klar und ich springe selbstverständlich selber in meine Schuhe aber das kann funktionieren.
00:45:24: Ja voll gut.
00:45:26: Also einkaufen und Einkaufszentrum ist bei uns durch jetzt auch ein Motivator also einfach auch ein spannender Ort.
00:45:32: Genau,
00:45:32: so einfach das ist ein Ziel dass es nicht soweit.
00:45:36: Und da gibt's sozusagen irgendeine Fahrt von irgendwas ist auch interessant.
00:45:40: So ja und dann halt auch dieses.
00:45:43: wie bei uns ist schon auch Hobby wechseln stark angesagt aber.
00:45:46: Es gab jetzt mal eine halbe Jahr eine Tischtennisphase.
00:45:49: da konnte man sagen hey wollen wir nicht zu dieser Platte da im Park gehen und schauen ob die frei ist?
00:45:54: Ja Das klingt cool.
00:45:58: Ja, also für mich ist tatsächlich ...
00:46:00: Bei euch?
00:46:02: Loskommen mit den Kindern immer einfach schon Akt an sich und das hat teilweise einfach mit den Charakteren der Kinder zu tun und teilweise auch mit der Zahl der Kinder.
00:46:11: und auch so ein bisschen dieses, also ganz praktisch dieses... Baby einpacken, gucken.
00:46:17: Will das im Kinderwagen sein?
00:46:18: Muss es in der Trage sein?
00:46:20: Ist es gerade eher wach?
00:46:23: und was ist mit den großen Kindern?
00:46:25: Wie kriegt man das koordiniert, dass alle zum gleichen Zeitpunkt losgehen bereit sind?
00:46:33: Manchmal selber diejenige, die dann ausbremst und sagt, Moment jetzt muss ich erst mal stillen!
00:46:40: Ja, aber du hast mich ja gefragt was macht ihr wenn ihr etwas macht.
00:46:43: Du hast mich nicht gefragt wie leicht ist es dass ihr was macht?
00:46:49: Ich wollte nur einmal sagen als hättest jetzt so geklungen.
00:46:52: also dieser losgehübergang ist schon auch manchmal so ein ding.
00:46:55: Also würde ich jetzt hier Oliver einmal nur sagen hey Leute und alle sagen sofort ja klar daddy.
00:47:01: Aber ich wollte deswegen trotzdem nicht schmälern das.
00:47:04: ihr natürlich ein paar Köpfe mehr seid und mit Baby du ja selber auch sagst, ja manchmal.
00:47:10: Jetzt wären alle fertig gewesen und in dem Moment merkst du die Windel ist voll und alle machen so klar.
00:47:15: Ja ja so ist das halt ne?
00:47:18: Also ich merke schon mir tut es gut mit den Kindern rauszugehen aber ich muss fast immer mir dann irgendwas so bisschen überlegen um meine Kinder zu locken Und wie gesagt das müssen keine riesigen Sachen sein Aber Es Ist Auch Trotzdem immer was.
00:47:34: Also, ich hab irgendwann mal so einen Charakter erfunden als eins meiner Kinder in einer Piratenphase war von Captain Kugelfish.
00:47:42: Das war ein Pirat.
00:47:43: den habe ich mir ausgedacht und hab da irgendeine Story erzählt von wegen der hat irgendwo im Feld sicher irgendwas versteckt.
00:47:49: Ich weiß auch nicht was der Pirat auf dem Feld sollte aber in dem Moment war das mein Gedanke Und hat dann einfach zu Hause irgendwie einen Traumzucker, den wir da noch rumliegen hatten.
00:47:59: Den wir in der Apotheke geschenkt bekommen haben und so schnell eingesteckt.
00:48:01: Und dann hab ich die halt irgendwo am weitesten entfernten Ort ins Feld gelegt und gesagt, oh, da war Captain Kugelfisch!
00:48:08: Und seitdem ist das ein bisschen einfach so'n Runny Gag geworden... Die Kinder wissen natürlich genau was dahintersteckt aber es ist trotzdem was anderes, ob ich sage gehen wenn eine Runde übers Feld oder vielleicht hat Captain Kuhlfisch wieder irgendwas versteckt, ja?
00:48:21: Aber ist krass, es ist wirklich ein Unterschied Merkst du?
00:48:23: Also es ist wirklich ein Unterschied anscheinend,
00:48:25: wie ihr
00:48:26: spazieren geht und wie wir spaziern gehen.
00:48:27: Bei uns ist Spaziering dann eher... Kind hat einen Thema und kann mal irgendwie ein längeres Kurzverfahrt halten.
00:48:36: Und bei euch scheint es ja mehr so zu sein dass du das noch... oder moderiert, sag ich mal.
00:48:41: Total!
00:48:42: Und ich will es überhaupt nicht bewerten aber merke den Unterschied... ...und
00:48:44: auch locken also wirklich sehr dieses kindliche, dieses Fantasiewelten ansprechen.
00:48:49: und wir gehen spazieren und haben Kuscheltiere im Gepäck und ein Puppenkinderwagen und noch eine Puppe im Tragetuch und am Ende schleppe ich alles nach Hause.
00:48:58: Es ist immer so ein großer Angang.
00:49:03: Und auch zuhause Klar, schlage ich auch mal vor.
00:49:10: Lass eine Runde Karten spielen oder lass so ... Aber ich hab oft das Gefühl, wenn wir gut durch den Nachmittag kommen sollen, manchmal habe ich Glück und die Sterne stehen günstig und alle spielen friedlich miteinander.
00:49:21: Das gibt's auch, dann mach ich immer Fotos, weil ich das festhalten will, dass es das auch gibt.
00:49:26: Aber ganz oft hab ich schon das Gefühl ... Dass ich da in ne sehr aktive Rolle des Begleitens regulierend usw.
00:49:34: Und auch ... mir die ganze Zeit Sachen ausdenken muss, um so ein bisschen in dieser spielerisch kreativen Weise meine Kinder gut durch diesen Nachmittag zu loten.
00:49:44: Also ich bin dann wirklich so ein bißchen diejenige gesagt und jetzt hat doch sicher diese Puppe Geburtstag!
00:49:49: Und heute Abend für unser Abendessen brauchen wir doch einen Restaurant und wer mal die Speisekarten?
00:49:54: Und wer bastelt Wimpel?
00:49:57: Ich bin die ganze zeit dabei mir irgendwas auszudenken weil dieses ... Wir sind jetzt hier einfach mal so ein bisschen gechillt zu Hause und wer deckt den Tisch?
00:50:08: Das nimmt hier kein gutes Ende.
00:50:12: Ja,
00:50:12: aber so ist es ja bei uns auch nicht.
00:50:15: Aber trotzdem ist das ein deutlicher Unterschied!
00:50:17: Das finde ich wirklich witzig.
00:50:18: also... Hier wird auch gemalt und gebastelt und gespielt und alles Mögliche her und ... Bei dir klingt's mir so fünf Prozent danach so ungefähr dass du diese Rolle quasi ohne diese Rolle ging es nicht.
00:50:31: Und bei mir ist es so, dass ich denke Okay, krass.
00:50:34: Ich weiß gar nicht ob ich das könnte und die Power hätte diese Rolle einzunehmen.
00:50:38: so Wir können ja mal heute Nachmittag wechseln.
00:50:41: Also ich habe oft nicht das Gefühl da so eine Wahl zu haben Und ich meine dass ganz ehrlich.
00:50:45: also wir macht es manchmal auch Spaß.
00:50:47: Also ich hab auch so einer Entertainerin Seite der das dann auch Spaß macht sich sowas auszudenken und so.
00:50:53: Aber ich habe eben auch das Gefühl bei unseren Kindern ist oft Diese Schwelle irgendwas zu machen selbst Dinge die ihnen Spaß machen sodass man immer noch mal irgendwie so eine Schippe drauflegen muss, dass sie es dann machen.
00:51:04: Also wenn ich sage hier stehen Stift und Papier ... wollt ihr was malen?
00:51:09: Ist dann oft die Schwelle einfach zum Stift zu greifen, zu groß!
00:51:14: Und wenn ich dann sage, ich brauche ne dekorierte Speisekarte für unser Abendessen heute Abend sind wir in Italiener...
00:51:21: Dann
00:51:22: ist das sozusagen dieser motivierende Faktor dass die dann zum Stift greifen.
00:51:29: Dann malen sie vielleicht auch nachher noch was völlig anderes und sind irgendwann so drin, aber ich hab schon das Gefühl ... Und das hat mit Persönlichkeiten zu tun.
00:51:36: Das hat mit Neurotivergänzen zu tun, dass sozusagen ich oft nochmal so ein bisschen ... Ich sag mal extra Aufwand betreiben muss damit bestimmte Dinge, die vielleicht in manchen Familien auch einfach so bisschen so laufen halt bei uns auch laufen, ne?
00:51:57: Also da so ein bisschen ... noch mal fünf Prozent mehr in Weste reingeben muss damit dann Sachen funktionieren.
00:52:07: Und es gibt durchaus Momente, wo ich da auf Frustrit drüber bin und so'n bisschen denk', ihr habt eine Milliardspiel-Sachen!
00:52:14: Ihr habt Bastelsachen, ihr habt Wasserverkasten.
00:52:16: Ja,
00:52:16: für Schwister.
00:52:18: Könnt ihr nicht einfach irgendwas machen und ich kann hier sitzen und Buch lesen so,
00:52:22: ne?!
00:52:22: Aber das ähm... ist in meinem Universum selten der Fall.
00:52:28: Ja krass, spannend!
00:52:31: So unterschiedlich sind die Nachmittage.
00:52:34: Schreibt
00:52:34: uns wie es ist bei euch.
00:52:36: Wenn euch gerade die Decke auf dem Kopf fällt, Podcast at Nora-imlau.de.
00:52:41: Wir würden uns freuen von euch zu hören und damit kommen wir zu den Sponsoren der aktuellen Folge und das folgt etwas Werbung.
00:52:48: Dieses mal unterstützen uns ja wieder Octopoly, das Label Das nachhaltige Mode macht für Kinder und Erwachsene Und ihnen ist auch wichtig, euch ein paar Sachen mitzugeben.
00:52:58: Einfach wirklich hilfreiche Tipps und Tricks wie man Fehlkäufe vermeidet bei Kinderklamotten.
00:53:05: Genau!
00:53:05: Optopoly steht ja für Nachhaltigkeit und Optopoly ist eben ein Unternehmen das euch... Begleiten will dabei, wie ihr auch sonst eure Konsumentscheidungen so gestalten könnt.
00:53:16: Dass sie für euch lange tragen.
00:53:18: und gerade bei Kinderkleidung ist es ja leider immer mal wieder der Fall dass wir spontan irgendwas sehen und kaufen.
00:53:24: Und dann merken wir im Alltag Es bewährt sich eigentlich gar nicht.
00:53:27: und deswegen gibt's hier sozusagen fünf Tipps von Octopoly um Fehlkäufe zu vermeiden.
00:53:33: Der erste is vermeidet es Klamotten zu kaufen mit irgendwelchen unnötigen Knöpfen dran.
00:53:37: Solche Knöpfel ohne Funktion, die können drücken, sie können beim Spielen stören und sich lösen.
00:53:42: Also... Fragt euch vor dem Kauf, würde das nicht besser funktionieren ohne Knopf.
00:53:47: Genauso gilt es auch für Reißverschlüsse ne?
00:53:49: Also es gibt natürlich sinnvolle Reiß Verschlüsste die dir Jacke auf und zu machen.
00:53:53: aber es gibt auch so Zierreißverschlüsse die einfach für Kinder oft eher unbequem sind Und keine Funktion erfüllen.
00:53:58: auch dass ist kein gutes Zeichen.
00:54:00: Punkt drei achtet auf Bewegungsfreiheit.
00:54:02: Eure Kinder sollen in der Hose oder einem Pulli sich bewegen können Die sollen springen können krabbeln Klettern und deswegen da wirklich drauf achten Dass eure Kinder alle Bewegungen machen können in ihren Kleidungsstücken.
00:54:15: Prüft die Nähte und die Applikationen, also schaut habt ihr Kinder wirklich da nicht irgendwelche unangenehme Druckstellen haben durch harte Fäden?
00:54:24: Auch so Applikations die so kratzig sind oder eine unangengenehmer Haptik haben sind für viele Kinder gerade für neurodivergente Kinder auf die Hölle.
00:54:31: lasst euch ja nicht von der Optik täuschen das sieht so süß aus sondern schaut wirklich ist es auch bequem?
00:54:38: Wählt idealerweise Kleidung, die länger mitwächst.
00:54:42: Gute Kinderkleidung hält nicht nur für eine Größe sondern ist so... geschnitten und designt, dass die Kinder auch im Wachstum über eine längere Zeit begleitet.
00:54:53: Und sozusagen am Anfang eher so ein bisschen losfit hat ne?
00:54:56: Und dann mitwächst!
00:54:59: Wenn das Kind größer geworden ist, gut aussieht und passt, achtet da wirklich auf Qualität Dann habt ihr viel mehr Freude an euren Kindern.
00:55:07: Sachen
00:55:09: Gedanken wie diese, dass die einfließen in das Gestalten von Kinderklamotten.
00:55:12: Das finde ich wirklich spannend!
00:55:14: Schaut euch mal Octopoly.de an und mit dem Code HerbstFünf erhaltet ihr fünf Euro Gabat ab twenty-fünf Euro Bestellwert.
00:55:21: den Link und alles weitere packe ich euch natürlich wie immer in die Show Notes.
00:55:25: Vielen Dank Und damit liebe Nora kommen wir zum Postfach Und zwar Nora, haben wir eine schöne längere Mail aus Leipzig bekommen und zur Folge Straßenverkehr unterwegs draußen.
00:55:38: Da wollte ich dir einen Ausschnitt vorlesen.
00:55:40: Zu guter Letzt fand ich eure Ausführungen zum Thema Kinder im Straßenverkehr und auch Laufrad so wichtig und fühle mich sehr bestätigt!
00:55:47: Das ist natürlich immer schön.
00:55:48: Ich habe das Gefühl, wir ersetzen gerade dieses bis in die Achtziger noch viel weiter verbreitetes Phänomen von Wir sind stundenlang ohne Aufsicht im Wald oder auf der Straße rum gerannt durch?
00:56:00: Wir sind schon mit zwei selbstständig mit dem Laufrad zu Kita.
00:56:04: Vielleicht ist das dann was wo unsere eigenen Kinder uns mal ganz schockiert fragen werden Was wir uns dabei gedacht haben.
00:56:11: Da unser großes Kind Autist ist, werden wir hier tatsächlich ein wenig weniger komisch angeschaut wenn wir sagen dass wir ihn nicht alleine mit dem Laufrad laufen lassen.
00:56:18: Auch hier kriege ich aber viel Druck von meinen Schwiegereltern und meinem Mann ihnen das endlich machen zu lassen.
00:56:23: dabei führt es sich einfach noch nicht richtig an.
00:56:25: Mit eurer Folge habe ich nun mal was in der Hand womit ich allen erklären kann warum mit Laufrads Zucchita oder im vom Straßen umschlossenen Park noch nicht drin ist.
00:56:34: Ich danke euch dafür sehr!
00:56:36: Ja, diese Nachricht berührt mich vor allem natürlich auch weil ich ja selbst eben auch lange in Leipzig gelebt hat und das tatsächlich auch genauso beobachtet habe.
00:56:42: Das gerade in dieser Stadt... Ich kann es von anderen Städten gar nicht so sagen dass wirklich so üblich ist, dass man diese ganz kleinen Kinder morgens auf den Laufrädern zur Kita flitzen sieht und das sieht auch so süß aus!
00:56:51: Und gleichzeitig gibt's da immer wieder unfassbar gefährliche Situationen die man auch so ... also als Zeuge in sozusagen mitbekommen, wo man denkt wie krass also das hätte sowas von schief gehen können.
00:57:03: Und gleichzeitig wird man tatsächlich in manchen Kreisen da so ein bisschen als Helikopter-Mutter sozusagen dargestellt wenn man sein eigenes Kind das nicht machen lässt und es gibt dann wirklich teilweise so einen sozialen Druck.
00:57:16: Das gibt es ja in ganz vielen Bereichen gerade wenn wir über Verkehr reden.
00:57:19: Also es gibt einfach Gegenden Da giltst du als Glocke, wenn du nicht willst, dass dein Kind in der zweiten Klasse mit dem Fahrrad in die Schule fährt.
00:57:26: Es gibt andere Gegenden, da würde das niemand machen und dann ist es auch nicht so ein sozialer Druck.
00:57:31: Ich glaube, es ist total wichtig, da wirklich das zu reflektieren und zu merken.
00:57:37: Aber ich habe trotzdem die letzte Verantwortung für mein Kind und ich kenne meinen Kind am besten!
00:57:42: Bei autistischen Kindern kommt er natürlich noch mal dazu, dass viele, nicht alle autistische Kinder sowieso Weglauf-Tendenzen zu tun haben.
00:57:50: Also, dass jemand mal wirklich ... den ganz starken Impuls haben, auf einmal sich woanders hin zu bewegen.
00:57:56: Und wenn die dann natürlich noch einen Laufrad haben sind sie einfach nochmal schneller weggeflitzt und das kann wirklich auch zu sehr gefährlichen Situationen führen.
00:58:05: Deswegen wird ja bei autistischen Kindern generell dazu geraten, nochmal besonders Sicherheitsvorkehrungen zu treffen damit die nicht einfach ausbüchsen können.
00:58:16: Und da würde ich auf jeden Fall mit so was wie Laufrad oder auch Fahrrad und einfach allein unterwegs sein noch lange warten, wenn das eigene Kind zwei Jahre alt ist.
00:58:26: Aber auch bei nicht-autistischen Kindern, das will ich an dieser Stelle wirklich nochmal betonen, überschätzen wir die Verkehrskompetenz massiv!
00:58:34: Wenn wir denken ... Die könnten einfach mal fünfzig Meter vor uns.
00:58:38: Richtung Kita-Lostüsen.
00:58:40: Also ich kann da echt alle Eltern einfach nur bestärken, nicht so einem Gruppendruck sich zu beugen gegen das eigene Gefühl, sondern wirklich zu sagen wenn ich denke, mein Kind ist noch zu klein dann ist es noch zu Klein und es ist keine Freiheitsberaubung ein zweijähriges Kind im Bollerwagen in Baggy an der Hand auf dem Fahrradanhänger was auch immer durch die Gegend zu transportieren.
00:59:04: Wir alle hier wissen Bescheid genau.
00:59:07: Vielen Dank für deine Mail nach Leipzig.
00:59:09: Und dir auch Nora, vielen Dank!
00:59:11: Das war's schon wieder und bis zum nächsten Mal.
00:59:14: Genau und denkt immer dran – aller Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant.
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